Mit 66 Jahren auf YouTube gestartet: Was Creators von Greta Silver lernen können (und warum die Zielgruppe 50+ so interessant ist!)
Man ist nie zu alt!
Mit 66 Jahren in Rente gehen? Greta Silver dachte sich: Nö – ich starte lieber einen YouTube-Kanal! 😎
Heute ist Greta 78 Jahre alt und hat sich in den vergangenen zwölf Jahren ein beeindruckendes Creator-Business aufgebaut. Ihr YouTube-Kanal kommt auf rund sieben Millionen Aufrufe, auf Instagram folgen ihr mehr als 140.000 Menschen und gleich drei ihrer Bücher wurden SPIEGEL-Bestseller. Für ihr erstes Buch interessierten sich sogar sechs Verlage!🚀
Neben Social Media, Podcast und Büchern steht Greta als Speakerin auf der Bühne, unterstützt Unternehmen bei Altersfragen und zeigt ihnen, wie sie die kaufkräftige Zielgruppe 50+ wirklich erreichen.
Wie Greta sich mit jeder Menge Learning by Doing ihr Online-Business aufgebaut hat und weshalb Erfahrung ein riesiger Businessvorteil sein kann, hörst du in dieser spannenden und mit Lebensweisheiten vollgepackten Podcast-Folge! 🎧
Mehr zu Greta findest du hier:
Hör dir das Interview mit Greta jetzt in Folge #0299 des Creatorway-Podcasts an:
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Uneditiertes Transkript zur Folge:
Victoria (00:02.454)
Nachdem ich dich jetzt hier schon angekündigt habe, fallen wir doch direkt mit der Tür ins Haus und stellen die erste große Frage, wo wir im Vorgespräch schon mal ganz kurz drüber geredet haben, nämlich der Elefant im Raum ist ja, dass im deutschsprachigen Raum die Kaufkraft gar nicht bei denen in Anführungszeichen coolen jungen Zielgruppen liegt, sondern ganz woanders. Was hast du dazu zu sagen?
Greta Silver (00:22.606)
Ich finde es so wunderbar. stehen gerade in einem so tollen Zeitalter, möchte ich das nennen, der Wandlung. Man hat es verpennt, dass die Kaufkraft in Deutschland zu 60 Prozent bei der Generation 60 plus liegt. Also, meine, man muss sich das mal vorstellen, der Werbeetat für diese Zielgruppe liegt bei 7 bis 9 Prozent. Der Rest geht auf die 30-Jährigen.
Da könnte man denken, wir waren auch schon mal 10%, wir waren auch schon mal 40 % der Kaufkraft, das ist schon ein paar Jährchen her, dass man das da eventuell schon begriffen hätte, okay, war nicht der Fall. Jetzt darf ich in Werbeagenturen, also wirklich große Agenturen mit 500 Mitarbeitern reden, was ist denn das Alter überhaupt und wie soll man sich das vorstellen? Und dann habe ich mal gefragt, wie alt ist denn meine Hörerschaft da draußen von...
25 bis 35. Die sollen jetzt also die Werbung machen für die 60, 70, 80-Jährigen. Also ich muss hier mal eben kurz reingritten. Bitte unterbrech mich, weil ich, wenn ich jetzt ins Rollen komme, dann geht's mit mir durch. Ja, genau. Also man weiß, dass der durchschnittliche Neuwagenkäufer 57 Jahre alt ist, ruft aber.
Victoria (01:34.438)
Ich werde ab und zu einfach aggressiv einhaken und meine Fragen stellen.
Victoria (01:46.964)
Oha!
Greta Silver (01:48.756)
dass wenn man eine 30-jährige Person ans Steuer setzt, dass dann der Käufer sich wie 30 fühlt, wenn er in das Auto steigt.
Und da überall musste ich jetzt Brücken bauen für meine Zuhörer. man merkt ja, erreicht man die oder erreicht man die nicht. Und bislang war das alles eine Wand, die ich sprach. Und dann erfahre ich, dass man uns als Beifang bezeichnet in der Fachsprache. Und ich komme aus Hamburg. Ich weiß, das ist der Fisch, der zurückgeworfen wird, den man nicht braucht.
Und da habe ich erst die Zuhörer bekommen, als ich ihnen klarmachte, dass wir wollen nicht wie 30 gesehen werden. Das ist überhaupt nicht unser Ziel. Wir wollen gesehen werden mit unserer Erfahrung, mit unserer Kreativität, mit unserer Lebensfreude, die wir haben. Und als ich fragte, oder wollt ihr euch wie 20 fühlen? Und dann...
wurden die wach und sagten, nee, das wollen wir nicht. Also ich muss auch sagen, es ist kein Vorwurf von meiner Seite, denn ich war genauso in dem Alter. Ich konnte mir mit 30 nicht vorstellen, dass man mit 50 noch irgendwas gewuckt kriegt. Das sei auch, so sagt die Hirnforschung, etwas, was gar nicht so vorgesehen ist in unserem Gehirn, sondern wir stellen uns dann immer eine andere Person vor, die uns sehr ähnlich ist, aber dass wir selber, wie wir selber in der Zukunft sein werden, also das kriegen wir wohl gar nicht so gebacken.
Victoria (03:27.41)
Okay, das ist super interessant. Da werde ich direkt mal kurz einhaken. Denn eine Sache, die mich persönlich, und das wissen, glaube ich, einige Leute, die diesen Podcast hören, schon länger immer oft beschäftigt ist, dass ich mich schon gefühlt irgendwie sehr, früh mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Ich habe immer schon so, ich gehöre zu den Leuten, immer schon, ich hatte schon als Teenager das Gefühl, dass ich nie genug Zeit haben werde für das, was ich alles quasi möchte und so weiter. Und gleichzeitig
Greta Silver (03:27.507)
Also
Victoria (03:51.767)
ist ja auch so dieses Thema, dass ich jetzt auch aus anderen Branchen oft gehört habe, dass man gefühlt immer das falsche Alter hat. Erst ist man zu jung, dann ist man so Familiengründung, dann ist man irgendwie auch schon wieder abgeschrieben. Also gefühlt ist man ja so nie im richtigen Alter. Ich dagegen habe irgendwie noch nie so richtig gedacht, dass es in einem bestimmten Alter aufhört, weil ich glaube, dann, also ich bin nicht sicher, ob das stimmt, aber ich glaube, es ist schon ein ganz schön großer Unterschied passiert zwischen der Generation, die jetzt zum Beispiel zwei, drei, wie viele Generationen sind das?
Die waren gefühlt, wenn man auch so Fotos anguckt oder auch so Videos guckt, auch wie die Leute gesprochen haben, was die gemacht haben. Und die hatten, glaube ich, natürlich auch im Durchschnitt ein deutlich, deutlich härteres Leben als wir. Das sind ja ganz andere Arten von, ich nenne das jetzt mal alt, in Anführungszeichen, als das, was wir heute sehen. Das heißt, die Leute heute sind ja auch, keine Ahnung, ob das jetzt pauschal gesagt ist, aber die machen andere Sachen. Viele sind vielleicht auch im Kopf fitter. Das nenne ich irgendwelche Leute, die sich in die Ecke setzen und sagen so, jetzt sitze ich 30 Jahre auf dem Sofa und mache mein Kreuzworträtsel, auch wenn Kreuzworträtsel cool sind.
Greta Silver (04:47.822)
Na, g'n'nacht!
Victoria (04:49.942)
Aber ich habe auch einfach das Gefühl, dass sich das so gewandelt hat in dem Sinne, dass eben auch vielleicht das Denken, was eine, ich sage jetzt mal, alte Zirgruppe ist. Wir nennen das jetzt einfach mal alt, das so richtig plakativ zu nennen.
Greta Silver (04:58.6)
Ja, das ist für mich ein Ritterschlag, allzu sein. Also das ist ein Privileg, allzu sein. Also insofern, ich benutze das Wort schon lange, habe aber am Anfang auch versucht, es zu vermeiden. Also ich kenne das.
Victoria (05:09.366)
Ja, ich will das nur nicht quasi negativ hier sagen, aber ich finde, genau was du sagst, es ist ja überhaupt erst schon cool, alt zu werden. irgendwie keiner, also man will ja quasi alt werden, ohne alt zu werden, so in der öffentlichen Wahrnehmung, genau, ohne alt zu sein. Und da ist ja, wie du auch schon gesagt hast, gerade so mega Umschwung im Gange. Und ich finde das in der Hinsicht auch so interessant, weil ich ja in diesem Podcast, ich interviewe sehr viele Experten, Content-Creators, Lifestyle-Menschen und so weiter. Und es gibt die ganz jungen,
Greta Silver (05:20.334)
Hola.
Victoria (05:38.518)
die früh anfangen, es gibt die, die so, keine Ahnung, 30, 40, 50 sind und gefühlt ist danach dann zumindest in der breiten Wahrnehmung irgendwie so, ist dann Schluss. Die Leute sind dann irgendwie einfach weg und dann gibt es dich.
Greta Silver (05:53.001)
Ja, also mein Alter war gleich vorweg geschoben. Ich bin 78 und ich hab das Gefühl, ich stehe in der Blütezeit meines Lebens. was bei mir alles anliegt, da kommt man sicherlich noch drauf, was ich da alles mache und so.
Victoria (05:59.789)
Mega!
Victoria (06:05.538)
Genau. Und ich meine, wir können nachher auch so bisschen auf deine Geschichte eingehen. Aber ich finde das und das können wir ja auch schon mal hier so für das Publikum vorwegnehmen, dass wir auch noch mal so bisschen darüber reden, wie du eigentlich da reinkannst. Aber ich finde das einfach so cool, auch mal zu sehen, was auch bis ins hohe Alter möglich ist, wie fit man auch sein kann und so weiter. Was früher, glaube ich, auch trotz allem auch schon viele Leute waren, aber es war einfach nicht so sichtbar. Auch Leute auf, keine Ahnung, Bauernhöfe und so weiter. Viele oder auch Unternehmer haben teilweise bis 80, 90 gearbeitet.
Heutzutage ist irgendwie Gefühl ab einem bestimmten Alter einfach so eine öffentliche Unsichtbarkeit vorhanden. Und ich finde das richtig cool, dass du damit aufbrichst. Und ich habe auch das Gefühl, weil du eben meintest, so ja, mit 30 und 20 Regen und so weiter, dass da auch viel im Wandel ist. Es gibt zum Beispiel jetzt, ich bin in Dänemark, da gibt es jetzt gerade so ein Buch, was sehr gehypt wird von einer Fotografin, die Frauen porträtiert hat jenseits der 40, weil sie schon meinte, selbst ab 40 hatte sie schon das Gefühl, oh Gott, man wird alt und so.
Greta Silver (06:57.774)
Nein, das lohnt nicht mehr, da etwas Neues anzufangen.
