Von 30 Buchboxen zu 10 Mio. Euro Umsatz: Lisa Strauß über Bücherbüchse, BookTok und die neue Buchbranche

 
Lisa Strauß im Creatorway Podcast
 

Die Garagen-Gründer-Story!

Boah, diese Folge ist wirklich ein Fest für alle BookTok-, Bücher- und Business-Nerds! 📚✨

Lisa Strauß erzählt, wie aus 30 selbst gepackten Buchboxen in ihrer Garage ein Unternehmen mit 65 Mitarbeitern, eigener Logistik und über 10 Millionen Euro Umsatz geworden ist. 😳

In der neuen Folge spricht Lisa super offen darüber, wie sie ohne Businessplan ihre Bücherbüchse gestartet hat und warum Farbschnitt-Bücher der absolute Gamechanger waren.

Außerdem hat sie noch zwei Verlage gegründet: LEAF und CINNA 👀 Wie es dazu kam und warum Print-Bücher trotz der digitalen Welt noch immer ultra gut laufen, hörst du in der neuen Podcast-Folge! 🎧



Lisa Strauß von der Bücherbüchse
  • Uneditiertes Transkript zur Folge:

    Victoria (00:02.636)

    Lisa, ich habe vorab vor unserem Interview darüber gelesen, dass du eigentlich immer schon quasi von einem Job in der Buchbranche geträumt hast und dabei irgendwie dachtest du, ja, oder gemerkt hast, es gibt nicht so wirklich viele. Und hast du irgendwie dann heute das Gefühl, dass du dich so die Ecke in diese Branche reingesneakt hast und du dann irgendwie so gemerkt hast, so, okay, es gibt auch noch andere Wege als einen klassischen Job?

    Lisa (00:24.302)

    Ja, definitiv. Also schon als Teenager war das mein Traum, dass ich in der Buchbranche arbeiten möchte, weil das eine Leidenschaft von mir schon immer war. Und der einzige Job, der einem da so einfällt, wenn du sagst, für mich so, ist Lektorin. Und das sind die Einzigen, in der Buchbranche arbeiten, so habe ich zumindest damals gedacht. Und rückblickend total witzig, weil das ist ja nur ein minimaler Teil von allen Jobs, die es gibt. Aber ich habe damals mit meiner Mutter schon gesprochen und sie meinte, da gibt es so wenige Jobs, so wenig Lektoren.

    macht das nicht, das sind die Chancen so gering. Und deswegen bin ich in eine ganz andere Richtung gegangen. Ich habe Wirtschaftsinformatik studiert, hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, aber nichts mit Büchern. Und bin dann durch die Unternehmensgründung trotzdem in der Buchbranche gelandet. Und darüber schmunzelt meine Mutter regelmäßig und ich finde es auch immer wieder lustig, dass es eben noch andere Wege gibt und das ja auch so ein typischer Fall ist von, es gibt nicht einen linearen Weg, den man irgendwie verfolgt und dann kommt man ans Ziel.

    sondern es gibt ganz, ganz viele Wege und wie ich mittlerweile weiß, auch ganz, ganz viele Jobs in der Buchbranche, die nicht unbedingt Lektorin heißen.

    Victoria (01:24.252)

    Ja, ist einiges auf jeden Fall dazu. Es ist ganz witzig. Ist deine Mutter auch irgendwie in dieser Branche speziell oder? Okay. Ah, okay. Ja, da haben wir auf jeden Fall viel gemeinsam. Alle, diesen Podcast hören, wissen auch, dass ich so eine Lesesuchtie bin und das ist so meine guilty pleasure, dass ich mein gesamtes Geld irgendwie gefühlt für Bücher ausgebe. aber tatsächlich bin ich persönlich noch kein Buchboxen-Abonnent. Ich suche mir die immer selber aus. Deswegen bin ich umso gespannter, was du heute so alles erzählst.

    Lisa (01:31.28)

    Nein, gar nicht. Sie liest einfach auch nur gerne.

    Victoria (01:52.5)

    Denn du hast ja die Bücherbüchse gegründet und wie ich das gesehen habe, in fünf Jahren von null auf 50 Mitarbeiter, super viel. Also ich glaube, wir müssen uns mal so bisschen aufdröseln, wie das ist. Vielleicht lässt du einfach mal kurz alle, jetzt noch nicht so ganz wissen, was das Businessmodell eigentlich ist, erstmal so, was ist Status heute Bücherbüchse? Und hinterher können wir mal kurz ein bisschen reinsteigen, wie es eigentlich dazu kam, weil der Weg von Wirtschaftsinformatik zu 50 plus Mitarbeiter ist ja.

    Nicht mal so kurz erzählt wahrscheinlich.

    Lisa (02:23.118)

    Das stimmt. Also, Geschäftsmodell hat sich über die Jahre ein bisschen verändert. Aktuell sind wir ein Onlineshop für Bücher und Buchboxen. Alle Bücher, die man bei uns kaufen kann, sind Sonderausgaben, gibt es also so nirgends woanders. Das heißt, wir geben denen ein neues Aussehen. Wir veredeln die besonders. Die haben bei uns alle einen Farbschnitt, oft ein anderes Cover, Signature, Illustrationen im Buch und so weiter. Alles, was das Buch noch ein bisschen besonderer und hochwertiger macht. Der Inhalt tatsächlich ist der gleiche, wie man das Buch bei Amazon Talia etc. kauft.

    sondern es wird nur das Optische, was wir drauflegen. Und unsere Buchboxen funktionieren so, dass man ein Abo bestellt und jeden Monat eine Überraschungsbox zugeschickt bekommt. ist ein Buch, auch das ist immer eine Sonderausgabe und ein paar Goodies passend zum Buch. Also alles für Buchliebhaber, die sich bei den Boxen gern überraschen lassen, weil wir da die Buchauswahl treffen oder aber auch die einfach gerne schöne Bücher im Regal stehen haben möchten. Und darüber hinaus haben wir noch so bisschen Merchgeschichten.

    mit Buchhüllen, Schreibwaren, Kleidung, alles was man als Book Nerd, heißen sie bei uns, liebevoll so braucht.

    Victoria (03:27.836)

    Und wie groß ist das Ganze? Vielleicht kann ich ein paar Sachen sagen, weil ich habe alte Zahlen gefunden mit den Mitarbeitern. Vielleicht wie viele Mitarbeiter hast du inzwischen, wie viel Umsatz macht ihr, vielleicht auch wie viele Abos, je nachdem, was du so Lust hast zu teilen.

    Lisa (03:41.193)

    Ja, tatsächlich ist es einfach unheimlich gewachsen in allen Bereichen. Also wir sind mittlerweile ungefähr 65 Mitarbeiter. Wir haben unsere eigene Logistik. Deswegen haben wir auch eine große Lagerfläche, ungefähr 2500 Quadratmeter Lager. Das ist bisschen südlich von München und war eine große Herausforderung für uns, ganze Logistik aufzubauen. Funktioniert zum Glück mittlerweile gut. Und wir liegen über 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Also auch das ist ganz, ganz großer Erfolg für uns.

    Victoria (03:46.406)

    Okay, wow.

    Lisa (04:10.218)

    Und einfach auch für die Branche, weil ja ganz viele sagen, mit Büchern kann man kein Geld verdienen und die Bücher werden immer weniger gekauft, immer weniger Leute lesen. Und das ist zwar teilweise schon richtig, aber die Leute, lesen, denen geht ähnlich wie dir, die lesen gerne und viel und fangen dann die Leute auf, die quasi aufhören zu lesen.

    Victoria (04:29.052)

    Ich hab tatsächlich auch das Gefühl, mir wird's eher noch mehr als weniger. Also da kann man dann gut kompensieren. Da gibt's so paar heavy User, die nehmen dann einfach alle anderen mit. Voll gut. Okay, aber das ist natürlich schon ziemlich krass, auch mit den 65. Das ist ja dann noch ein Stück groß von dem letzten Status, den ich irgendwann gelesen hab. 65 Mitarbeiter, 10 Millionen Umsatz. Glückwunsch erst mal. Richtig krass. Und das Ganze seit 2018, wenn ich das richtig gelesen hab, wo du angefangen hast, ganz alleine so im stillen Kämmerlein sozusagen. Gib uns doch mal so die ...

