Bücher als Businessmodell: Was du über Amazon KDP & Selfpublishing wissen solltest (mit Tom Schmidt von Nomad Publishing)

 
Tom Schmidt im Creatorway Podcast
 

Self-Publishing mit Sachbüchern

Bücher als “passives Einkommen”? Kann funktionieren und zwar mit Amazon KDP! 📚

Tom Schmidt von Nomad Publishing hat genau so sein erfolgreiches Buchbusiness aufgebaut. 2016 veröffentlichte er als Student ein E-Book über ketogene Ernährung und verdiente damit die ersten 150 Euro pro Monat. Es folgten weitere Bücher und schon kurze Zeit später wurde daraus ein fünfstelliges KDP-Business.

Mittlerweile hilft Tom in seinen Coachings anderen dabei, ihr erstes Buch als Selfpublisher auf Amazon zu veröffentlichen. Im Podcast verrät er, warum ein Buch auch für dich als Creator ein mega spannendes Produkt sein kann.

Welche Vorteile es hat, dein Buch über Amazon KDP zu veröffentlichen und welche KI-Tools Tom für seine Bücher nutzt, hörst du in dieser neuen Podcast-Folge!

Alle Learnings sind auch unten schriftlich für dich zusammengefasst.



Die wichtigsten Learnings aus dieser Self-Publishing-Podcast-Folge mit Tom:

Hier findest du die 14 Punkte, die du aus dieser Folge für dein eigenes Self-Publishing-Business mitnehmen kannst:

1. Ein Buch ist wieder ein unterschätztes digitales Produkt

Der wichtigste Punkt: Ein Buch ist nicht nur ein Prestigeobjekt, sondern kann ein echtes Produkt im Business-Modell sein. Gerade über Amazon KDP lässt es sich schnell, günstig und ohne Verlag veröffentlichen, weil Print-on-Demand Lager, Druck und Versand übernimmt. Tom beschreibt KDP deshalb als niedrigschwelligen Weg, mit Wissen, Kreativität oder Expertise ein physisches Produkt zu bauen.

Learning für Creators: Ein Buch kann heute Ähnliches leisten wie ein Kurs, Lead Magnet oder digitales Produkt - nur mit mehr Vertrauen, höherem wahrgenommenem Wert und zusätzlichem Amazon-Traffic.

2. Amazon ist nicht nur Verkaufsplattform, sondern Suchmaschine

Der große Unterschied zum eigenen Shop: Auf Amazon ist bereits Nachfrage vorhanden. Menschen suchen aktiv nach Lösungen, Themen, Geschenken oder Ratgebern. Wenn ein Buch gut positioniert ist und erste Verkäufe bekommt, kann Amazon es organisch weiter ausspielen.

Learning: Wer ein Buch auf Amazon veröffentlicht, baut nicht nur ein Produkt, sondern nutzt eine bestehende Nachfrage-Maschine. Das ist besonders spannend für Creators, die bereits Reichweite haben, weil sie dem Buch am Anfang Verkäufe geben können - und diese Verkäufe dem Algorithmus wiederum positive Signale senden.

3. Reichweite ist ein unfairer Vorteil

Tom sagt sehr klar: Wer schon eine Community hat, bringt Amazon kostenlosen externen Traffic. Das liebt die Plattform. Selbst kleine, aber engagierte Communities können ausreichen, um ein Buch beim Launch stark anzuschieben.

Learning: Creators, Experten und Selbstständige unterschätzen oft, wie wertvoll ihre bestehende Reichweite für einen Buchlaunch ist. Sie müssen nicht bei null anfangen. Ihre Community kann der erste Push sein, der Amazon zeigt: Dieses Buch verkauft sich.

4. Bücher können Expertenstatus aufbauen - und verkaufen helfen

Ein Buch ist nicht nur Einnahmequelle, sondern auch Vertrauensaufbau. Wer mehrere Stunden mit deinem Buch verbringt, ist viel tiefer in deinem Denken als nach ein paar Reels oder LinkedIn-Posts.

Learning: Ein Buch kann ein „veredelter Lead Magnet“ sein: Es wärmt Menschen auf, baut Autorität auf und kann danach Coachings, Kurse, Beratung oder andere Angebote verkaufen. Besonders für Experten kann ein Buch also vorne im Funnel stehen - aber mit Bezahlfunktion.

5. Wer mit Büchern Geld verdienen will, muss vom Markt her denken

Das wahrscheinlich härteste Learning: Die besten Buchideen entstehen laut Tom nicht aus „Ich will unbedingt dieses Buch schreiben“, sondern aus Marktnachfrage.

Du schaust:

  • Welche Themen verkaufen sich bereits?

  • Welche Nischen haben Nachfrage?

  • Wo gibt es Lücken im Angebot?

Learning: Wenn das Buch selbst Geld verdienen soll, reicht Leidenschaft nicht. Dann muss man rückwärts vom Markt denken. Nicht: „Was will ich sagen?“ Sondern: „Wonach suchen Menschen - und welche bessere Version davon kann ich liefern?“

6. Das Rad nicht neu erfinden

Tom sagt sinngemäß: Viele versuchen, etwas komplett Neues zu machen.

Aber ohne bestehende Nachfrage fehlt der Proof of Concept. Erfolgreicher ist oft, zu sehen, was schon funktioniert - und dann einen besseren, spezifischeren oder anders positionierten Twist zu liefern.