Victoria (07:04.918)
Genau. Und dann hatte sie quasi als Selbsttherapie gesagt, ich mache jetzt Sessions mit Frauen, in dem Fall waren es, glaube ich, nur Frauen, Männer glaube ich nicht, bis in alle möglichen Alter, um sich selber zu zeigen, guck mal, wie cool auch die nächsten, keine Ahnung, 40, 50, 60 Jahre sein können. Und gleichzeitig gibt es auch so so, keine Ahnung, Magazinen und so gibt es inzwischen immer mehr Models, die auch wirklich 70 sind oder sogar noch älter. Und ich finde das so cool, weil ich gehöre zum Beispiel auch zu denen, wo ich gemerkt habe, so, okay, diese
Keine Ahnung, 14-jährigen Models auch so in so Modezeitschriften. Das ist so weit, also so sieht doch keiner aus. Das ist so weit weg. Und ich finde das richtig cool, dass jetzt so langsam die Realität auch in diese, ich nenne das mal, breite Welt mal so bisschen reingeholt wird, weil am Ende des Tages sind wir halt nicht immer 13, 14, unser ganzes Leben lang. Genau wie du sagst, die Autofahrer, die sind ja nicht immer 30.
Greta Silver (07:55.987)
Die gehört zusammen, die ganze Palette. Dieses Bashing, Generation Z, ich feier die enorm. Dass die das nicht machen wollen, was ihre Eltern ihnen jeden Abend beim Abendbrot vorgeführt haben, völlig erschafft, nicht erfüllt, glücklich oder was weiß ich, über ihren Job oder so was. Dass die sagen, nee, stopp mal eben. Ich glaube, das ist nicht meine Richtung.
Und es kann nicht der Job von Generation Z sein, dass die der Wirtschaft das Modell vorschlagen, wie es denn besser gehen soll. Nee, das darf die Wirtschaft machen. du hast das gerade so auf den Punkt gebracht und diese Parallelen, die werden gar nicht so oft gezogen. Sichtbar wird man tatsächlich, egal in welchem Alter, durch die Werbung. Das ist das Bild, was man draußen sieht.
Bo, diese Generation, von der wir jetzt reden, sagen wir mal ab 50 kriegt man ja im Moment keinen Job mehr, weil man da Maschinen durchlaufen muss, wo die schon aussteuern. Also die sieht man nicht mehr oder nur abends vor den Nachrichten. Und dann glaubt man wirklich, jeder mit 60 ist in Kontinent oder braucht ein neues Knie. Das ist unglaublich. 1970 fing das an. Ich bin da mal in die Tiefenforschung gegangen, sozusagen, dass Unternehmen
So was wie einen goldenen Handschlag, so hieß das damals, gegeben haben. so, wir haben da ganz was Tolles und dann kannst du früher in Rente gehen und dann überbrückst du damit die Zeit. also Fortbildung, das lohnt sich nicht mehr für dich und so. Man hat das noch als etwas Nettes verkauft damals, als etwas fürsorgliches. Dabei war das eine unglaubliche Unverschämtheit. Man hat gesagt, du spielst in der Zukunft keine Rolle mehr. Das Leben interessiert sich nicht mehr für dich.
Du bist auf dem Abstellgleis. Und das sind wirklich...
Victoria (09:51.048)
Und das mit 50 ist halt auch bisschen früh für die heutigen Lebensverhältnisse.
Greta Silver (09:54.191)
In den 70ern war ich, ich glaube, darf das hier sagen, bei einem großen amerikanischen Computerkonzern, IBM. Die hatten das auch schon. Das war kein Geheimnis. Da ist man dann für dieses Wissen nicht mehr geeignet und kriegt eine fette Abfindung und ging dann.
Victoria (10:13.597)
Und dann ciao.
Greta Silver (10:14.702)
Genau. Und dann 1990 noch mal so eine Welle. dann noch mal als die Digitalisierung so kam, da war das noch mal eine Welle. Ich sage heute, der Jugendwahn war gestern, heute rockt das Alter. Also dieses hat sich da so verschoben. wie gut muss es unserer Wirtschaft gehen, dass wir sagen, ab 50, die wollen wir nicht mehr, zweite Lebenshälfte.
Erfahrung zählt nicht. Krisenkompetenz, das haben wir alle schon für Krisen überstanden. Jetzt bei diesen, ich sag mal, turbulenten Zeiten, die wir gerade haben, könnte das auch ein Vorteil sein. Dann sagt man Generation Z ist nicht belastbar, die sind sofort krank und so. Und die Mitte, die man dann hat in der Wirtschaft, die wird ja jedes Jahr von Gallup, von der Gallup-Umfrage überprüft, sagt ja auch was, ich sehe das an meinem Nicken. Und da heißt es,
10 % fühlen sich loyal verbunden mit dem Unternehmen, 77 % machen Dienst nach Vorschrift und 13 % haben innerlich gekündigt. So, diese 13%, nur diese 13%, so sagt Gallup, machen im Jahr 140 Milliarden Euro aus, die die deutsche Wirtschaft verliert.
Victoria (11:24.082)
Das sind doch richtig gute Statistiken.
Greta Silver (11:37.899)
Wenn man nur diese 13 Prozent jetzt mal versuchen würde, die andere Rubrik Dienst nach Vorschrift zu kriegen, dann hätten, haben wir einen enormen Produktivitätsgewinn. Das heißt, die Firma muss keinen Cent ausgeben, das zu steigern, sondern sie müssen ihre Mitarbeiter nochmal anders behandeln. Und da, ich darf ja auch beim Arbeitsministerium da Laudatio halten für den Deutschen Fachkräftepreis und dann
Ich komme aus der Zeit, wo Roboter unsere Händearbeit weggenommen haben. Ich komme aus Niedersachsen. Das VW-Werk stellte auf Roboter, das große Entsetzen. Wie soll das denn gehen? Wir sind ein Volk der Arbeiter. Jetzt geht Deutschland den Bach. Ich habe mich also nicht mehr so groß aufgeregt, als jetzt KI kam, die uns unser Machtinstrument Wissen wegnimmt, womit wir uns ja besser fühlen können als die anderen. Wissen ist Macht war ja durchaus ein belastbarer Satz.
Und jetzt können auch arme Länder zugreifen und so. Das verbessert ja enorm. ich hatte vorher mal einen Vortrag gehört von Stephen Hawkins, dem Astrophysiker, der sagte, das Überleben der Welt wird davon abhängig sein, wie empathief sie ist. Da habe ich damals gesagt, das könnte schwierig werden.
Victoria (12:59.766)
Das ist eine schwierige Prognose.
Greta Silver (13:03.57)
Ja, und heute ist das die Lösung für die Wirtschaft. wissen, Arbeitsklima steht weltweit bei kleinen und großen Firmen auf Platz eins, zwei oder drei. Also wirklich vorne an der Spitze. Wie gehen wir miteinander Und jetzt drehe ich das Ding noch mal ein bisschen. Ich weiß, da kriege ich immer eine Welle ins Gesicht, aber das halte ich aus. Wir wissen eigentlich alle, Gefühle und Empathie ist die Domäne der Frauen.
Das heißt, Frauen werden eine ganz andere Rolle in der Wirtschaft der Zukunft spielen als bislang hier so bisschen Quotenfrauen und diese... Ich kann das gar nicht hören. Ja, ich weiß, Männer sind auch empathiefähig und haben das auch, aber wir feiern Durchsetzungskraft als männlich. Dann darf ich auch mal diese Domäne der Frauen hier hervorheben. Also, die Welle könnt ihr euch sparen gegen mich.
Victoria (13:54.935)
Schauen wir mal, was für fiese Kommentare dann unter diesem Interview steht.
Greta Silver (13:56.335)
Ja, genau, genau, Also, da tut sich viel. Und insofern, ja, also die Wirtschaft, ach so, und das ist natürlich auch noch wichtig, das ist tatsächlich in unserem Land kaum bekannt. Also, obwohl die Wirtschaft wirklich in meinen Augen mit zwei blinden Flecken auf den Augen durch die Gegend läuft, also die Alten aussteuert, die Jungen aussteuert und in der Mitte...
sagt Gallup uns, wo es lang geht, stehen wir an dritter Stelle der Weltmacht. Also ein Ältester, der wirklich im Business unterwegs ist, sagte, nee, Mami, da kommt erst noch Indien und Japan. Ich sagte, google das bitte. Vor uns steht nur China und USA. Das sind Riesen. Und dann kommt klein Deutschland.
Victoria (14:28.982)
Das ist immer noch aktuell mit Bruttoinlandsprodukt, dritter Platz.
Victoria (14:46.834)
Okay, das ist interessant, weil ich wusste, dass es irgendwann mal Platz 3 mit Bruttoinlandsprodukt oder was auch immer da zur Bemessung genommen wird, aber ich dachte, das ist schon 15 Jahre alt, deswegen, ich dachte, ich bin gar nicht mehr auf dem neuesten Stand, das ist immer noch so. Ist das so?
Greta Silver (14:51.95)
Nein, nein.
Greta Silver (14:56.686)
Ja, genau. Ich habe auch jemanden gehört, der dachte, okay, das war natürlich mehr ein Joke, aber die Richtung stimmt schon. Ich habe gedacht, kommen nach Bangladesch. Also Bangladesch, verzeihe, dass ich dich hier als Beispiel nehme. was ist denn unser Gefühl? Sind wir uns eigentlich bewusst, was wir für eine Stärke haben, was wir schaffen und was wir für Potenzial haben? Diese 60 Prozent Kaufkraft habe ich gelernt, entsprechend 1,7 Billionen Euro. Oder?
Victoria (15:25.846)
Da weiß gar keiner wie viele Nullen das sind.
Greta Silver (15:27.988)
Nein, genau. Also man kann die Zahl auch anders ausdrücken, nämlich 1700 Milliarden Euro.
Victoria (15:34.572)
Okay, und, genau, und Milliarden sehr, ja, okay, da kann man...
Greta Silver (15:37.726)
Also wir reden wirklich von Masse und dass da die Wirtschaft jetzt allmählich so und so.
Victoria (15:39.911)
Wir reden von ziemlich viel Geld.
Greta Silver (15:46.991)
die Kurve kriegt. Und du hattest es auch gerade schon erwähnt, in Zeitschriften tauchen jetzt ältere Models auf, aber auch einige Firmen haben schon umgeschaltet. so, also auch ich stehe ja als Markenbotschafter zum Teil dafür. Ich greife mir natürlich auch. Ich war auf so einer Veranstaltung, wo das möglich war. Nur meine Antworten waren dadurch möglich.
wo ich den CEO von einem großen Handelsunternehmen anspreche und sage, wie sieht das damit eigentlich aus? Und dann sagt der, ja, wir haben für diese Gruppe auch einen Katalog. Ich kenne den Katalog. Das würde ich noch nicht mal tragen, wenn ich 90 bin, aber das konnte ich nicht sagen, weil wir da in so einem Kranichstall sind.
Victoria (16:35.666)
Wir werden jetzt auch nicht den Namen des Unternehmens erwähnen, das hier anonym zu halten.