    Lisa (04:32.142)

    So, weiß ich so. Genau.

    Lisa (04:39.177)

    Kostas.

    Victoria (04:58.775)

    Die Gründer-Story.

    Lisa (05:00.398)

    Ja, tatsächlich ist es so ganz typische Garagengründerstall, wie man sie schon tausendmal gehört hat. Ich habe im November 2018 angefangen, die Idee und dachte, ich probiere das einfach mal und habe einen Webshop aufgebaut, habe einen Instagram-Kanal erstellt. Gleich, ich Virtual Informatik studiert habe, der Webshop gar kein Problem, keine Hürde. Ja, richtig. Und habe einfach mal getestet und habe tatsächlich eine Website online genommen mit so ein paar

    Victoria (05:21.276)

    Du, so endlich mal kann ich das gebrauchen. War gut.

    Lisa (05:30.707)

    Bildern, die man aus so Plattformen kostenlos runterladen kann, also keine tollen fancy Produktbilder. Und genauso auf Instagram einfach mal so ein paar Sachen gepostet und geguckt, findet das an, klang. Und die eigentliche Intention des Ganzen war ein Bedürfnis von mir nach Buchboxen, weil ich dieses Konzept so toll fand und selber so gern gelesen habe und dachte dann, für den anderen Leute ist das vielleicht auch toll. Naja, und dann habe ich damit angefangen und ich erinnere mich noch genau an den Tag, als tatsächlich eine Person

    ein Abo abgeschlossen hat auf dieser Website mit diesen random Bildern, wo es ja noch gar nichts zu sehen gab. Kein Buch, keine Boxen, was gab es vorher? gab ja noch wirklich gar nichts. Und es gab Leute, die haben wie auch immer darauf vertraut, dass könnte funktionieren. Ich bin ja selber immer total vorsichtig bei so kleinen Webshops, die ich nicht kenne, mit Scam und so weiter. Naja, auf jeden Fall gab es ein paar, die haben dem geglaubt, haben das Abo abgeschlossen.

    Und im Januar habe ich dann die erste Box verschickt, die habe ich bei mir zu Hause selber gepackt. das waren tatsächlich 30 Boxen. Davon ging aber die Hälfte an Influencer und die andere Hälfte quasi an Endkunden, sie wirklich gekauft hatten. Also ich glaube, haben 1415 Boxen verkauft im ersten Monat. Genau richtig. Richtig. Und diese Boxen habe ich dann in den Hermes-Paket-Shop gefahren.

    Victoria (06:31.164)

    Weißt du noch, wie viele Leute das waren? Die erst foks? Okay, cool.

    Victoria (06:42.35)

    Okay krass, aber ohne dass du irgendwas quasi irgendwas vorzuzeigen hattest, das ist ja schon gar nicht schlecht.

    Lisa (06:53.838)

    und wollte sie dort abgeben und ich hatte sie natürlich vorher frankiert und weiter war alles bereit. Er schaut diese an, nee, ist falsch frankiert. Und dann musste ich im Laden die Seilspakete alle neu frankieren, hab die alle abgepuppelt, neue Label draufgeklebt, hinter mir eine Riesenschlange, die alle gewartet haben, alle genervt waren, dass es nicht vorangeht. Das war zum Glück das erste und einzige Mal, dass ich sie in eine Paketstation gebracht hab. Danach hatte ich dann so einen Vertrag mit damals DPD und die haben alles an mir zu Hause abgeholt. Aber die erste Box war sehr aufregend.

    Und tatsächlich habe ich ja die erste Box an relativ viele Influencer geschickt. Und das war einfach damals genau die richtigen Influencer zur genau richtigen Zeit. Und gleich im zweiten Monat waren es etwa 180 Boxen oder so, weil das einfach total gut angelaufen ist. Und so ist es dann von Monat zu Monat einfach total gewachsen.

    Victoria (07:34.076)

    Bamm!

    Victoria (07:41.488)

    Hast du dann weiterhin auch sehr viel an Influencer geschickt oder hat sich das dann einfach sowieso von den wenigen, die du am Anfang hattest, so verbreitet?

    Lisa (07:48.748)

    Immer mal wieder ab und zu, aber jetzt nicht regelmäßig. Das hat sich sehr gut verbreitet, auch weil die Kunden selber die Box total viel gezeigt haben auf Social Media. Das heißt, es war quasi Mundpropaganda von Kundenseite, die da ganz, ganz viel Unterschied gemacht hat.

    Victoria (08:03.459)

    Okay, cool. Also quasi noch viel weitere Empfehlungen und natürlich, ich meine, das ist natürlich auch super, wenn man sowas hat, was so sehr shareable ist. Heutzutage sind ja, ich glaube damals war das ja alles noch so voll neu, vor allem im deutschsprachigen Markt. Heutzutage macht ja gefühl, jeder Verlag inzwischen auch diese Bloggerboxen und Buchboxen und alles so super aufwendig. Aber 2018 war er, oder dann 2019 war er dann auch noch mal so ein bisschen andere Marktlage sozusagen.

    Lisa (08:24.522)

    Definitiv ja.

    Victoria (08:25.928)

    auch mit diesen Farbschritten. Aber wie war das dann damals? Du hast ja auch gesagt, es hat sich verändert. das dann wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt keine so Sondereditionen wie heute, sondern das war quasi einfach in Anführungszeichen einfach eine Auswahl, die du getroffen hast? Oder?

    Lisa (08:36.655)

    Genau, also am Anfang hatte ich ein ganz normales Buch drin und der USP war nur... Ich habe das Buch für euch ausgesucht von 500 neue Erscheinungen in Starz, auf was ich euch empfehle, mit passenden Goodies dazu. Und erst 2021 haben wir mit den ersten Farbschnittbüchern angefangen und das war tatsächlich auch der springende Punkt für unser enormes Wachstum. Also es lief vorher schon sehr gut, aber dieses exponentielle Wachstum kam durch den Farbschnitt. Das war einfach 2021 etwas, was noch niemand gemacht hat. Da waren wir die ersten auf dem Markt.

    Und das hat total eingeschlagen. Das hat die Zielgruppe von Anfang an total geliebt. wir haben nach und nach alle Partnerverlage überzeugt, das mit uns gemeinsam zu machen, weil es ja immer eine Kooperation ist. Das Buch kommt vom Verlag und wir machen die Veredelung. Und ja, das kam einfach an. Das hat total eingeschlagen in der Zielgruppe und war für uns wieder Gamechanger.

    Victoria (09:25.276)

    Okay, voll spannend. Ganz kurz einfach nur für das Verständnis, dass auch alle inklusive mir verstehen, wenn du sagst, das Buch kommt vom Verlag und wird von euch veredelt, das heißt, die drucken das und ihr macht in Anführungszeichen nur den Farbschnitt drauf oder macht ihr eine ganz komplette Sonderdruckedition selber? Okay.

    Lisa (09:38.484)

    Mal so, mal so, geht beides. zum einen gibt es die Möglichkeit, dass wir den Farbschnitt quasi nachträglich auf das fertige Buch anbringen. Das geht bei einem Hardcover nicht, aber bei einem Softcover geht das. Das heißt, wir bekommen das Buch, läuft durch die Farbschnittmaschine und ist dann fertig. Wenn wir mehr Sonderveredelungen machen, zum Beispiel einen neuen Umschlag, Vorsatz, Illustrationen und so weiter, dann ist es eine Mitproduktion mit dem Verlag. Das heißt, inklusive Druckereiabstimmung, dass quasi die normale Auflage wird in zwei gesplittet.

    Und dann gibt es die eine Ausgabe vom Verlag und dann unsere mit noch mehr Veredelungsschritten, die hinten dran kommen.