Learning: Innovation ist im Amazon-Kontext oft überschätzt. Besser ist: Nachfrage erkennen, Muster verstehen, Qualität erhöhen, sauber positionieren.

7. Spezifische Nischen schlagen breite Themen

Ein spannendes Beispiel aus dem Interview: Statt „Hundetraining“ kann ein Buch viel spezifischer sein, etwa Impulskontrolle, Welpenerziehung oder Longevity für Hunde. Tom betont, dass man über Amazon-Daten sehen kann, welche Subnischen tatsächlich verkaufen.

Learning: Ein gutes KDP-Buch ist oft kein großes Manifest, sondern eine konkrete Lösung für ein konkretes Problem. Je spezifischer der Bedarf, desto klarer die Positionierung.

8. KI verändert Self-Publishing massiv - aber Qualität bleibt die Grenze

Tom sieht KI als große Beschleunigung, aber nicht als Freifahrtschein für Schrott.

Sein Maßstab ist, wie auch der Podcast von Nomad Publishing heißt: „Verlagsniveau“. KI kann bei Struktur, Text, Coverideen, Werbematerial und Fact-Checking helfen - aber sie ersetzt nicht automatisch Expertise, Qualitätskontrolle oder Verantwortung.

Learning: Die spannende Kombination ist nicht „KI statt Expert“, sondern „Expertise plus KI“. Die Expertin liefert Wissen, Haltung und Vertrauen; KI hilft, schneller daraus ein Buchprodukt zu formen.

9. Vertrauen wird durch KI noch wichtiger

Gerade wenn immer mehr generische KI-Bücher entstehen, gewinnen echte Experten an Wert. Ein Buch mit einem echten Namen, echter Erfahrung und vorhandener Community kann sich stärker abheben als anonyme KI-Produkte.

Learning: Für Creators ist KI keine Bedrohung, sondern kann sogar ihren Vorteil verstärken: Wer Vertrauen, Publikum und Expertise hat, kann mit KI schneller Produkte bauen - ohne anonymen Slop zu produzieren.

10. Amazon Ads sind oft die Basis, Meta Ads der Skalierungshebel

Tom unterscheidet klar: Amazon Ads funktionieren nah an der Suchintention.

Meta Ads können breiter skalieren, weil man Menschen über Interessen erreicht. Für Launches ohne eigene Reichweite kaufen sie am Anfang Traffic ein, auch wenn die Ads noch nicht direkt profitabel sind.

Learning: Ein Buchlaunch ist nicht automatisch passiv. Besonders am Anfang braucht es Push: durch Community, Ads oder beides. Der Unterschied ist: Jeder Verkauf kann zusätzlich das organische Amazon-Ranking stärken.

11. TikTok funktioniert - aber nicht für jedes Buch

Tom sagt: Wenn man wenig Budget, aber viel Zeit hat, kann TikTok spannend sein. Aber dann sollte man schon bei der Buchidee mitdenken, ob das Thema TikTok-tauglich ist. Emotionale, lustige oder geschenktaugliche Bücher funktionieren dort oft besser als trockene Ratgeber.

Learning: Nicht jedes Buch ist Social-Media-Content. Wer TikTok als Trafficquelle nutzen will, sollte das Thema, Packaging und einzelne Hooks von Anfang an mitdenken.

12. Self-Publishing ist nicht automatisch schlechter als Verlag

Ein großer Punkt im Interview: Verlage liefern Reputation, stationären Buchhandel und oft bessere physische Produktionsqualität. Aber Self-Publishing liefert Kontrolle, Geschwindigkeit, höhere Margen und direkten Marktzugang. Gerade für Menschen, die selbst Marketing können, kann das ein enormer Vorteil sein.

Learning: Die Frage ist nicht: Verlag oder Self-Publishing - was ist besser? Sondern: Was ist dein Ziel? Willst du Prestige, Buchhandel und Verlagssiegel? Oder Kontrolle, Marge, Geschwindigkeit und Plattformdaten?

13. KDP hat klare Grenzen

Tom nennt auch Nachteile: Man muss sich selbst einarbeiten, Marketing machen, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Außerdem ist die Druckqualität bei stark visuellen Büchern, etwa hochwertigen Kochbüchern, oft nicht auf klassischem Verlagsniveau.

Learning: KDP ist stark für Ratgeber, Sachbücher, Activity Books, Low-Content-Produkte und klar nutzenorientierte Bücher. Für Coffee-Table-Books, hochwertige Bildbände oder Premium-Kochbücher kann ein Verlag oder eigener Offsetdruck sinnvoller sein.

14. Bücher können langlebige Assets sein

Ein großer Vorteil gegenüber vielen digitalen Formaten: Ein Buch kann jahrelang verkaufen. Und durch Print-on-Demand lässt es sich bei KDP trotzdem aktualisieren, ohne alte Lagerbestände abverkaufen zu müssen.

Learning: Ein gutes Buch ist ein Asset. Es kann Reichweite, Umsatz und Vertrauen über Jahre aufbauen - besonders, wenn das Thema evergreen ist oder regelmäßig aktualisiert werden kann.


Weiter
Weiter

Bibi Blocksberg 🧹 für Erwachsene: Wie Nostalgie & Reichweite auf TikTok funktionieren (mit Henriette Gasda von Kiddinx)