Greta Silver (16:38.094)
Nein, dieses, so und dann sagte er ja, ich habe aber neulich mit dem und dem gesprochen, habe auch gesagt, wann willst du eigentlich mal deine Center umbauen, dass sie nicht mehr auf 30-Jährige abgestimmt sind? Und da war natürlich auch bei der Veranstaltung jemand, der da den Hut auf hatte. Und dann habe ich den angesprochen, was ich da gerade so gehört hatte. Und dann sagte er, solange das ein Unternehmen, was wirklich, wo jeder denkt, das ist für Junge, den meisten Umsatz macht, stelle ich nicht
Auch da war ich zu höflich zu sagen, sind Sie mal reingegangen, wer da kauft? Ich kauf da auch. Ich kauf da meine T-Shirts, kauf da meine Sackos, kauf da meine Jeans oder so etwas. ich hab nicht gedacht, dass das Brett in den Köpfen der Menschen immer noch, obwohl ich jetzt schon seit zwölf Jahren unterwegs bin mit dem Thema, so massiv ist, dass man
Glauben die, das waren keine 30-Jährigen, denen ich da gesprochen habe, das waren Mitte, Ende 50 oder auch schon über 60-Jährige, glauben die wirklich, dass die dann da ihre Klamotten kaufen? Was für Bilder haben wir im Kopf? Du kannst mich unterbrechen, aber ich springe jetzt gleich schon mal zur weltweiten Studie von Professor Verena Klusmann.
Nur das Wort Altersbilder. Googeln landet man auf der Webseite der Uni Konstanz. hatten sie den Hut auf für diese Studie. Menschen mit einem positiven Altersbild leben 7,6 Jahre länger, sind gesünder und haben mehr Spaß im Leben und noch viel mehr. Das sind jetzt mal so drei Sachen, die ich daraus backe. Wir bestimmen. Wir altern so. Und dann muss eigentlich auch... Also so geht das bei mir. Dann komme ich von einem Punkt auf den anderen. Dieses Thema von Professor Hüther.
Die Hirnforschung kann heute etwas messen, was wir schon lange wissen. Früher hieß es, egal was du denkst, du wirst recht behalten. Heute, sagt die Hirnforschung, dein Gehirn wird alles tun, damit du Recht behältst. Das bedeutet, ja, und zwar kennen wir das aus dem Alltag. Wenn wir uns für eine Automarke, für eine Hunderasse entschieden haben oder mal schwanger waren, sehen wir plötzlich alle Kugelbäuche draußen und wir sehen, dass das auch die Automarke und die Hunderasse schon viel häufiger da war.
Victoria (18:35.158)
das zu unterfüttern quasi immer.
Greta Silver (18:53.428)
Das Fatale ist, alles war vorher auch schon da. Unser Gehirn hat das ausgeblendet. Das heißt, es zeigt uns die Bilder, die zu unserer Denke passen. Und so hören wir auch nicht das ausversehen nette Kompliment des doofen Kollegen. Und ich will meine Chancen sehen. Also muss ich da oben wirklich freischalten und sage, das wird heute ein Tag wie ein Kindergeburtstag. Es wird was Tolles passieren. Ich weiß noch nicht was. Heute weiß ich jetzt, es ist dieser Podcast, was hier Tolles in die Welt kommt.
Victoria (19:21.974)
Danke!
Greta Silver (19:23.254)
Also dieses, wie gehe ich in den Tag? Wie programmiere ich mich quasi selber? Was habe ich für Möglichkeiten, leicht für sich durchs Leben zu gehen? Also ich möchte nicht nur das Dober sehen, ich möchte auch meine Chancen
Victoria (19:38.614)
Ich würde da an dieser Stelle voll gerne einhaben und zu dem Punkt kommen, wo du gesagt hast, du hast eben gesagt, du machst das jetzt seit zwölf Jahren. Und, äh, mal zurückrechnen, 66. Mit 66 Jahren fängt das Leben an. War das so geplant? Nee, oder? Udo Jöns?
Greta Silver (19:52.206)
Nee, kann ich nicht. Ich soll mit anderen in Rente gehen, gehe ins Netz und mache YouTube-Kanale.
Victoria (19:57.579)
Genau, du hast angefangen, einen YouTube-Kanal aufzumachen und das war ja sogar noch zu einer Zeit, wo auch, ich sag jetzt mal, auch die jungen Leute noch nicht alle verstanden haben, dass YouTube cool ist. Nimm uns doch mal mit, bevor wir nachher noch auch zu dem, was du heute machst, einsteigen. Nimm uns mal so mit durch die letzten zwölf Jahre, was so, ich sag jetzt auch mal so die, nennt man das Selbstständigkeit oder dein Business, nenn ich das jetzt mal einfach.
Greta Silver (20:05.614)
Nehm!
Greta Silver (20:19.687)
Ja, das ist mein Business.
Victoria (20:22.998)
Wie das so gelaufen ist, weil wie gesagt, ich hab immer so in der öffentlichen Warnung immer das Gefühl, ab 50. Gefühl, jetzt auch so in der Crater Economy, irgendwie fast keine Leute mehr da. Und auch in der realen Welt hab ich auch das Gefühl, dass viele dann ab 60 auch so anfangen, so äußerlich unsichtbare sich zu kleiden und generell irgendwie mehr abzutauchen oder... Das ist so die öffentliche Wahrnehmung.
Greta Silver (20:33.678)
Ja, Willi.
Greta Silver (20:43.63)
Das können wir nachher noch mal glatt ziehen.
Victoria (20:49.68)
die ich sehe, aber da können wir nachher auf jeden Fall nochmal darüber reden, was sich auch gerade gesehen hat. Aber gehen wir doch erstmal auf deine Story ein, weil wie gesagt mit 66 Jahren anzufangen YouTube, ich glaube, jetzt mal YouTube-Star zu werden, ist ja auch richtig cool.
Greta Silver (21:01.806)
Ja, das ist ja auch mal ein großer Vorteil, dass es da noch nicht so viel am Markt gibt und gab, die in meinem Alter da noch irgendwie da was Neues hinlegten. Also meine Schwierigkeit war, ich konnte keinen fragen. Ich hatte niemanden, ich hätte mir tatsächlich auch gerne jemanden gekauft damals, der mir so ein paar Schritte dabei gebracht hätte. Aber das habe ich nicht gefunden, das gab es nicht.
Also learning by doing, am Anfang gibt es die Tutorials, aber irgendwann war das ja zu Ende. Und dann gibt es die Communities. Und da sitzen in meinen Augen 14-Jährige, die das wirklich in Fleisch und Blut übernommen haben. Und dann habe ich gesagt, ich komme hier nicht weiter und da stehe ich. Ja, mach mal das und das. Nee, sage ich, habe ich schon. Ja, jetzt musst du dann das und das. Ja, habe ich auch schon. Mensch, Greta, wieso sagst das nicht gleich? Ich ich kenne eure Ausdrücke nicht. Ich weiß gar nicht, wie ihr das nennt. Ich kann das nicht benennen. Also.
Und dann hatte ich glaube ich so bisschen Welpenschutz rückwärts.
Victoria (22:06.128)
Wir helfen ihr über die Straße, der gute Dame.
Greta Silver (22:08.13)
Genau. Ich hab also recht schnell an mein Alter gesagt und dann waren die also ganz zauberhaft. Aber ich hab ein halbes Jahr gebraucht, bis man mich gefunden hat. Also ich habe wirklich so unfassbar viele Stunden da reingesetzt. Ihr kennt das selber ja auch sehr gut. Ich bin mal in Nacht aufgestanden, hab mir gedacht, da muss noch ein Haken hin. Und dann wird es sein. Und dann waren wieder drei Stunden und das war immer noch nicht gelöst, Problem.
Also das hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich das Ding wirklich zum Laufen hatte, dass ich diese Ausdauer hatte. Ich hatte mir nämlich ein halbes Jahr genommen, mal zu gucken, was passiert. Aber jetzt hatte ich da so viel Liebe und Energie und ich weiß nicht, was alles reingesteckt, dass ich das jetzt mit einem halben Jahr nicht aufgegeben hatte. So und habe dann weiter gemacht. So, dann lief das an und da hat sich mein Weltbild verändert. Ich dachte wirklich ein bisschen, ich bin so ein bisschen exotisch unterwegs, so als...
Und dann hieß es, Gott, Greta, Gott sei Dank, endlich nimmst du da mal den Grauschleier weg. wenn man 60. Geburtstag feiert, dann heißt es ja auch, Mensch, schade, sie wird jetzt 60. Es war doch eigentlich eine ganz nette Frau. Das Gute war, es hat vor mir keiner ausgerechnet, dass von 60 bis 90, genauso lang ist wie von 30 bis 60, dass wir da noch mal so ein fettes Lebenspaket bekommen.
Victoria (23:15.19)
Hohohohoho
Greta Silver (23:27.578)
Also das war und ist auch heute noch für viele einmal durchatmen. Dann kann ich auch noch ganz, ganz viel machen. Ja, wie gesagt, der YouTube-Kanal hat jetzt also 7 Millionen Aufrufe und über, glaube ich, Filme draufstehen. So, was kam dann? Die Reihenfolge mag nicht stimmen. Ich habe drei Spiegelbestseller draußen und dann kam Podcast auf Markt.
Ich wurde angesprochen, also willst du nicht auch einen Podcast machen? Nö, ich habe einen gut funktionierenden YouTube-Kanal. Brauche ich nicht, brauche nicht. Und dann sehe ich mich noch vom Esstisch zur Küche gehen und dachte, ich weiß nicht, wo der Gedanke her kam, aber cool wäre es schon, wenn du das könntest. Und dann wusste ich, der Schalter ist umgelegt und ich schmeiße mich da noch mal rein. Die haben ein anderes Vokabular und das ist irgendwie noch mal was anderes gewesen und habe da meinen YouTube-Kanal aufgemacht.
Der hatte also ab, ich weiß gar nicht wie viele Millionen, ja nicht mehr die Follower zählt. Also für mich, also ich bin stehengeblieben bei 340.000 Followern. für, ich denke, ey, ich bin so ein altes Schlagtschiff. Wer interessiert sich denn dafür? Aber Alter ist tatsächlich bei ganz vielen auf der Schulter. Und wenn man da Leichtigkeit ins Leben bringen kann, dann ist das schon enorm. Also ich hab angefangen so ein bisschen.
weil ich im früheren Leben auch mal freie Journalistin war. So Recherche, was kann man da machen? Also kostenfrei verreisen zum Beispiel, wie kriegt man das hin? Das sind meine ersten Videos, die stehen da tatsächlich auch noch. Weil ich möchte, dass man die Entwicklung auch sieht. Ich war allein im Haus, ich mir die Musik angemacht und hier vorher getanzt und ich dachte, ich wäre die Lockerste am Start. Und meine Kinder sagen, Mensch, Mami, bist doch eigentlich viel lockerer oder so. Ich konnte es nicht besser.
Ja, aber so fünft.