    Victoria (10:11.484)

    Okay, krass. Also das heißt, da ist auch schon wirklich richtig viel so Produktion und wie du auch eben gesagt hast, dann auch Logistik am Ende des Tages dahinter. Hattest du selber denn, als du das gestartet hast, so das Vorhaben zu sagen, ich mach da jetzt was Großes draus, weil es ist ja sehr weit weg von, ich sag jetzt mal, so einem Job als Lektor oder Bücherliebhaber, hat man ja quasi, wenn man so ein richtiges Unternehmen aufbaut, Ende gar nicht mehr so viel mit dem Buch selber zu tun, oder?

    Lisa (10:18.009)

    Ja, noch vier.

    Lisa (10:37.587)

    Genau, richtig. Und war nicht der Plan. Nein, es gab auch keinen Plan, ehrlich gesagt. Ich habe auch keinen Businessplan gemacht, ich habe, dadurch, dass ich ja kein Risiko hatte, ich habe mit nichts angefangen und es kein Risiko, einfach mal gemacht und geguckt, schauen wir halt mal, was passiert. Und wenn jeden Monat 500 Leute eine Box kaufen, dann ist es schon erfolgreich. Das war so mein erstes Ziel, wenn ich das schaffe, dann habe ich es auch geschafft, weißt du so. Und das haben wir relativ schnell erreicht.

    Und dann ist es aber auch schnell so ein Selbstläufer geworden. Also ich habe nicht das Gefühl, dass ich jemals die Entscheidung getroffen hätte, ich mache daraus ein wirkliches Unternehmen, sondern das ist einfach passiert. Es wurden immer mehr Kunden. Wir brauchten mehr Logistik. Wir haben mehr Personal gebraucht. Wir sind quasi immer so hinterher gerannt, dem Wachstum, dem allem gerecht zu werden, dem Kundenanspruch gerecht zu werden. eines Tages sind wir in ein anderes Lager umgezogen.

    weil wir nicht mehr genug Platz hatten und haben für den Umzug alle so mittlerweile zusammengerufen. Wir haben einfach viele Minijobber gehabt zu dem Zeitpunkt, die halt nur einmal pro Woche vorbeigekommen sind und so. Und dann haben wir alle zusammengerufen, nachher an dem Tag bitte alle kommen, wir müssen umziehen. Und da habe ich gesehen, wie viele Leute das sind. Und da wurde mir so richtig bewusst, oh krass, was ist hier eigentlich passiert? Wo kommen die ganzen Leute her? Weil ich sie ja nie alle auf einen Blick sehe, weißt du. Und das heißt, irgendwann kam also die Erkenntnis, ist irgendwie das große draus entstanden. Aber das ist einfach so passiert ohne eine aktive Entscheidung.

    Victoria (11:59.325)

    Ja, das ist krass, wenn du dann plötzlich für so richtig viele Leute auch verantwortlich bist und so. Beziehungsweise du bist, glaube ich, gar nicht mehr alleinige Geschäftsführerin, oder?

    Lisa (12:07.551)

    Genau. Also tatsächlich rein vom Rechtlichen her waren immer mein Mann und ich gemeinsam Geschäftsführer, weil wir die Firma damals vor Ewigkeit mal zusammen gegründet haben. Eigentlich damals in einer ganz anderen Intention und dann wurde es irgendwie zur Bücherbüchse. Und mein Mann hat immer so bisschen nebenbei unterstützt, vor allem in Buchhaltungs- und IT-Themen, während ich noch mal das kreative Buchige gemacht habe. Und er hat dann aber auch 2022 oder 2023, das bin ich gar nicht mehr ganz sicher, ist wieder so lange her.

    ist er dann auch Vollzeit eingestiegen und seitdem machen wir das komplett und haben einfach die Bereiche aufgeteilt. Er macht viel administrative, was so hinten rum passiert und alles, was Produktentwicklung, kreative Sachen, Marketing und so weiter angeht, liegt bei mir. Und damit fahren wir ganz gut. Aber weil du es vorhin auch schon erwähnt hast, man arbeitet gar nicht mehr so viel im Buch, das ist tatsächlich richtig. Also der Großteil meiner Arbeit mittlerweile ist halt wirklich Mitarbeiterführung, Prozesse, Strategien entwickeln, wo wollen wir hin?

    Auswertungen fahren und ganz wenig am Buch direkt, wie ich es früher gemacht habe.

    Victoria (13:08.028)

    Super interessant. Und das ist tatsächlich auch ein spannender Punkt, unter anderem auch, also es gibt viele Gründe, warum ich dich heute natürlich hier eingeladen habe, aber unter anderem auch, weil wir hatten jetzt auch schon so ein paar Geschichten hier im Podcast von Leuten, da war das eher so eine aktive Entscheidung. Also wir hatten auch zum Beispiel einen Medienunternehmer, der erst so selber so ganz viel gemacht hat und jetzt hat er plötzlich so ein quasi großes Medienunternehmen in Wien. So wow, voll groß. Aber es gibt auch viele Leute, die dann an diesem Punkt irgendwie stehen und denken so, eigentlich will ich das gar nicht. Also eigentlich will ich gar nicht so großes Unternehmen und deswegen ist es cool.

    einfach zu sehen, wie weit kann man auch Sachen bringen, die quasi Anführungszeichen klein und so bisschen nebenher vielleicht oder als Test angefangen haben. Und wenn man da auch mitgeht, und das ist natürlich super spannend, wie schnell das jetzt auch trotz allem passiert ist und dass du da natürlich auch so eine Welle erwischt hast. Aber es ist natürlich eine ganz andere Art von Arbeit, als wenn man da so alleine quasi sitzt und alles selber macht und so weiter. Also Mitarbeiterführung ist ja dann nochmal ein ganz neues Kapitel der Skills, oder?

    Lisa (14:01.432)

    Ja, und auch sehr anspruchsvoll, weil wir ja so viele verschiedene Bereiche haben und dafür ganz verschiedene Mitarbeiter. Also wenn ich mir mal den Vergleich anschaue, eine Mitarbeiterin im Marketing, ein Mitarbeiter in der IT und eine Mitarbeiterin in der Logistik, das sind drei komplett verschiedene Persönlichkeiten. Die können ganz andere Dinge, die wünschen sich ganz andere Dinge. Das heißt auch der Anspruch von ihnen an mich als Führungskraftsweiterin ist ein ganz ganz anderer. Und sich da situativ auf alle einstellen zu können, ist wirklich herausfordernd.

    Und natürlich auch die Masse einfach. Je mehr Mitarbeiter es werden, desto schwieriger wird es, das alles zu handeln. Und es ist definitiv was, was man auch lernen muss, finde ich. Also ich habe, wir festgestellt, das Aspekt wird größer, wir brauchen Mitarbeiter, habe ich so einen Führungskräfte-Coaching absolviert und bin auch immer wieder regelmäßig, wo ich einfach auch so Dinge lerne wie, wie fühle ich denn gutes Feedbackgespräch? Wie kommuniziere ich denn gut? Wie kann ich denn auch ein Gespräch führen, was vielleicht irgendwas nicht so gut gelaufen ist?

    ohne den Mitarbeiter anzuschreien, weil das macht man halt nicht, aber trotzdem irgendwie zu vermitteln, das war aber halt trotzdem blöd.

    Victoria (15:00.503)

    Das darf man halt leider nicht. Wie ärgerlich. Nee, aber voll gut. Das heißt, das ist ja dann auch wirklich so, also so Turbowachstum in alle Richtungen, nicht nur was die Verkaufsthamler alles angeht, weil man ja sonst wirklich eine komplett andere Joberstimmung sozusagen hat als jemand, der ja so einen kleinen Mini-Web-Shop von zu Hause aus dem Keller sozusagen führt. Von daher, ja, okay, voll spannend. Und dann war das ja auch noch nicht genug mit den Boxen, sondern du slash ihr habt dann auch noch direkt zwei Verleihungen gegründet. Wie kam es denn dazu?