Victoria (25:18.94)
Ich hab hier gerade den YouTube-Kanal offen und hab auf ältestes Video, man kann die ja sortieren. 11 Jahre her, kostenfreie Auslandsreise, versichertro, Senior Expert Greta Silber.
Greta Silver (25:23.32)
Aia!
Greta Silver (25:28.334)
Ja, genau, als Senior-Expert. Das wissen auch ganz wenige, nur es ist eine Organisation der Bundesregierung im Zusammenschluss. Der Handelskammer und noch irgendwas. Weiß ich nicht gerade. Und dann wird man ausgestattet, geimpft. Ich weiß nicht was alles. Ich glaube, mindestens muss man für vier Wochen raus und längstens für vier Monate.
und beredet dann da andere Unternehmen. Das ist im Zuge von Entwicklungshilfe letztendlich. Man ist so was von abgesichert und kann aber hinterher noch Urlaub dranhängen. dann habe ich natürlich, wie sich das für anständige Recherche auch gehört, Leuten telefoniert. Dass es das gibt, habe ich selber in meinem Urlaub in einem Hotel kennengelernt. Da war jemand, der da Hilfestellung gab.
Aber es ist nicht nur das Management. Wenn man weiß, wie man eine Näherei aufbauen kann oder wenn man weiß, man eine Buchhaltung führt oder so etwas, also bitte Senior Expert Service, so heißt es ausgesprochen SES, googeln und mal gucken, was man da alles Tolles machen kann, wo man sein Wissen einbringen kann. Und dann fragt dich natürlich auch, ja, also Unterbringung und Verpflegung ist vor Ort. Und da war ich so bisschen zögerlich.
Und dann antwortete er, gehen Sie mal davon aus, wenn Sie von der deutschen Bundesregierung kommt, man wird Ihnen also auf Erden breiten. Also auch das ist eine Möglichkeit. Genau, so habe ich angefangen. Und dann ging mir so ein bisschen die Themen aus und dann habe ich gedacht, ja, vielleicht mal gucken, wie kann man denn locker alt werden? Was kann man denn machen? Worauf kommst denn an? was ist es so im Leben? Und das ist das, was ich ja heute noch weiter bringe. Und heute stehe ich auch in Firmen auf der
Die Reihenfolge mag nicht stimmen, bei Kongressen, aber auch in Unternehmen, wie bringt man die Jungen mit den Alten zusammen? Diese Fragestellung. Oder jetzt bei der Krise und vielleicht auch Übernahme, mir mein Job erhalten? Wie kriege ich Stabilisierung in die Unternehmen rein? Es ist meistens deutlich einfacher als immer.
Victoria (27:45.847)
Als Modikt.
Greta Silver (27:46.414)
Also da gibt es eine Menge. Und was mache ich noch? Markenbotschafter bin ich auch, habe ich erzählt. Das ist eigentlich
Victoria (27:54.695)
Genau, Speakerin, also du, auf deiner Website steht, du machst Markenbotschaften, Speakerin, dann hast du natürlich hier Keynote Speakerin, Stimme der Generation 50 plus. Du hast auch noch gesagt, genau, Bücher hast du dann auch noch.
Greta Silver (28:07.943)
Ja, genau, drei Spiegel mit Zeller. Da ist schon eine Menge drin, was man machen kann. Wo auch die Angst vom Alter genommen wird.
Victoria (28:17.238)
Aber das heißt, es ist ja auch gut diversifiziert, dass du quasi, du bist nicht nur quasi dann als Speakerin unterwegs, sondern auch Markenbotschafterin. Das heißt, Unternehmen können dich quasi auch selbst buchen sozusagen für einzelne Marken.
Greta Silver (28:28.846)
Ja, ja, gestern war ich vor der Industrie und Handelskammer und da sind dann auch wieder viele Firmen, da in diesem Verbund sind und ja, alles Mögliche, alles Mögliche. Und ich freue mich, dass ich neue Gebiete auch erobern kann. Gestern war das eine Herausforderung für mich, mir sprachen nämlich ein Uni-Professor, wo ich dann immer denke...
Ja, also der hat Forschungsergebnisse über das Alter dargelegt und was da alles Tolles zusammenkam. Er hat mir quasi das Bett bereitet. Also ich musste das gar nicht mehr beweisen oder so. Ich konnte darauf aufbauen. Das war schon ganz toll. 40 Minuten Redezeit, passt eine Menge rein. Oder ich kriege da eine Menge rein.
Victoria (29:18.48)
Wenn man das quetscht, dann kriegt man dafür rein.
Greta Silver (29:21.038)
Ja, aber außerdem saßen da ja, was weiß ich, die Geschäftsführer oder HR Leute, die hatten sich mit dem Thema ja schon befasst. Ich muss nicht mehr bei Adam und Eva anfangen. Also insofern war das also schon so eine geballte Ladung, die dann da sichtbar werden konnte, was alles machbar ist und worauf man verzichtet. Und wenn man das nicht nutzt, was man da machen kann, das war schon toll. Das mache ich gerne und ich arbeite.
Victoria (29:44.342)
Mhm.
Greta Silver (29:49.447)
Ich kann das gar nicht unbedingt als Arbeit bezeichnen. weiß gar nicht, wie das bei dir ist. Du bezeichnest unser Gespräch, glaube ich, hoffe ich, hoffe ich, auch nicht als Arbeit. Das ist doch ein toller Austausch und man erfährt was.
Victoria (30:02.25)
Naja, ist ja der beste Fall. Also ich sage immer so ein bisschen, wenn ich in diesem Podcast mit Leuten rede, weil dieser Podcast ist vor allem für so fortgeschrittene Online-Unternehmer, Menschen, Creators, Leute, die halt so was in die Richtung machen. Und ich sage immer so, alles, was wir hier berühren, sind Luxusprobleme. So, weil wir machen den ganzen Tag Sachen für die andere Leute, also für die andere, was so Traum ist. So ja, okay, ich setze mich ins Internet und rede halt so bisschen. Ja, wie anstrengend ist das denn? Deswegen sagen auch sehr viele Leute, mit denen ich rede.
Unter anderem auch vor allem Eltern, dass die Arbeit in diesem Bereich für sie so bisschen ihre Me-Time ist. so Selbstfürsorge, das ist so meine Arbeit, ich mache das gerne. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht sehr, sehr auch anstrengend sein kann, aber am Ende des Tages ist es natürlich auch ein Luxus mit sowas Geld verdienen zu können, was ja vor vielen Jahren noch gar nicht möglich gewesen ist.
Greta Silver (30:35.086)
Ja! Ja! Ja!
Greta Silver (30:49.93)
Nee, ich darf ja auch, bei der Hamburg Media School bin ich im Beirat, bin ich Dozentin und in der Jury. die hatten das auch nicht so wirklich auf dem Schirm, dass das Alter eine ideale Zeit ist, Unternehmen zu gründen und dass da man auch mal hingucken sollte und nicht nur von 20 bis 25, die sowas auf die Beine stellen.
Ja, es ist spannend. Also mein Problem ist, ich finde alles so spannend und schrei überall hier. Hier, ja klar, mache ich mit, mache ich mit, mache ich mit. Und dann kriege ich noch ein bisschen Zeitprobleme. Also da darf ich mich noch ein bisschen weiterentwickeln.
Victoria (31:32.265)
Ich glaube, das haben auch ungefähr fast alle Leute gemeint, in diesem Podcast sitzen, dass die Anzahl der Möglichkeiten und Gelegenheiten und was an einen so herangetragen wird, ab einer bestimmten Sichtbarkeit ist es halt einfach mehr, als man es machen kann. Und die meisten Leute sagen dann am Anfang ja zu allem und irgendwann kommt so ein Punkt, man merkt, okay, ich schaffe das nicht mehr und muss dann irgendwie Grenzen setzen. Und ich glaube, da muss man halt auch so bisschen sein Angebot führen. Und man muss sich, glaube ich, auch entscheiden, was man macht. Weil wenn du zum Beispiel sagst, du bist Markenbotschafterin oder Speakerin, dann kannst du mit einem Auftritt zum Beispiel viel mehr Leute erreichen, als wenn du
Greta Silver (31:44.752)
Ja.
Victoria (32:01.814)
Zum Beispiel 1 zu 1 Beratung für Einzelpersonen oder so was machen kannst. Ich weiß nicht, hast du das mal gemacht?
Greta Silver (32:03.944)
Ja absolut, absolut, absolut.
Also Mentoring habe ich auch lange gemacht. Da habe ich ein kleines Problem. Also da steigt man ja so ein. Ich sage vorher, dass ich ein Mensch bin, der mit Lösungsvorschlägen auf den Tisch kommt. Also ein Coach macht das nicht, habe ich gelernt.
Victoria (32:30.518)
Coach stellt ja Fragen, genau.
Greta Silver (32:31.912)
Das bin ich nicht. Sondern ich schmeiße da so ein Sortiment hin und derjenige kann dann gucken, ist das was, ist das nicht und weiß auch, wenn er sich für was anderes entscheidet, ich gehe den Weg mit und ich sage hinterher nicht, er, Cibetschi habe ich gleich gesagt oder so, das sind ja alles so Wege. Aber was meine Schwierigkeit ist oder ich nicht klar genug sage, Leute, es ist ein Business, wir sind nicht befreundet.
Also dieses, wo ist die Grenze? Man ist sehr persönlich, ich bin auch sehr persönlich, erzähle viel aus meinem Leben. wir haben da so eine Verabredung und das bleibt unter uns. Damit gehen wir jetzt nicht raus. Und trotzdem ist es keine Freundschaft. Dieses, ich brauche auch meinen Prüffertraum. Das kann ich noch nicht so gut. Vielleicht kann ich das ja mit 90 viel besser als jetzt. Wer weiß schon.
Das war Marc, hier ist Ophi.
Victoria (33:30.391)
Das ist natürlich auch wirklich, wenn man auf Bühnen steht, natürlichen Abstand hat. Allein schon durch die Erhöhung, wo man steht quasi. Aber das ist interessant, dass du das so sagst. Und das ist super spannend, weil du natürlich auch ein Thema hast, was so sehr auch in diese super persönliche Richtung gehen kann. Also du hast ja im Prinzip, das Thema haben wir auch sehr oft in diesem Podcast, die Nische. Viele Creator suchen ihre Nische. Also was ist mein Thema und so weiter.
Ich persönlich komme aus einer sehr fachlichen Richtung, Webdesign, wo ist der Knopf und Positionierung und Websites und Businessaufbau und Geschäftsmodelle. Alles relativ hart, wenn man so will. Bei dir ist ja so bisschen die Nische auch so deine Haltung zum Leben, wenn man das so will. Und das ist natürlich auch sehr persönlich, was so natürlich die Leute angeht, weil du gehst ja dann im Prinzip nicht auf was, man so so, keine Ahnung, bei Business kann man ja sagen, ja, das ist jetzt mein Business, ich und hier geht es jetzt keine Ahnung, den Umsatz.
Greta Silver (34:12.558)
Ja, absolut. Danke.
Greta Silver (34:25.934)
Ja.
Victoria (34:26.258)
Und hier habe ich mein privates Ich. Wenn man dagegen über die Themen spricht, die du vertrittst, dann ist es ja so sehr identitäts- und teilweise wahrscheinlich auch Existenzkrise und Sachen, die so sehr, sehr, sehr tief gehen.
Greta Silver (34:37.812)
Ja, wobei, also ich unterscheide da sehr. Bei mir erfährst du nicht, was ich gestern gegessen habe oder wo ich gerade bin. Ganz selten mal, wo ich auf der Bühne bin. Aber mir ist mein Privatleben auch enorm wichtig. Aber was mir das Leben beigebracht hat. Das erste Buch, was ich geschrieben habe, wie Brausepulver auf der Zunge.
krieg dich vom Verlag zurück. Es waren sechs Verlage, die sich für mein erstes Buch beworben haben. Das muss ich leider so formulieren. Das schmilzt immer noch wie Schokolade auf der Zunge, weil Alter gerade das Thema war. Und dann sagten die, das begreift kein Mensch. Du sagst, du hast nur Abitur und sonst gar nichts. Und dann hast du aber
Victoria (35:14.355)
Ist doch super!
Greta Silver (35:29.962)
für Sternhotel eingerichtet. Wie geht das denn? Oder du warst selbstständig und dann hat man dich aber gemobbt. Wie geht das? Also schreibe jetzt nochmal eine Biografie. Und dann habe ich dann nochmal 80 Seiten. Das kann ich übrigens sehr empfehlen für jeden. Ich wusste auch vorher alle Stationen.
Aber wie sehr da ein roter Faden drin ist, das habe ich beim Schreiben erst gemerkt. Dass ich dachte, Mensch, das, du da so gelernt hast, das konntest du da wieder anwenden und so. Also es häkelte sich irgendwie so was zusammen. Das war ganz spannend. Und insofern ergibt eins das andere. Und ja, ich habe über die traurigen Zeiten meines Lebens auch berichtet. Also das eine ist ja vielleicht leichter zu beschreiben.
Das war der Frühtod meines Vaters, als ich 19 war, und er war mein Held. Und wie ich da aus der Gube rausgekommen bin und so. Aber wenn da jetzt noch Personen rumlaufen, wie zum Beispiel mein Ex-Mann, mit der jetzt durchaus mein Freund ist, wie gehe ich damit Und dann haben die ja Mitspracherecht, kannst du das so freigeben und ist das für dich okay und so? Und also mit den Privaten und ...
Fotos von Enkelkindern oder so, das ist nicht der Fall.
Victoria (36:48.69)
Aber ja, das ist ja auch dann wahrscheinlich sehr schwierig, weil du ja tatsächlich, wenn du sagst, Lektionen aus dem Leben, dann will man ja wahrscheinlich auch gerne wissen, was denn dann quasi so die Geschichten sind.
Greta Silver (36:55.806)
Ja, ja, was ist da passiert? Das schildere ich auch schon deutlich. achtsam, sagen wir mal so. Und nicht das tägliche. Und gestern war ich auf einer Party oder so. Das versuche ich alles zu trennen. Bei mir kommt ja noch wunderbarer Weise dazu. Ich habe ja einen Künstlernabel, also Silber nach den Haaren. Und weil ich das auch so bisschen als Schutz wollte.
Und dann kann ich Frieda Silver zur Seite stellen und habe dann wieder meinen normalen Namen. Ich bin deswegen keine gespaltene Persönlichkeit, was in der Psychologie oder in der Krankheitsgeschichte wohl dann sehr bedenklich wäre.
Victoria (37:30.774)
So
Victoria (37:36.95)
Ja, bist du denn auf der Straße erkannt? Also komm Leute, uns sagen, hey Greta!
Greta Silver (37:39.791)
Ja, heute Morgen gerade. Heute Morgen gerade. Also ich finde das angenehm. Erstens ist der Hamburger sehr dezent, das ist also nicht so wild. Leute, ne? 140.000 Follower bei Instagram, gibt's die wirklich oder ist das nur eine Zahl? Also und wenn man die dann mal live sieht, ich begrüße auch, wenn ich Lesereisen damals machte, stehe ich an der Tür und begrüße jeden mit Handschlag.
Victoria (37:43.238)
Wie fühlt sich das an?
Greta Silver (38:08.463)
Ich finde das toll, dass die da plötzlich zum Anfassen sind. Insofern finde ich das auch nicht schlimm, wenn man mich anspricht oder fragt, können wir ein Selfie machen oder so.
Victoria (38:17.494)
Du findest das nicht übergriffig oder so. Es gibt Leute, sagen, wenn jemand kommt und will ein Selfie mit mir, das geht gar nicht.
Greta Silver (38:23.246)
Nö, also das geht schon. Ich finde schön, dass ich die Menschen dann auch mal so privat sehe. ich meine, wenn es die nicht gäbe, welche Hand kriegt dann Dagmar Tersilla? Das sind doch schon so. Und die sind mir auch alle nahe und die schildern mir auch oftmals ihre Probleme und wo es da hakt und so. Manchmal kann ich dann auch tatsächlich in den Kommentaren da Tipps geben. meine, irgendwann ...
muss ich das glaube ich aufgeben, weil das so zeitintensiv ist. Ich freue mich natürlich über jeden Kommentar, aber ich denke auch manchmal, das schaffe ich jetzt nicht. Also, musst du nachher noch und machst du nachher und so.
Victoria (39:02.13)
Du hast ja auch eben gesagt, hast mehrere Bücher geschrieben. Was ist denn so der Unterschied für dich auch? Also ich mein, Buchschreiben ist jetzt zum Beispiel was ganz anderes als ein YouTube-Video aufzunehmen. Was spielen denn so die einzelnen Kanäle oder so für Rollen für dich? Hast du da irgendwie...
Greta Silver (39:13.22)
ja, ist ein wundervolles Stichwort, denn als meine Lektorin kam und sagte so, jetzt ist ein drittes Buch fertig, ich nee, das passt gerade gar nicht. Das passt gerade gar nicht. Ich baue nämlich hier auf dem Grundstück und das ist alles viel zu viel. Ach so, ich habe aber schon so eine Idee und einen Titel. Und dann hat sie da, glaube ich, die Buchidee, das bringt dich selbst zum Leuchten. da könntest du das mit reinnehmen und so. Ach ja, das ist ja kein Problem. So, dann habe ich das geschrieben. Jetzt erzähle ich das meinem
Jüngsten mit dem zusammen mich, nämlich ein Doppelhaus auf meinem Grundstück, guck mal ich zeige da hinten hin, da steht das aus, gebaut habe und er sagte, Mensch, das könnte ein bisschen eng werden jetzt hier mit der Baustelle. Ja, ich auch erst gedacht, aber ich glaube, das kriege ich gut hin. Er brauchst du denn noch ein drittes Buch? Ich sage, ja unbedingt. Und dann wollte er wissen, warum. Ich sage, dieses Abtauchen in Themen.
Das macht was mit mir. Das ist einfach, als hätte ich so eine Schatzkiste in mir, aus der ich das da alles rausholen kann. Und dann stellt er die wichtige Frage, und vielleicht ist die auch für dich eine wichtige Frage, kannst du das auch woanders bekommen? Ja, beim Podcast. Also YouTube-Filme sind zu kurz, da stelle ich mich vor die Kamera, da habe ich eine Überschrift im Kopf und dann entsteht der Film beim Sprechen.
Und was ich da vergessen habe, das kommt dann in nächsten Film. Das war ja früher auch so meine Sorge. Gott, hast du das an alles gedacht und so? Ich greife mir da irgendwie ein Thema raus und spreche nochmal. Aber beim Podcast, da möchte ich auch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen und nochmal in die Breite. Und was gehört denn da noch dazu und da noch dazu? Und das hat er mir durch diese Frage geschenkt. Das war mir vorher nicht bewusst.
Victoria (40:55.126)
Aber du hast doch trotzdem Buch geschrieben, oder? Du hast drei.
Greta Silver (40:58.216)
Ja, natürlich, das war ideal. Dann kam nämlich noch Corona und ich saß bei mir auf der Terrasse und schrieb mein Buch und dahinten wurde gebaut und das war alles gar kein Problem.
Victoria (41:07.868)
Aber das heißt, seitdem ist erst mal nichts gekommen an Büchern oder hast gesagt drei?
Greta Silver (41:12.046)
Nein, nein, tatsächlich nicht. Ich hatte verschiedene Titel im Kopf. Das hatte aber andere Gründe, wieso ich das dann noch mal verschoben habe, da noch mal verschoben habe und so. wer weiß, also ich bin ja 120, das habe ich mit 17 entschieden. Bei Omas Geburtstag, also was Besseres kann man gar nicht machen. Oma hatte, ich glaube, zu ihrem 76.
zu ihrem letzten Geburtstag eingeladen. Und wir stehen, wir Cousins und Cousin stehen da.
Victoria (41:42.134)
Ihr habt das als den letzten Geburtstag angekündigt? Okay.
Greta Silver (41:44.495)
Genau. Und ist Oma denn krank? Die sieht doch ganz fit aus und so. Und mein, sind alles Mädchen bis auf einen Cousin, der sagt, das ist sowieso gescheuert. Kein Mensch weiß, wann der stirbt, was soll der ganze Quatsch. Aber mir tat Oma so leid, die weiß, dass sie demnächst sterben wird. Das muss ganz fürchterlich sein. Da hab ich mich hingestellt und das hab ich wohl offensichtlich im Geiste fotografiert. Ich sehe mich da noch stehen und sag, das mach ich nicht. Ich mach das nicht wie Oma.
Ich entscheide jetzt, ich werde 120 und wenn ich mit 100 gehen muss, auch okay. Und das habe ich verhindert, das wusste ich gar nicht, viele Jahre. Oma hat zehnmal ihren letzten Geburtstag gefeiert, weil das das Erpressungsmittel war für den Rest der Verwandtschaft, dass sie kommen mussten. Aber das haben wir ja nicht durchschaut, als Enkelkinder.
Victoria (42:31.286)
Ja, das muss auch ein ziemlich harter Take sein, wenn man denkt, okay, das ist das letzte Mal und alle müssen jetzt antreten und so weiter. Das ist natürlich krass. Okay, aber 120 finde ich gut. Das ist ja auch gleichzeitig dieses Longevity-Thema, was alle so beschäftigt. Und dass die Einstellung so einen großen Unterschied bei allem macht, was man tut, ja auch vielen inzwischen ein Begriff. Und ich finde das auch spannend mit diesen Büchern, was auch gesagt ist, weil es gibt ja auch ganz viele Leute, heutzutage...
Greta Silver (42:35.95)
Ja, ja, geht doch, geht.
Greta Silver (42:48.283)
Ja.