    Lisa (15:29.912)

    Ach, das ist eigentlich fast immer wie bei uns in der Geschichte gelaufen. Ich hatte irgendwie eine verrückte Idee und dann mussten alle mitziehen. das ist meistens so. Genauso ist das wirklich. Eins zu eins genauso läuft das, weil ich immer diejenige bin, die Dinge sieht, die inspiriert ist, die was Neues machen möchte. Ich kann gar nicht gut damit leben, immer wieder das Gleiche zu machen. Das langweilt mich total. Ich brauch dann was Neues, was Spannendes, neue Herausforderungen.

    Victoria (15:37.661)

    Alle so, nein, Lisa hat eine neue Idee.

    Lisa (15:56.555)

    Und tatsächlich kam das, weil wir eine Farbschrittausgabe von einem Buch gemacht hatten mit einer Autorin. Da war ich damals noch sehr eng involviert in den Prozess und habe das Buch mitgestaltet. Und als ich dann in New York war aus privaten Gründen, die Autorin aber damals in New York gewohnt hat, haben wir uns zufällig getroffen. Irgendwann wir quatschen mal ein bisschen. Und ich habe sie gefragt, ob sie für ihr Buch noch einen zweiten Band schreiben wird, für das, was ich damals für die Buch kuratiert hatte. Und da meinte sie, nee, ist mit dem Verlag nicht geplant. Und dann ich gemeint, das ist mir aus Spaß, ehrlich gesagt.

    Ja, wenn du es auch mal in zweiten Band schreiben willst, dann melde dich bei mir. Dann machen wir das. Und tatsächlich, ein paar Monate später kamen sie zu mir und meinten, ich würde es wirklich gerne machen. Und dann fingen bei mir die Gedankenspirale an, na gut, wenn wir jetzt ein Buch verlegen, dann können wir auch gleich mehrere machen. Wenn wir mehrere machen, wir einen ganzen Verlag. Und dann haben wir im Team einen Aufruf geschaut, okay, wir werden alles mitmachen, haben wir Team zusammengestellt und dann haben wir einen Verlag gegründet.

    Victoria (16:48.343)

    Ja, so krönet man halt ein Verlag, ne?

    Lisa (16:50.346)

    Ja, mit natürlich Null Erfahrung. Also weder ich noch das Team haben jeweils mit dem Verlag gearbeitet und wussten gar nichts.

    Victoria (16:56.857)

    Manchmal ist das vielleicht gar nicht schlecht, wenn man so bisschen der Outsider ist. Aber dann konntest du natürlich die Leute einstellen, auf die du schon lange gewartet hast, nämlich Lektoren. Die hast du dann auch gebraucht.

    Lisa (17:08.092)

    Tatsächlich, ein klassisches Lektorat haben wir gar nicht in-house. Also die Leute, wirklich am Text arbeiten, das machen wir alles mit Freelancern. Das heißt, was wir intern haben, sind diese Art Projektmanager, die das Buch quasi steuern, damit mit der Autorin alles klappt. Die machen die Kommunikation, die machen die Verträge, die stimmen sich ab mit Lektorat, Korrektorat, dass es alles funktioniert, machen die Designbriefings und so weiter. Das heißt, die betreuen das Projekt von vorne bis hinten, haben die richtige Textarbeit, die machen wir gar nicht intern.

    Victoria (17:11.634)

    Oha!

    Victoria (17:16.445)

    Mhm.

    Lisa (17:36.154)

    Also haben wir tatsächlich keine richtigen Lektoren bei uns.

    Victoria (17:38.701)

    Okay, das ist ja wirklich krass, dass es quasi dann keine fest Angestellten, sozusagen, Lektoren gibt. Sehr, sehr, sehr spannend. Und was hat dich denn, also wenn du sagst, er hat gar keine Ahnung von Verlag und mein Gott, ich kenne, weil ich selber so quasi sehr viel in dieser Buchbubble auch so privat und auf diversen anderen Sachen unterwegs bin, kenne ich auch einige Leute, die im Lektorat arbeiten, solche Sachen und so weiter. Was hat dich denn am meisten überrascht an der Verlagsarbeit, wo du dachtest, wow, das hast du irgendwie anders vorgestellt?

    Victoria (18:10.756)

    Oder hast du dir überhaupt was vorgestellt?

    Lisa (18:11.217)

    Ich überlege, ich glaube bei vielen hat er nicht so eine genaue Vorstellung. ich finde fast alles, was man sich so vorstellt, man stellt sich alles romantischer vor, als es am Ende ist. Das geht aber nicht nur auf ein Verlage, sondern es ist auch Unternehmensführung und so weiter, finde ich. sich immer so romantischer vor, als es am Ende ist. Aber was mich sehr überrascht hat allgemein in der Buchbranche ist, wie die Beste Liste funktioniert und wie viele Bücher man tatsächlich braucht, auf die Beste Liste zu kommen.

    Das fand ich ganz spannend, das habe ich mir einfach viel größer vorgestellt und es ist tatsächlich gar nicht. Also da war ich von dem dem Prozess her sehr überrascht und was mich tatsächlich bis heute, was ich aber nicht verstehen kann, ist wie konservativ ganz viele Dinge in der Buchbranche funktionieren, auch bei Verlagen. Welche Systeme verwendet werden, wie Prozesse gelebt werden, wie Dinge schon seit 20 Jahren genauso gemacht werden und da so wenig ist, lass uns was Neues ausprobieren.

    Lass mal gucken, ob es funktioniert, sondern ne, es wird immer so gemacht. Und wenn die aber ein Bestellzettel per Fax schicken wollen, dann wollen die dann per Fax schicken. Und das kann ich einfach nicht nachvollziehen. Dafür bin ich glaube ich einfach mit Witz informatik und dem IT Background viel zu sehr im technischen Automatisierungen drin, solche manuellen Papierdingen verstehen zu können.

    Victoria (19:29.253)

    Ja, das Thema Fax ist ja sowieso so eine interessante Sache. Ich glaube, das hat auch wirklich so bisschen was mit dem Deutschsprachigen Raum zu tun, dass Leute einfach irgendwie noch Fax haben. Ich finde das immer so lustig, wenn jemand in seiner Signatur eine Faxnummer hat. so, ha, das ist schon ziemlich interessant. Kurzer Hintergrund, in Dänemark haben sie dieses Jahr die Post abgeschafft. Die dänische Post wurde nach 400 Jahren eingestellt zum Januar. Das heißt, hier ist ein bisschen ein anderer Wind, ich bin sozusagen.

    Lisa (19:31.121)

    Ja.

    Lisa (19:40.273)

    Mhm.

    Lisa (19:49.508)

    Tatsächlich.

    Victoria (19:55.005)

    Aber was ich spannend finde, was du eben gesagt hast, es vor 20 Jahren war, ich habe auch das Gefühl, dass manche Sachen auch so bisschen so laufen, es vor 200 Jahren schon war. Einfach so vom oder auch so diese Zeiträume und so weiter. Aber das lässt natürlich auch Platz für Leute wie dich, die dann kommen und sagen Hallo, ich habe eine neue Idee, wir machen das jetzt einfach. Ziemlich nice. Und das scheint ja insgesamt eigentlich alles ganz gut zu laufen. Wie lange war es denn dann von diesem ersten Gedanken zu eurem ersten Verlagsprogramm?

    Lisa (20:02.769)

    Möchtest

    Lisa (20:23.582)

    Also das erste Buch ist erschienen im August 2024 und wir haben so eineinhalb Jahre vorher circa mit der Planung gestartet.

    Victoria (20:33.629)

    Gar nicht mal so langsam, würde ich sagen.