Victoria (42:56.186)
einfach dann entweder einen Ghostwriter beauftragen. Aber auch gerade, wenn du viel Content schon gemacht hast, kann man ja theoretisch dann auch so Best-ofs aus quasi Audio-Essays aus dem Podcast und alles Mögliche machen. Das heißt, das ist ja dann auch einfach eine Art, wie man den Content nochmal auf eine andere Art sozusagen verwertet.
Greta Silver (43:10.638)
Ja, also es ist sicherlich auch noch viel einfacher, aber es würde mir ja dieses unglaubliche... Ja, genau, da drin zu wählen, das ist glaube ich auch wirklich ein Vorteil des Alters. Die Schatzkiste ist voll.
Victoria (43:18.843)
Ja, die Schatzkiste, das Schatzkistengefühl wäre da genommen.
Victoria (43:27.976)
Und natürlich sind ja auch Bücher, sagen wir es mal ganz ehrlich, bei allen Leuten die beste Monetarisierungsmethode, sondern oft ist ja, man einen Speaking-Auftrag hat oder bisschen größere Verträge, sind ja meistens deutlich lukrativer, außer wenn man halt so richtige Best-Bestseller hat und so weiter, was du ja hast. Aber das ist ja auch mal so bisschen, wie setzt man seine Zeit am besten allen, wenn man dann auch Lust hat und wo hat man auch die meisten Wirkungen quasi, was einem auch meisten Spaß macht.
Greta Silver (43:53.455)
Ja, ganz ohne Frage. spielt da schon alles mit rein und da hat auch jeder seine anderen Gründe und jeder Grund ist völlig in Ordnung in meinen Augen. Und dann ist noch die Frage, wer liest heute noch Bücher und so was alles, kann man alles damit reinschmeißen.
Victoria (44:07.952)
Naja, die Zielgruppe 50 plus liest ja wohl auf jeden Fall Bücher. Also die ganz jungen ja auch wieder, aber das sind ja sogar die, auch physisch, also ich bin auch so ein physischer Buchmensch und so weiter. Aber es wird ja auch mal gesagt, das auch gerade so alles haptische wird ja auch von der Zielgruppe noch viel mehr geschätzt, auch gerade die gedruckten und so.
Greta Silver (44:26.722)
Also ich sitze sowieso schon so viel vor diesem Ding hier, dass ich nicht noch, also ich lese nachts im Bett, dass ich da nicht noch ein Kindle oder was weiß ich was es da gibt.
Victoria (44:36.294)
Ja, 100 % mache ich ganz genauso, weil ich denke so Bildschirm reicht jetzt einfach und äh...
Greta Silver (44:40.166)
Ja, das reicht mir und da brauche
Victoria (44:44.47)
Von daher sind Dücher dann am Ende, wenn jetzt auch gerade die große Welle kommt nach dem ganzen Analogen, ist dann wieder the place to go quasi. Aber noch mal zu deinem Podcast. Du hast ja auch so einen coolen Namen, den kannst du noch mal dem Publikum sagen, wie der Podcast heißt. Das so schön.
Greta Silver (44:59.572)
Glücklich sein ist eine Entscheidung.
Victoria (45:01.978)
Und du hast ja quasi gesagt, Entscheidung. also wo ist quasi... Es ist ja am Ende des Tages auch, glaube ich, so bisschen Arbeit, wenn man jetzt zum Beispiel sitzt und denkt so, ich habe vielleicht eher ein negatives Weltbild und ich denke, ich bin für alles zu spät und ich bin jetzt auch schon alt oder gefühlt... Also ich habe mich irgendwie schon immer zu alt für alles gefühlt, was total wirre, was total crazy ist, aber ist so, weil ich oft immer mit Leuten zu tun hatte, die schon sehr früh sehr, sehr viel gemacht haben und so weiter. Deswegen war ich gefühlt, wenn man also auch an meiner
Uni und so hatten Gefühl, alle schon mit 19, 3 Start-ups und 7 Exits und so. Also in dieser Businesswelt ist es ja alles nochmal total verrückt oder auch so. Bei ganz vielen Sachen gibt es ja auch immer so, dass medial sehr das gefeiert wird, so diese frühen Wunderkindgestalten in diverser Perspektive. Und du hast ja auch so dieses Thema Entscheidung, was ja auch sehr aktiven.
Also man hat ja dann so, wie heißt das auf Deutsch, Wort Agency im Englischen, dass man quasi so sein eigener, dass man das Gefühl hat, man hat so eine Selbstwirksamkeit. Wo ist denn, also das eine ist ja die Entscheidung, aber das andere ist ja auch so bisschen die Arbeit an sich selbst. Weil die Entscheidung ist ja quasi nur dieser kleine Ausschlag. Das heißt, wo würdest du ansetzen und wo hast du vielleicht das auch für dich selber überlegt, weil du ja auch gesagt hast, du diese Einstellung zum Altern. Wo endet die Entscheidung und wo fängt quasi die Arbeit an?
Greta Silver (46:09.654)
Ja.
Greta Silver (46:23.31)
Also ich kann mich noch gut erinnern, 30 war bei mir so eine Knubbelzeit, die kann ich auch gleich nochmal erklären. da stand ich da und musste mich fragen, also bei uns klappte das nicht mit dem Kinderkriegen drei Jahre lang. wir mussten uns fragen, Leben ohne Kinder konnte ich mir nicht vorstellen. Mein Mann und ich waren wirklich mal angetreten und dachten sechs Kinder wäre schon klasse. So kann man darüber denken, wie man will. Und dann
Willst du diesen kleinen Kindern die Verantwortung für dein Glück auf die Schulter packen? Wer ist denn zuständig für dein Glück? Da muss ich für mich erkennen, wenn mein Chef netter und mein Partner liebevoller wäre, dann wäre ich glücklich. Ich hatte die Verantwortung in deren Hände gelegt und die haben das nicht begriffen, dass ich netterweise denen die Verantwortung gegeben habe. Da stand keiner morgens und sagte Greta, was brauchst heute für'n Tag?
Möchtest noch mit deiner Freundin ins Kino gehen? Soll ich dir den Kalender eintragen? Nee, ich muss das selber machen. Dann kam noch mal eine harte Nuss. Das fand ich auch schon ziemlich schwierig, weil ich eigentlich glücklich verheiratet war. Und dann ... Ich konnte jetzt keine mehr die Schuld in die Schuhe schieben für mein Unglück. Also auch nicht dem Regen, der meine Party verhunzt hat oder so was. Weil ja
Plötzlich sollte ich für mein Glück zuständig sein. Das war auch schwierig. Dann habe ich aber gemerkt, dass es Freiheit pur Ich muss nicht warten, bis da einer vorbeikommt. Die Bewertung liegt bei mir. Wie ich mit der Situation umgehe, liegt bei mir. Ja, bin ich auch erst mal und denke, ... Das und jenes oder die Person ist schuld, dass es mir jetzt schlecht geht. Kenn ich auch das Gefühl.
Aber in der Opferrolle kann ich nicht glücklich sein. Ich kann nicht das jubelnde Halleluja leben wollen, wenn ich auf der anderen Seite hier rumjammer. Jammern in der Dauerschleife ist eine Umweltbelastung. Das zieht nicht nur mich selber runter, das zieht das ganze Umfeld runter, den Kollegenkreis, die Freunde oder was weiß ich, wenn ich nur am Jammern bin. Und da ist auch so eine kleine, pixige Frage, die ist aber wirklich meine persönliche Frage. Könnte es sein, dass Jammern einsam macht?
Greta Silver (48:39.54)
weil jeder gerne mit inspirierenden, positiven Menschen zusammen ist. Ist denen das eigentlich klar? Ich denke, man jammert, ein paar mehr Streicheleinheiten zu bekommen. Was weiß ich, vom Kollegen oder wie. Dann ist es in Deutschland eine Datingplattform. Ich hab sofort Verbündete. Ich behaupte mal, ich kann in einer Fremdenstadt an der Bushaltestelle stehen und sage, meine Güte und der Bus kommt immer zu spät und fürchte, ich hab sofort Verbündete. Oder...
Victoria (49:02.23)
Stimmt, dann werden sofort auf jeden Fall drei Leute sagen, ja und selbst gestern war auch schon zu spät und dann hat man ein Thema.
Greta Silver (49:06.446)
Wenn ich da über die Abteilung, über den Chef oder was weiß ich in der Cafeteria oder wo auch immer, Kopiereraum, falls es den noch gibt, weiß ich gar nicht, da schimpfe und jammer, habe ich sofort Verbündete.
Victoria (50:34.11)
Aber das ist ja auch das, glaube ich, ist das nicht auch psychologisch, dass einfach Menschen seit jeher darauf gebaut sind, dass man halt negative Sachen mehr sehen muss, dass man eben, keine Ahnung, den Säbelzahntiger halt, da muss man halt schnell rennen und alles andere wird dann ausgeblendet.
Greta Silver (50:45.291)
G-
Ja, aber ich möchte nicht mehr auf Sebelzahntiger reagieren. Das ist meine Entscheidung. Das ist meine Entscheidung.
Victoria (50:55.062)
Und da ist wahrscheinlich der Punkt, wo die Arbeit anfängt, man dann wahrscheinlich so, man das, also man hat ja quasi die biologische Veranlagung, das zu machen. Plus die Gesellschaft ist ja auch jetzt nicht so abgeneigt demgegenüber, wenn man da auch viele Leute trifft. Das heißt, man muss ja dann so bisschen doppelt sich umgewöhnen.
Greta Silver (51:11.598)
Ja, aber wenn man erkennen kann, was da für eine Chance drin liegt, für ein anderes Lebensgefühl, für eine andere Lebensintensität. Wir können einmal über Länge von Leben reden, wie vorhin 120. Wunderbar, aber da hat ja jemand anders noch mitzureden, sage ich mal, oder mein Körper oder... Ich weiß nicht, Aber Lebensintensität. Was mache ich denn mit meinem Tag?
Ich weiß noch, dass ich, glaube ich, eine halbe Nacht wachgelegen hatte, weil es nicht in meinen Kopf reinging, dass der Satz, ich habe keine Zeit, ein negativer Glaubenssatz sei, wo ich denke, also da passieren Sachen und dann fehlt mir da die Zeit oder so. Das ist doch kein negativer Glaubenssatz. Das ist doch Tatsache. Also ich kriege dir das wirklich nicht rein. Und dann irgendwann habe ich begriffen, 24 Stunden sind 24 Stunden. Wenn ich jetzt im Stau stehe,
Ich habe mir wirklich dann, zu der Zeit habe ich auch gerne Gedichte geschrieben, habe ich zu den drei Spiegelbässern klein im Selbstverlag rausgebracht, als erstes. So, jetzt stehe ich im Stau und kann nachher bei dem Termin, der dann später kommt, den ich nicht mehr so einhalten kann, kriege ich Probleme, ohne Frage. Aber diese Zeit hier vorne, die habe ich als geschenkte Zeit bezeichnet, habe ein kleines Heftchen mit einem Bleistift rausgenommen und habe dann Gedichte geschrieben, weil ich nicht mehr
nur dahin gucken wollte, wo es nachher knubbelig wird, das kann ich sowieso nicht ändern, das ist der Fall. Aber diese Zeit hier vorne, die wollte ich mir nicht auch noch klauen lassen. Also was weiß ich, oder manchmal beim Arzt lange warten oder so was. Ich habe regelrecht nach diesen Lücken geguckt. Oder wenn man ein Kind im Auto hat, wie vielleicht manche deiner Hörerinnen oder so, dass man sagt, okay, das ist jetzt unsere Zeit, wir stehen jetzt gerade im Stau, nachher ist schade, aber
Wie nutzen wir das jetzt? Was machen wir hier für ein Fragespiel? Wie können wir diese Zeit jetzt für uns nutzen? Ja, genau.