    Lisa (20:37.313)

    Das stimmt für die normalen Verlagsverhältnisse. Wahrscheinlich relativ schnell. Für uns tatsächlich sehr lange Vorlaufzeit. Also als wir aus dem E-Commerce kommen, da geht alles sehr, sehr viel schneller. Und im Verlag braucht man mehr Vorlaufzeit, weil du eben diese Prozessschritte mit Lektora, Chorechor, vielleicht eine Übersetzung, Druck oder da einplanen musst. Das dauert seine Zeit. Aber das macht schon Sinn. Aber so plant man tatsächlich halt jetzt Programme gerne mal eineinhalb, zwei Jahre vorher und kauft Titel ein.

    Und das ist schon wahnsinnig lange, wo man ja auch nie weiß, was passiert auf dem Markt und was passiert in zwei Jahren. Das ist ja schon eine lange Zeit, gerade in der aktuell sehr schnelllebigen Welt, vor allem was digital Instagram, TikTok angeht. Das ist ja gefühlt 20 Jahre, wenn man das umrechnet.

    Victoria (21:19.037)

    Aber das ist halt dieses interessante bei klassischen Verlagen, weil da sind ja Selfpublishers zum Beispiel auch noch bisschen anders unterwegs, wo man dann auch schneller irgendwie was raushauen kann. Aber noch mal, also da können wir vielleicht nachher noch mal drauf eingehen, aber bei dem Thema Verlage, das war ja nicht nur einer, sondern ihr habt inzwischen Leaf und Cinnna, sprich mal das Cinnna oder Cinnna aus? Cinnna, so wie Cinnamon.

    Lisa (21:38.316)

    Ja, Sinner ist richtig. Es soll auch ein Wortspiel sein aus Cinnamon, was ja so ein Spicy-Gewürz ist und aber auch dem Sinner, den man ja S-I-N-N-E-R, also den Sünder schreibt. Ja, genau und damit haben wir...

    Victoria (21:53.373)

    Da kommt schon das Branding raus. Da hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Die spicy Sünde, das ist schon das Programm quasi.

    Lisa (22:01.315)

    So ist das. Das beschreibt das Programm sehr, gut. Und da haben wir letztes Jahr im Herbst gestartet und unterscheiden tatsächlich auch einmal die helle Schwester Leaf und die dunkle Schwester Istan Zinner, wo wir uns ja auf Dark Worms spezialisiert haben.

    Victoria (22:16.249)

    Okay, das heißt alles, was ein bisschen softer ist, ist Romantisy, New Adult, in Anführungszeichen, clean, nee, wahrscheinlich clean Romance, aber alles ein bisschen softer. Und dann Sinner ist alles, was dark Romance und diese Richtung geht. Clara Cut, würde ich sagen. Gibt's auch Titel, wo ihr denkt so, wo setzen wir den jetzt rein? Die so an der Kante sind, living on the edge.

    Lisa (22:27.256)

    Genau, richtig.

    Lisa (22:33.041)

    Ja, gibt es. Und dann müssen wir uns mal gut angucken, welche Themen werden behandelt, welche Triggerpunkte gibt es möglicherweise und dann schauen wir uns ansonsten am Ende ein. Ist im Glück selten, also die meisten kann man recht klar zuordnen, aber es gab schon mal einen anderen, da haben wir diskutieren müssen.

    Victoria (22:51.229)

    Also wie schlimm ist das wirklich, was hier drin steht? Ist das eher auf der Seite der Sünde oder noch verliebt? Voll gut. Ist es denn klar gewesen sofort, dass sie eine neue Marke macht, weil ich das ja schon auch so bisschen beobachte in der Verlagsbubble in den letzten Jahren, dass so diese Imprints, was im amerikanischen Raum sehr, sehr viel immer gemacht wurde, gefühlt für jede Sub-Sub-C-Gruppe hat man so einen Imprint, also die ganzen großen haben ja irgendwie so 20.000 Imprints, im deutschen Raum irgendwie gefühlt bis vor fünf Jahren so gar nicht und jetzt

    Lisa (22:54.129)

    Genau.

    Victoria (23:19.093)

    tausend sie alle mit Imprint und neuen Verlagen sich, also gefühlt so wie es noch nie das gab. Habt ihr da lange darüber nachgedacht oder war von Anfang an völlig klar so, nee das machen wir, weil man hätte ja theoretisch einen großen Verlag für alles machen können. Da gibt es ja auch immer noch sehr viele Publikumsverlage, die das so machen.

    Lisa (23:35.063)

    war für uns eigentlich sehr schnell klar, vor allem aber wegen der Altersunterscheidung. Also gar nicht unbedingt ein Genre, sondern weil wir eine ganz klare Altersbegrenzung haben. Eigentlich sind fast alle Bücher bei CINAH ab 18. Das heißt, wir haben einfach noch eine andere Zielgruppe und uns war wichtig, dass man von außen direkt sieht, ist es lief oder ist es CINAH, einfach auch diese Entscheidung zu haben zwischen dem Software und der Dark Formen.

    Victoria (23:55.997)

    Was kann ich meinen Teenagerkindern geben und was nicht?

    Lisa (23:58.925)

    Auch das. haben tatsächlich auf all unseren Büchern einen Plus 18 Sticker drauf, weil uns ganz wichtig ist, dass alle sehen. Wir empfehlen es ab 18. Jeder kann für sich entscheiden, ob er es lesen möchte. Das können wir nicht einschränken, aber wir geben zumindest die Empfehlung mit, damit die Buchhändler Bescheid wissen und eben auch die Eltern, die ihre Kinder ja gerne unterstützen normalerweise mit Büchern, Hauptsache sie lesen und dann vielleicht auch nochmal genauer gucken. Genau. Richtig. Was ist das eigentlich?

    Victoria (24:19.357)

    Und dann denken, huch, was hab ich denn da verschenkt? Was ist das für ein Zeug? Ja, voll gut. Ganz kurz für diejenigen, die das nicht mitbekommen haben, es gibt ja in dieser ganzen Welt von Romance und Romantis ja auch diesen riesen Boom, der auch quasi in diese Dark-Richtung geht. Aber genauso natürlich auf dem anderen Bereich. Habt ihr Einschätzungen, was größer ist? Also laufen die beiden, wenn ihr jetzt so guckt, eure Top-Titel bei LEAF oder eure Top-Titel bei CINNA?

    sind die ungefähr gleich oder sagst du, boah, das eine geht gerade voll durch die Decke und das andere nicht?

    Lisa (24:54.148)

    Also tatsächlich lässt sich das oft nur titelspezifisch und nicht genre-spezifisch sagen, weil es einfach in beiden Genres Titel gibt, die einfach besonders gut laufen. Aber so overall, auch bei der Bücherbüchse haben wir ja noch mal ganz guten Vergleich, ist Fantasy das Stärkste.

    Victoria (25:08.733)

    Mhm, okay. Aber das heißt nicht die, also quasi nicht so, wie dark oder so das ist, sondern einfach so dieses fantastische Element. Ja, okay. Aber er macht auch Romance ohne Fantasy. Ja, okay, cool. Ja, voll spannend. Du hast auch tatsächlich, wie ich das gesehen habe, relativ angefangen, sehr viel so bei LinkedIn zu teilen. Wie war deine Entscheidung, beziehungsweise auch jetzt hier, du bist ja in diesem Podcast und so.

    Lisa (25:20.515)

    Genau richtig.

    Victoria (25:34.745)

    Wie siehst du eigentlich deine Rolle als Gesicht nach außen, als Gründerin und so weiter? Es gibt ja trotzdem auch sehr viel, ich würde sagen, gerade in der Verlagsbranche gibt es sehr viele Verlage, wo niemand weiß, wer so richtig dahinter steht. sind irgendwelche Geschäftsführer, Menschen, keiner weiß, wer das so richtig ist. Man hat halt vielleicht ab und zu mal irgendjemanden aus dem Lektorat, der sich so bisschen äußert oder so. Hast du dich da aktiv dafür entschieden? Oder ist das auch was, wo du so dachtest, okay, ich mache das jetzt mal? Weil zum Beispiel bei Linkenteils ist ja auch sehr transparent, was so auch schief geht und Fehler und so weiter.

    Was lag da so dahinter?

    Lisa (26:06.446)

    Das war sicherlich eine aktive Entscheidung. Auch bei uns war es so, dass ganz lange, viele Jahre lang nicht öffentlich klar, dahinter steckt. Also wir haben uns zwar nicht versteckt, auch nicht öffentlich gezeigt. die Firma ist quasi so gewachsen. Ganz oft haben wir aber auch so Nachrichten bekommen, die suggeriert haben, dass die Bücher übrigens eine Person sind. Also wenn immer ein Pär Du angesprochen wurde, so ganz freundlich. Und war so oft gar nicht ersichtlich, was steht so dahinter.

    Und erst so 2024, 2025 haben wir dann entschieden, dass es gut wäre, wenn die Bücherbüchse mehr in Gesicht bekommt, zum einen natürlich das Vertrauen der Kundinnen zu fördern, dass sie wissen, wer ist das eigentlich und gehen meiner Meinung Werte mit. Und das war uns ganz wichtig. Das heißt, das haben wir tatsächlich aktiv entschieden und auch nicht bereut. Das heißt, auf Social Media zeige ich mich sehr, viel.

    Wir machen immer wieder Live-Videos, dazu ist auch mein Mann oft dabei, wo wir wirklich ganz transparent Fragen beantworten, auch Dinge besprechen, die nicht gut gelaufen sind und Kundenfeedback einsammeln, weil das einfach für uns total wertvoll ist, mit der Community in den Austausch zu gehen. Das machen wir auch auf den Messen, da sind wir immer und sprechen mit möglichst vielen, weil wir natürlich durch, dadurch, dass wir eine E-Commerce-Brand sind, ganz viel Kundenfeedback nur per Schrift, also egal, ob das jetzt eine DM oder eine E-Mail oder so ist, bekommen.

    und dann ist die Feedback sehr wertvoll ist für uns. Bei den Verlagen ist es tatsächlich ein bisschen anders. Da ist auch kein Geheimnis, dass ich da Verlagsleitung bin, aber auf Social Media und so präsentiere ich mir tatsächlich wenig. Da rücken wir mehr die Autorinnen in den Vordergrund, dass die sich zeigen, weil die einfach alle ihre Personal Brand haben. Und wir schon die Erfahrung gemacht haben, dass sich Bücher von Autorinnen, die eine Personal Brand haben, die sich viel zeigen, die Leute an ihrem Leben teilhaben lassen, sehr, viel besser verkaufen.

    als wenn der Verlag Werbung macht, weil der einfach das Gefühl rund das Buch nie so gut rüberbringen kann wie die Autorin selbst.

    Victoria (28:09.084)

    Das ist eine Aussage. Und ich gehe mal davon aus, bei Bücherbüchs ist es ja quasi auch so ein bisschen, das war ja trotz allem auch deinen am Anfang kuratorisches, sozusagen gespürt herumgebaut, aber bei Verlagen ist es ja auch, ich glaube bei Verlagen geht es ja eigentlich auch eher darum, dass man so bisschen Auswahl hat, Dass man halt so bisschen verschiedene Subkategorien abdeckt und so weiter.

    Lisa (28:27.032)

    Ja, definitiv. Und bei der Bücherbüchse ist auch der Hauptkaufgrund ist nicht der Inhalt. Das ist natürlich auch wichtig, aber das inhaltliche Buch kann man ja übereinander auch kaufen für weniger Geld. Also meistens sind die Bücher bei uns teurer, haben wir den gleichen Inhalt. Das heißt, der einzige Unterschied ist das optische. Und das heißt, bei der Bücherbüchse geht es uns vielmehr darum, das Gefühl zu verkaufen, dieses Buch in den Händen zu halten, die Illustration zu bestaunen.

    sieht es anzuschauen, im Regal zu haben, immer wieder zu sehen. Das heißt, da verkaufen wir das eher das Gefühl als den Inhalt. Und deswegen, glaube ich, braucht es in unseren Augen einfach eine ganz andere Marketingstrategie als bei den Verlagen, es ja hauptsächlich darum geht, Inhalt zu verkaufen.

    Victoria (29:10.301)

    Eine die ich auch noch voll spannend finde, ist, dass ihr ja im Prinzip von einem Businessmodell kommt, wo es eigentlich, ich sag es mal so als E-Commerce-Unternehmen, eher so bisschen fast schon so eine Konkurrenz zu Buchläden so ist, wenn man das so sehen will. Und jetzt als Verlag arbeitet man ja eigentlich quasi mehr mit denen zusammen. Gab es da schon irgendwelche Problemarten in die Richtung? Weil am Ende des Tages, ich würde jetzt mal denken, die Buchhandlungen wollen ja eigentlich am liebsten, dass man bei Indie-Bücher kauft, aber ihr habt ja trotzdem dieses E-Commerce-Modell. Aber als Verlag könnt ihr sie wiederum beliefern, also seid ihr dann quasi so sub.

    Äste dieses Unternehmens. Gibt es da irgendwas, was ihr in diese Richtung nachdenken musstet oder wo ihr auch Erfahrungen gemacht habt?

    Lisa (29:46.086)

    Das war tatsächlich eine ganz große Sorge von uns, als wir die Verlage aufgebaut haben, dass es genau so Probleme machen wird. Hat es zum Glück aber gar nicht. Hat, glaube ich, verschiedene Gründe. Also zum einen sind wir immer sehr offen mit unseren Plänen umgegangen. Heißt, jeder wusste, dass es kommt und dass wir das machen und haben das nicht heimlich reingesnickt. dann ist es ehrlicherweise auch so, dass wir bei vielen Verlagprojekten, wo andere Verlage quasi Konkurrenz wären, wir da gar nicht mithalten können, weil da teilweise so viel Geld hingelegt wird.

    Da haben die großen Verlachshäuser natürlich ganz andere Möglichkeiten als wir als kleines Unternehmen. Das heißt, da kommen wir uns tatsächlich wenig in die Quere. Und deswegen ist es für die Verlage nicht so ein Problem. Und bei den Händlern ist es so, dass wir da sogar viel mit ihnen zusammenarbeiten, auch auf Bücherbüchse Seite. Also wir haben ja auf Bücherbüchse Seite auch Merch, wir produzieren. Und da gibt es schon einiges an Merch bei Talia und Hugen Dubel zum Beispiel. Das heißt, da sind wir sogar Kooperationspartner und gar nicht auch nicht Konkurrenten. Auch weil eben die Bücher, die wir verkaufen,

    ja wirklich anders sind. Sie sind höherwertiger, sie sind teurer und dadurch nicht unbedingt ein entweder oder zu den normalen Verlagsbüchern, sondern viele Kunden kaufen sie tatsächlich beide, die normale Ausgabe und unsere Ausgabe, unsere wird ins Regal gestellt und die andere wird gelesen. Und so befinden am Ende dann auch beide. Genau richtig.

    Victoria (30:59.421)

    Die darf nicht angefasst werden. Diese Sonderausgaben gibt es dann teilweise auch im Buchhandel oder gibt es sie nur exklusiv bei euch? Weil du hast ja zwischendurch gesagt, die gibt es, aber wäre es auch eine Möglichkeit, dass man die auch in die Buchhandel liefern würde?

    Lisa (31:14.607)

    Die gibt es nur bei uns tatsächlich. Für mehr haben wir auch gar nicht die Rechte und würde sich auch nicht lohnen. Also es ist einfach keine Marge mehr übrig, das noch über den Handel laufen zu lassen tatsächlich.

    Victoria (31:23.101)

    Ja, okay. Das ist ja auch gut zu wissen. Gerade bei diesen, wahrscheinlich auch diese ganzen Farbschnittsachen und so. Viele Verlager machen immer nur Erstauflage-Farbschnitt und dann ab der zweiten Auflage verdienen sie das Geld. Ich glaube, wenn man da sagt, diese, und auch dann diese crazy Hardcover mit Wendewummschlag und Broschur und wie die dann alle heißen, das ergibt, glaube ich, Und das ist ja, ich glaube, alle, hier zuhören, wir haben auch einige E-Commerce-Zuhörer, wissen ja, dass dieses DTC, also Direct-to-Consumer, da kann man halt auch einfach so viel sparen, weil der Handler einfach dazwischen echt viel noch abgräbt sozusagen an Marge.