Victoria (53:12.31)
Qualität zu Qualitätszeit umwandeln. Ich musste eben so bisschen grinsen, als du ganz am Anfang gesagt hast, quasi die Lebensintensität, weil ich mir dann auch spontan gedacht habe, Jammern ist aber auch eine Form von Intensität, wenn man so richtig sich in sein Drama einwühlt. Aber man muss tatsächlich, glaube ich, die Entscheidung treffen, weil man ja durchschnittlich, glaube ich, dann auch eher noch mehr in die Richtung geht, in die man geht. Also wenn man gefühlt, wenn man so denkt, der Tag wird schlecht, dann wird alles noch schlimmer, dann passieren einem die dummen Sachen, dann kommt noch eine Rechnung, die man vergessen hat oder keine Ahnung.
Und umgekehrt ist es ja genauso. Und das ist natürlich, glaube ich, so bisschen, ja, am Ende des Tages wahrscheinlich auch das, was dein Korn daraus macht, dass sich Leute damit einfach mitgerissen fühlen, weil ich glaube, ist nicht der Normalfall so zu sehen.
Greta Silver (53:53.999)
Ja, aber es lohnt sich. Ich kann es nicht beurteilen, ob normal oder nicht oder wie, aber es lohnt sich. Es kann kein anderer für uns machen. Es kommt keiner vorbei, der irgendwo die Qualität hätte, mein Leben positiv zu gestalten. Also wenn ich jetzt, wie du sagtest, viele da draußen sind jammrig unterwegs. Also da könnte ja, was weiß ich, da vorne jetzt
die Beatles auftreten oder ich weiß nicht was. ich bin ja mit Mick Jagger groß geworden und so hat man ja alles gar nicht auf dem Schirm, was da alles machbar ist und in uns steckt. Und wenn ich aber auf Yammer Tour bin, ja, und der ist ja auch alt geworden und ich weiß nicht was. Das ist dieses Beispiel von vorhin Professor Hüther. Die Hirnforschung sagt uns
Victoria (54:50.79)
dass das Gehirn das unterstützen wird, was man glaubt.
Greta Silver (54:53.102)
wie immer ich weiß. das läuft ja hinaus. Aber es gibt noch mehr Sachen, unser, also Glücklichsein ist unsere Entscheidung, sondern auch vertrauen zu können. Brauch meine Entscheidung. Oder Liebe, brauch immer wieder neu mein Jahr. Also ich meine die Liebe nicht mit rosarotem Zuckerguss, die ist auch schön und mit rosaschleife.
sondern diese elementare Liebe zum Leben, zu dem, ich tue, zu mir selber auch. Das ist ja noch das Schwerste in meinen Augen. da ist so eine Wucht drin. Das lohnt sich da mal hinzugucken. Was braucht meine Entscheidung? Man könnte ja sagen, jetzt habe ich mich einmal entschieden. Ich will nicht mehr jammern oder ich will das Positive sehen oder wie. Und dann ist das Leben slendlich. Nee, leider nicht.
Victoria (55:45.296)
Zu duschen muss man jeden Tag, voll anstrengend.
Greta Silver (55:47.726)
Ja, zu empfotsen.
Victoria (55:49.527)
Das ist auch blöd, das muss man sogar zweimal am Tag machen. Und dann noch Zahnseide. Du hast jetzt mehrmals den Satz gesagt, es lohnt sich und das finde ich auch ganz cool, weil das ist ja auch wirklich so bisschen was, was man ab einem bestimmten Alter denkt, so lohnt es sich noch, hm hm hm zu machen, weil man irgendwie so das Gefühl hat, man schreibt sich selber ab. Was würdest du jemandem sagen,
Greta Silver (55:52.878)
Ja.
Victoria (56:11.414)
jetzt hier zuhört und keiner eigentlich egal, ob man jetzt 45, 55, 65 ist und man hat irgendwie, ich habe so viel Erfahrung, aber ich weiß nicht, wie ich daraus Content mache oder ein Business und so weiter. Hast du da so, ich weiß, ist jetzt eine pauschale Frage, aber vielleicht hast du ja dazu ein paar Worte.
Greta Silver (56:26.286)
Also ich würde erstmal dahinschauen, vielleicht was dir als Kind Spaß gemacht hat. Also was war das? Also ich weiß, dass ich da auf dem Zettel hatte, ich konnte stundenlang mit dem Ball an einer Hauswand spielen. Also dann musste ich mich nochmal drehen, dann musste er noch einmal aufdotzen und dann alles mögliche, Bein rüber schmeißen oder was auch immer.
Victoria (56:32.283)
Wenn man das überhaupt noch weiß. Viele machen ja jahrelang so andere Sachen.
Greta Silver (56:54.318)
Da hat mich damals keiner für ausgelacht, sondern das dürfte sein. Da denke ich immer, jetzt heute ich oder zwei alte Frauen, man kann das ja auch wie Squash, also Squash ist ja wieder legitim. Da würde doch glaube ich auch schon mal jemals Telefon in der Hand haben und sagen, wir müssen jetzt irgendwie Notfallnummer anrufen.
Victoria (57:07.574)
Sobald das einen Namen und einen Rahmen hat.
Victoria (57:16.438)
Da ist eine Dame, wirft eine Stunde lang den Ball gegen die Wand. Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen.
Greta Silver (57:22.606)
Genau, also was war das damals? ich hatte tatsächlich, auch mit, also bei mir waren es drei kleine Kinder, ich hatte immer das Gefühl, ich habe dafür keine Zeit. Ja, das wäre ja auch spannend. Das würde ich gerne machen. Da habe ich mir tatsächlich irgendwann mal eine Excel-Liste für angeschafft und das da eingetragen, weil ich Sorge hatte, das rutscht mir zwischen den Fingern.
Und dann gab es auch Zeiten, wo ich etwas nacheinander machen musste. Also ich habe mal im Chor gesungen, ich habe mal Unterricht genommen. Es gab verschiedene Sachen, die dann parallel alle gar nicht mehr gingen. Und dann habe ich gedacht, okay, nacheinander. Jetzt machst du ein Jahr oder zwei Jahre dieses und danach machst du das andere. Das galt so bisschen meiner Gewissensberuhigung. Aber irgendwann wurde die Liste auch eine Liste für, das machst du mal, wenn du Zeit hast, wenn du nicht mehr so voll berufstätig bist oder so.
Und vielleicht gibt es da auch bei den Menschen etwas, wo sie immer dachten, oh ja, das war spannend. habe das auch. Ja, genau, das war so ein ehrenamtlicher Transportdienst für Straßenhunde aus südlichen Ländern. Und dann fuhren die da, was weiß ich, 100 Kilometer bis zum nächsten wieder und er brachte das weiter. Und so kam dann das Tier zu dem endgültigen Empfänger.
Victoria (58:29.554)
Man müsste mal, man sollte mal, man könnte mal.
Greta Silver (58:48.622)
Solche Sachen fand ich alles spannend. Ich habe jetzt vor zwei Jahren, glaube ich, angefangen, Saxophon zu spielen. Dann habe ich zwar wieder eine große Pause gemacht, aber so Sachen ausprobieren und gucken, was daraus wird. Also bei dir war jetzt ja auch diese Entwicklung. Oder man fängt mit irgendwas an, hat da einen tollen, ich sage jetzt mal, Businessplan im Kopf. Und nachher ändert das. Und das, finde ich, ist der Weg.
Victoria (59:11.094)
Und dann ändert alles ganz anders, als man das dachte.
Greta Silver (59:17.182)
dass man da irgendwo anfängt. Ich war 17 Jahre Hausfrau, hab mich mit 48 mit Einrichtungsprojekten selbstständig gemacht. Das war erst mal ein Großraumbüro, dann wurde das eine Hausbootflotte, das ist so wie einrichten vom Wohnwagen. Das nicht so einzurichten, dass man da eine Tasse Kaffee draufschmeißen kann, ohne dass man das merkt.
sondern da bisschen Farbe reinzubringen. ist alles kein Hexenwerk gewesen. Oder hier gemütlich, dass man da noch mal eine Decke hat oder so etwas. Dann wurden daraus Ferienhäuser, ganze Ferienhaussiedlung und nachher dieses Vier-Sterne-Hotel. Und was konnte ich? Ich konnte mit einem Bleistift und mit einem Lineal maßstäblich zeichnen. Ich konnte losgehen und sagen, dieses Möbelstück habe ich fotografiert, kann ich heute zu dem Preis
Einkaufen, das habe ich in der Excel-Liste gehabt, das habe ich dem Investor vorgelegt und das wurde nachher billiger, weil Masse einfach billiger wird, wenn man das bestellt und das sprach sich rum und dann riefen mich dann Leute an und sagten, ja sie kennen mich nicht, aber sie haben das und das eingerichtet und das finde ich ganz schammern und das war dieses vier Sterne Haus, das gehört einer großen Hotelkette an und die Übergabe fand statt und ich kriege dir das Kompliment, ich habe noch nie.
so ein individuell hochwertiges Hotel von unserer Kette gesehen, weil die alle 0815 eingerichtet waren und so etwas. Also ich wäre ja fast durch die Räume geschwebt. Ich brauchte ja keine Treppen mehr zu gehen. So hat mich dieses Kompliment nach oben gebracht. Ich habe aber auch gelernt, nicht Wissen ist Vorteil. Wegen dieser Größe konnte ich Möbel selber entwerfen. Also das hört sich jetzt ganz wahnsinnig toll an. Ich habe gesagt.
vom Bett, das Oberteil von dem Bett und das Fußende von dem Bett. Und so wollte ich da einfach so Sachen zusammen machen. Und dann haben sich ja Einrichter erworben, es musste europaweit ausgeschrieben werden, die das umsetzen wollten. Und dann hieß es, nee, geht doch so nicht, geht doch so nicht. Und dann wurde ich schon ein bisschen gnaddelig und dann so, wo ist denn, wo teilen sich unsere Wege? Und dann haben die ihre Meister aus der Werkstatt geholt und siehe da.
Greta Silver (01:01:30.419)
Alles ließ sich umsetzen. Die hatten das nur noch nicht gemacht. Die hatten Grenzen im Kopf, die ich nicht hatte. Und das lässt mich auch heute noch so frei in Projekte reinspringen, von denen ich keine Ahnung habe. Genau, dass ich nicht sage, ja, das geht ja aus dem und dem Grund nicht. Das habe ich nicht. Und das zu nutzen. nicht, ja, wenn ich das mache, dann muss ich auch Buchhaltung können und ich war auch nie gut in Mathe. Der erste Schritt.
Victoria (01:01:41.426)
Dass du einfach nicht weißt, wo die Grenze ist.
Greta Silver (01:01:58.271)
Da sind wir schon wieder bei den Beispielen. Verzeih, dass ich das jetzt zweimal erwähne. Plötzlich siehst du offene Türen, die du vorher nicht gesehen hast. Wenn du den ersten Schritt machst. Das ist oft so, ja, ich hab da sowas, ich weiß schon, dann mach ich so, wenn die Kinder aus dem Haus sind, wenn das und das und diese so, wenn das. Und dann sag weißt du denn, was da der erste Schritt wäre? Ja, ja, ja, so weiß ich. Ist das tuts mal eingefallen? Machst den nur den einen Schritt jetzt. Und den anderen machst du dann in vier Jahren oder so.
Und dann läuft das Ding aber schon. Man spricht mit der Freundin anders darüber und die sagt, Mensch, da hinten ist ein Hundefrisiersalon, so wollte es doch aus so was machen und da sucht da jemanden oder was weiß ich. So geht das in den kleinen Schritten.
Victoria (01:02:41.53)
Das habe ich auch schon voll oft erlebt, dass entweder bei mir selbst oder bei anderen Leuten, wenn man irgendwie dann so eine zumindest innerliche Entscheidung getroffen hat, so okay, ich mache jetzt halt mal so das nächste kleine Fitzelchen, so das erste Puzzlestück und dann plötzlich setzt sich so die ganze Welt zusammen und dann denkt sich so wow, okay, ich hätte einfach nur anfangen müssen. Ja und das ist ja auf jeden Fall eine sehr, ja quasi...
Greta Silver (01:02:56.558)
Man braucht nur den ersten Schritt.
Victoria (01:03:06.422)
empowernde Nachricht an die Welt da draußen. daher vielen, Dank für diese Einblicke. Ich würde als letzte Frage noch gerne, weil wir sind ja jetzt hier schon, ich habe gar nicht gewerkt wie die Zeit vergeht, wahrscheinlich könnten wir so ein 10-Stunden-Interview machen. Das mache ich dann beim nächsten Leben, so den Ultra-Podcast, Format. Aber heute, wir halten uns mal ungefähr an eine Stunde. Deswegen würde ich jetzt gerne die als letzte Frage stellen.
Greta Silver (01:03:19.79)
Genau.
Victoria (01:03:26.91)
Du hast ja immer gesagt, du machst ganz viele neue Sachen und so weiter. Was ist denn so aktuell bei dir? Was hast du so für nächste Pläne oder Projekte, die du schon reden kannst? Was ist gerade so das, was dich jetzt für die nächsten, ich sag jetzt mal voraussichtlichen Monate, Schrägstrich Jahre so beschäftigt?
Greta Silver (01:03:42.027)
Also so kann ich das gar nicht benennen. Also mir fällt ja das meiste vor die Füße. Ich bewerbe mich ja nirgendwo, sondern ich habe das große Glück, dass das reinkommt. Aber nein, es gibt weder ein Buchprojekt, an dem ich jetzt arbeite und wo ich jetzt schon Werbung machen könnte oder so. Das habe ich alles nicht. Ich bin mit vielen Firmen in Verhandlung. Ich hatte hier vor jetzt gerade ein Gespräch, wo ich
in zwei Wochen Rede halte, wo wir da nochmal Feintuning gemacht haben und so etwas alles. Nee, ich glaube, ich komme ganz locker durch den Sommer ohne Stress. viel zu tun. Also gestern, da habe ich mich sehr vorbereitet, weil ich da die Unternehmer da alle vor mir hatte, auch das Alterthema.
Es ist den Firmen offensichtlich auch gar nicht bewusst. Es gibt ja kaum noch eine Verabschiedungskultur. Sondern der hat seinen letzten Tag, nimmt seinen Koffer und geht. Was das mit den Daheimgebliebenen macht, das scheint den Firmen nicht bewusst zu sein. Kann ja sein, dass sie sagen, wir haben keine Kapazitäten frei, der ist sowieso weg und so. Mag ja eventuell noch nachvollziehbar sein.
dass die anderen sich angucken und sagen, der hat sich hier zehn Jahre die Hacken abgerissen und der geht jetzt hier vorm Hof wie ein geprügelter Hund, kann doch nicht wahr sein. Was können wir alles machen für Stimmung, wenn also die, eine sehr viel zitierte McKinsey Studie sagt, wir schaffen fünfmal so viel, wenn wir im Floh sind. Wenn wir also da, jetzt könnte man ja Mitarbeiter befragen, was würdest du brauchen?
im Floh zu kommen. Das heißt, glaube ich ganz oft, dass der Chef mal die Füße stillhält und hier in der Zeit, dass er in den Urlaub geht und dieses Kontrollbedürfnis und noch eine Liste und ich weiß nicht, alles. Früher war die Angst vor den Mitarbeitern, sagt der Mutter, wenn es ihnen hier nicht gefällt, können sie gehen, da draußen stehen sehen. Das geht nicht mehr. Jetzt ist die, nach meiner Beobachtung, die Angst vor den Führerskräften.
Victoria (01:05:42.582)
Bitte einfach weggehen.
Greta Silver (01:06:01.78)
Die möchten nach dem alten System alles jetzt nochmal vorweisen können, dann kann man ihnen ja nichts vorwerfen. Ja, ich habe hier nochmal die Statistik und das und das habe ich auch nochmal abgefragt und habe ja auch da nochmal kontrolliert oder was weiß ich alles. Ich möchte durchaus Hochachtung zeigen vor dem hierarchischen System, was wir hatten. Das hat Deutschland nach dem Krieg groß gemacht, ganz ohne Frage. Aber es ist vorbei. Es ist zum Glück vorbei. Jetzt zählt der Mensch. Und da zu gucken.
Wie machen wir den stark? Wie machen wir den groß? Wo sind seine Talente und seine Stärken und so etwas? Und nicht, wo sind denn die Schwächen, die wir noch mal vielleicht ausbügeln können in diesen Gesprächen? Nee, vergiss die Schwächen, lass die Schwächen sein. Sondern stärke die Stärken und mach ihn da groß, er was bringt für die Unternehmen. Es hilft auch oftmals, Mitarbeiter zu fragen.
Was glaubst du, bringst du in dieser Firma ein, wofür du gar kein Geld kriegst? Da kriege ich ganz oft Antworten. Das wissen die Unternehmen gar nicht, dass das im Hintergrund läuft, das weiß ich, das ist ja ja, ich habe so tolle Kontakte zu der Abteilung XY, deswegen kriegen wir irgendwas schneller oder oder oder sowas. sind ja oft diese kleinen
Victoria (01:07:23.604)
Ich glaube, das ist auf jeden Fall super spannend. Das kann man sich auch, weil hier auch viele Selbstständige zu hören, auch so bisschen für sich selber abschneiden, dieses Thema mit dem, dass man seine Stärken stärkt. Weil ich glaube, dass es ja nicht unbedingt in dem, ich sag jetzt auch mal, dem Bildungssystem eingebaut ist, dass man die schlechten Fächer, zum Beispiel auch in der Schule, wo man schlecht ist, einfach sagt, ja, nee, komm, da geh ich jetzt einfach nicht mehr hin.
Greta Silver (01:07:32.462)
Ja, absolut.
Victoria (01:07:47.51)
Warte, kann ich nicht, ich gehe jetzt nur noch zum Deutschunterricht, easy going. Das ist ja so, im Gegenteil wird man dann ja eigentlich eher in den Sachen gefördert oder kriegt da noch Beobachtungen, wo man schlecht ist und die guten Sachen bleiben dann halt so irgendwie so dahängen. Das ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Aber ich glaube, das ist ganz gutes Schlusswort auch, das hier so für sich selber auch mitzunehmen. Ich glaube, was ich auch aus diesem Gespräch mitnehme, so dieses Thema, so wofür entscheidet man sich? Also man hat oft viel mehr in der Hand, auch seine eigene Stimmung und seine eigene Sache.
Greta Silver (01:07:54.83)
Ja,
Victoria (01:08:16.734)
Ich glaube, sehr viele Leute, gerade im kreativen Bereich, so Macherleute, landen dann am Ende doch sehr schnell in so einem Selbstmitleids-Opfer-Ding. Und dass man sich da halt auch selber wieder rausholt, nachdem man so seine Wunden gelegt hat und gesagt hat, ja, okay, es ist jetzt alles ganz schlimm, aber jetzt muss ich halt mich auch mal wieder aufraffen. Und stärken, stärken ist, glaube ich, auch wirklich ein sehr, gutes Schlusswort. daher werde ich das auf jeden Fall so mitnehmen.
Greta Silver (01:08:40.27)
Ich versuche mich auch ganz kurz zu ein anderes Schlusswort zu heimbringen. Es gibt kein Leben ohne Leid. Und wenn du gerade da draußen in irgendeiner tiefen Grube steckst, welchem Gebiet auch immer, nimm dir Zeit dafür, sie gehört zum Leben dazu. wenn du das Gefühl hast, jetzt darf auch wieder was anderes sein, dann könnte das wie ein Strohhalm sein, dass du sagst, gibt es neben diesem Schwarzen
Victoria (01:08:43.317)
Na klar.
Greta Silver (01:09:08.692)
auch etwas, für das ich dankbar sein kann, dass ich das habe, dann öffnet sich der Blick wieder nach und nach für das ganze Leben. Und Dankbarkeit ist der größte Glücklichmacher. Wenn ich jetzt nicht sehe, was ich habe, kann es mich nicht dankbar machen. Wenn das alles selbstverständlich ist, was hier mich herum ist, dann ist es nice to have, aber hat keinen Impact auf mich und mein Leben, sondern Dankbarkeit ist der größte Glücklichmacher. In dieser Sinne.
Victoria (01:09:34.768)
Vielen, vielen Dank, Reeta. Und es klingelt bei dir auch schon. heißt, du musst, du hast schon eine Nachricht bekommen, habe ich gerade gehört. Und ich möchte mich sehr bedanken. Wir werden natürlich alles in die Show-Notizen setzen, wo man deine Website findet, den YouTube-Kanal, Podcasts und alles. Von daher, glaube, wer da weiterhören will, ist bedient. Oder wenn jemand hier zuhört, der dich zu Vorträgen buchen möchte, werden wir natürlich auch die Seite auf deine Website verlinken. Vielen, vielen Dank. Und ich werde das weiter beobachten, was du tust. Und es war mir ein Vergnügen, deine Perspektive hier anzulösen. Vielen Dank.
Greta Silver (01:10:05.045)
Das fängt mit auf meiner Seite. Tschüss.
Victoria (01:10:07.287)
Cheers!
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