    Lisa (31:32.288)

    Richtig.

    Lisa (31:53.076)

    ist das. Und der Farbschnitt ist wirklich, wirklich teuer. Also wenn du dir anschaust, eine normale Buchproduktion kostet zwei bis drei Euro in den großen Auflagen und der Farbschnitt kostet ein Euro extra. Nur der Farbschnitt. Und das ist ja wirklich nur was Optisches und das lohnt sich auf Dauer tatsächlich bei vielen einfach nicht.

    Victoria (32:04.349)

    Mhm.

    Victoria (32:10.397)

    Und gleichzeitig ist es inzwischen so, also es ist wirklich abgespacet, finde ich, wie wichtig das ist. Also wie viele Amazon Reviews nur davon handeln, so nein, ich habe aber eigentlich die Erstanlage bestellt und da kam mir kein Farbschnitt und mein Gott und gefühlt ist halt Booktalk auch irgendwie so, ich habe meinen Farbschnitt nicht bekommen, aber ich wollte den Farbschnitt, wo ich immer denke, wow, okay krass. Was natürlich total cool ist, weil einfach diese diese Schmuckstückisierung von Büchern natürlich eigentlich richtig, richtig gut ist für alle.

    sozusagen, dass man auch was Schönes hat und so. Und andererseits denke ich mir auch manchmal so, und da gibt es ja auch viele Stimmen, dann sagen so, okay, eigentlich schon komisch, ursprünglich geht es ja eigentlich die Story, aber Unternehmen wie du, wie Euras, profitieren natürlich dann auch davon, dass es so wichtig geworden ist, dass es halt auch alles so super schick aussieht.

    Lisa (32:55.257)

    Ja, definitiv.

    Victoria (32:56.729)

    Aber ich finde es auch gut, weil ich bin auch zum Beispiel jemand, ich warte, wenn ich das Cover nicht schön finde, dann warte ich auf eine andere Ausgabe. Ich will dann einfach das Buch nicht kaufen. Einfach weil ich denke, so nähe. Oder wenn das englische Cover schöner ist, dann kaufe ich das englische.

    Lisa (33:06.451)

    Ja,

    Lisa (33:12.451)

    Richtig, ich bin auch ein sehr optischer Typ und finde auch der Inhalt ist sehr, wichtig, aber ich finde das Optische genauso wichtig und ich habe es immer egal stehen und ich will es bewundern jeden Tag wieder und deswegen ist es für mich auch Zusammenspiel aus beidem.

    Victoria (33:26.397)

    Voll gut. Wir sind ja hier auch ein Creator-Podcast, deswegen lass uns doch mal über das Thema Booktalk reden. das ja auch so was ist, beziehungsweise ist es ja inzwischen Booktalk, Bookstagram, Booktube, überall sind Lesecommunities und auch die grundsätzliche Lesecommunity gerade auch im Bereich, keine Ahnung, so ich glaube so 17 bis 35 Jahre, ist so die Heavy-Kohorte oder so. Wie nutzt ihr das? Wo seht ihr vielleicht auch die Grenzen? Und ihr seid ja, beziehungsweise du mit deinen Unternehmen bist ja so wirklich so im

    in diesem Aufschwung von dieser ganzen Trendgeschichte rund Booktags sozusagen dann auch mitgeschwommen. Wie ist da so der Status beziehungsweise wo Sie es so dass sich das auch gerade so entwickeln?

    Lisa (34:06.74)

    Ja, tatsächlich sind wir da wirklich genau reingerutscht. Als ich damals angefangen habe, wusste ich gar nicht, dass es das gibt. Also ich kann natürlich Instagram gamen, aber dass da so ein Bookstargamen Community gibt, wusste ich gar nicht. Wir sind da wirklich reingeschlittert und dann damit gewachsen. Also da ist ja letztes Jahr total viel passiert und als dann auch TikTok dazukam und das ja auch so gefördert wurde von TikTok und das Bootlog so groß geworden ist, das haben wir enorm gemerkt. Für uns war tatsächlich das

    mit TikTok anfangen, weil es immer so okay, wer macht das jetzt intern und brauchen wir das? Na gut, machen wir mal und posten ein paar Videos und dachten auch nicht, dass es so groß wird. Tatsächlich erreichen wir da die jüngere Zielgruppe sehr, gut, die einfach auf TikTok sehr, sehr viel unterwegs sind. Wir haben aber schon die Erfahrung gemacht, dass unsere Instagram Community sehr, sehr viel mehr kauft, als bei TikTok ist. TikTok ist wirklich sehr viel Konsumieren.

    aber nicht so kaufstark, wie es bei Instagram der Fall ist. Aber tatsächlich sind mittlerweile beides ganz, ganz wichtige Säulen von unserem ganzen Marketing. Was Instagram von Anfang an, damit haben wir gestartet und tatsächlich wurden wir auch mal gehackt mit unserem Instagram-Account. Das ist wieder ein paar Jahre her und das war für mich so ein Weltzusammenbruch, da dachte ich, jetzt ist vorbei. Ohne Instagram haben wir keine Kunden, haben wir kein Marketing, da können wir echt zumachen. Das waren die schlimmsten drei Tage meines Lebens, bis der wieder freigeschaltet wurde und alles wieder gut war.

    Aber da habe ich auch gemerkt, wie abhängig wir eigentlich sind von diesen Plattformen. Klar haben wir auch noch Newsletter und so weiter. Das läuft schon auch alles gut, aber die Hauptkanäle sind einfach Social Media.

    Victoria (35:43.183)

    Okay, heißt, Newsletter ist bei euch gar nicht so quasi ein Abverkaufskanal.

    Lisa (35:46.356)

    Aber würde ohne das Tausch wieder natürlich auch nicht wachsen.

    Victoria (35:51.485)

    Ach so, das heißt, die Leute werden über Soshmida angelockt. Ich hör immer von ganz vielen, dass Soshmida wirklich auch so Reichweite ist. Aber dass am Ende über E-Mail die Leute sehen und kaufen, weil die ja dann schon bisschen vorgibt.

    Lisa (36:04.308)

    ist viel, aber uns ist schon auch viel direkt über Social Media tatsächlich. Und halt alles rund Bekanntheitsgrad steigern Reichweite. alles über Social Media, eben weil wir diese hohe Weiterempfehlung haben, haben wir immer noch. Und das läuft alles über Social Media. Das heißt deswegen wachsen da unsere Kanäle auch einfach sehr, sehr stark, weil uns so sehr viele neue Leute kennenlernen. Die werden dann im Medialfall natürlich auch Zvenusnetter abonnieren. Aber jetzt...

    Die Anzahl Newsletter-Abonnenten und Follower auf Social Media kann man in keiner Weise vergleichen.

    Victoria (36:35.005)

    Nee, ist klar. Aber es ist auch so, meine, Social Media ist ja auch so bisschen sehr davon getrieben, so von Emotionen und was halt gerade so passiert und die Leute. Und auch gerade bei TikTok habe ich immer das Gefühl, so wow, alles wird aufgebaut. Gibt es da auch Sachen, ihr dann vielleicht auch in verschiedene Richtungen geht. Also erstens, ich überlege gerade, eigentlich ziemlich krass, wenn man so drei Marken hat, Bücherbüchse und Zinder und Leaf, erst mal drei verschiedene TikTok-Kanäle, drei verschiedene Instagram-Kanäle.

    Hier und da, allein dafür brauchst du ja die ganzen Leute und so weiter, das ist ja eigentlich schon krass. Aber gibt es dann auch so verschiedene Sachen, wo man dann auch so zum Beispiel sagt, man hat irgendwelche PR-Problematiken oder Leute posten irgendwelche blöden Sachen, weil da ist ja auch ganz schön viel in diesem Genre, wo Leute auch sehr viel meckern und auch gerade so die Buchbabel, da geht es ja auch teilweise schon sehr meinungsstark, nennen wir das mal so zur Sache. Ich weiß nicht, ob ihr da schon mal irgendwie in diese Richtung irgendwelche Problematik hattet.

    Lisa (37:29.976)

    Definitiv, ja. hatten schon mal einen oder anderen Shitstorm und da kommt man glaube ich auch nicht dran vorbei. Also ich glaube immer wenn man auf Social Media unterwegs ist, gibt es irgendwann mal etwas was jemandem nicht passt und was dann einfach sehr schnell aufgebaut wird, wo sehr viele Leute damit aufspringen und das sich dann auch sehr schnell groß verteilt und wie so ein Fächenbrand plötzlich abgeht. Und hatten wir auch schon, konnten wir zum Glück alles immer wieder relativ schnell eindämmen.

    Und hat auch der Marken keines der Weise geschadet, sondern immer eher, es kam positiv an, wie wir mit dem Feedback umgegangen sind. Also wir sind niemand, der dann jemand anderen schuldig macht oder dann zurückbäscht oder so, sondern wir nehmen das Feedback mit und lernen daraus und ändern Dinge. Und das kommunizieren wir aber auch ganz offen. Hey, wir haben euer Feedback wahrgenommen und das und das ändern wir jetzt.

    Und das wird immer sehr, geschätzt, weil die Community weiß, sie können mit allem, was sie nicht gut finden, zu uns kommen. Wir hören das und wir lernen daraus. das ist auch der Grund, warum wir keine Kommentare löschen, zum Beispiel aus Social Media, was ja auch ganz, ganz viele sowohl Creator als auch Marken machen. Wenn Kritik kommt, wird die einfach gelöscht. Und auch da sagen wir, wir finden es gut, wenn wir Feedback bekommen, egal ob positiv oder negativ, solange es respektvoll bleibt.

    Victoria (38:49.745)

    Ich wollte schon sagen, aber es gibt ja auch Feedback, was nicht Feedback gar nicht nennt, weil es einfach nur Pöbeln ist.

    Lisa (38:53.484)

    Ja. Genau, gibt es. Das löschen wir auch nicht. Nein. Wir rufen dann immer wieder zu respektvollem Umgang auf.

    Victoria (38:57.465)

    Das löscht ja auch nicht. Wenn jemand pöbelt. Okay.

    Victoria (39:04.125)

    Antwort, what's your words? Ja, da findet dann Erziehung in den Kommentarspalten statt. Wobei tatsächlich, ich glaube, ab einer gewissen Communitygröße sind ja auch die Leute unter sich dann so gegenseitig Polizei. Das ist ja dann auch ganz cool, wenn die Leute euch mögen, dass die sich dann, wenn dann irgendjemand so in Quero Land kommt, die dann schon, da muss man sich wahrscheinlich gar nicht mehr drum kümmern ab einem bestimmten Punkt.

    Lisa (39:06.74)

    Sündeart, richtig.

    Lisa (39:25.956)

    Ja, wir werden schon auch viel verteidigt dann tatsächlich. Also da gibt es dann immer wieder ein paar, die auch für uns in die Bresche springen und das dann eindämmen. Deswegen läuft das eigentlich alles sehr, gut. Weil ich es ja auch angesprochen habe, gerade in der Bookbubble, passieren halt auch total viel so Dinge. Der eine erzählt Tee über den anderen und dann wird der nächste greift es wieder auf und dann entstehen so ganz wilde Sachen. Da haben wir auch schon halt viel mitbekommen. Das natürlich aber auch Sachen, da halten wir uns völlig raus.

    Victoria (39:51.133)

    Mhm.

    Lisa (39:51.282)

    Also wir machen quasi unser Geschäft und bleiben im Aushalt mit der Community. Aber bei all diesen Lestatigeschichten, da machen wir jetzt gar nicht mit. Das schauen wir uns an, aber lieber nicht teiltesten sein.

    Victoria (40:03.837)

    Ja, das ist ja auch wahrscheinlich... Ich meine, das ist ja auch wirklich eigentlich nicht die Rolle, vor allem wenn man sagt, okay, ihr habt jetzt einmal diese Verlagsrolle und dann natürlich auch diese, diese Kurationsrolle und so weiter, da würde man sich ja wahrscheinlich auch einfach nur ins Abseits schießen, mal mit so einer richtig... Fußballmetapher hier die Ecke zu kommen. Was wollte ich noch sagen? Diese, diese, diese, diese Schnelligkeit, die du jetzt an den Tag gelegt hast, beziehungsweise ihr...

    ist ja schon ziemlich krass, auch jetzt gerade so in dieser Buchbabel mal kurz so zwei Verlage gegründet und dies und das. Geht das jetzt so weiter? Also habt ihr jetzt schon die zwei nächsten Verlage in Planung? Also, okay, weißt du was? Ich formuliere das jetzt anders. Wo siehst du dich selbst in fünf Jahren, Lisa? Wo geht der Weg gerade so für dich hin?

    Lisa (40:49.525)

    Spannende Frage. Ich kann sie ehrlicherweise aber überhaupt nicht beantworten, weil ich keinen Plan habe. Weder für nächstes Jahr noch für die nächsten fünf Jahre. Und ich brauche ihn auch gar nicht, ehrlicherweise. Also ich habe nicht das Bedürfnis einzumachen und mache einfach gerne weiter und schaue, wo es uns hintreibt, welche Ideen mir kommen, was wir davon umsetzen wollen. Tatsächlich gibt es so ein paar Ideen in der Pipeline, an denen ich teilweise schon arbeite.

    Victoria (40:51.453)

    Hahaha

    Ja.

    Lisa (41:16.581)

    und teilweise noch mein Mann überzeugen muss, dass wir das machen wollen. Ich bin halt eher so kreativ, visionär, lasse das und das alles machen. Und mein Mann ist, stopp mal, aber dafür müssen wir das beachten und da müssen wir das bedenken und hier haben wir diesen rechtlichen Regularien und so weiter. Und dann läuft vieles nicht so schnell, wie ich mir das wünschen würde. Aber es gibt das eine oder andere, teilweise auch noch ein bisschen in eine andere Richtung als nur Verlage. Ich habe auch noch Verlagsidee noch. Aber noch nichts, wo ich jetzt sage, das wird fix kommen.

    und uns die nächsten fünf Jahre beschäftigen.

    Victoria (41:46.141)

    Okay, also Team von Lisa, keine Angst, wenn ihr das hier hört. Sie wird gebremst.

    Lisa (41:50.229)

    Ja, wissen Sie, sie bremsen aber auch immer wieder alle ein bisschen.

    Victoria (41:54.589)

    Aber das ist ganz interessant, weil ich rede ja sehr viel mit Unternehmertypen, Leuten und so. Die sind alle irgendwie gefühlt gleich. Alle immer so die großen Visionen und so und alle anderen müssen am Bremsen. Mir geht das selber auch oft so, dass ich die anderen Leute dann so bisschen als die Spielverdehbar sehe. Und ich bedenke so, hä, aber das muss doch eigentlich alles möglich sein. Aber es ist, glaube ich, trotz allem gut, dass es sie gibt. Dass sie Realität auch mithalten kann.

    Lisa (42:10.101)

    Mhm.

    Lisa (42:15.94)

    Ja, einfach weil die... Genau, und die Ressourcen ja auch begrenzen, ehrlicherweise, was Arbeitszeit anbietet und Geld und oder solche Sachen. Das ist halt nicht unendlich verfügbar und die Mitarbeiter wollen irgendwie komischerweise nicht rot um die Uhr arbeiten. Also das verstehe ich auch nicht, aber dann muss ich halt irgendwie leben.

    Victoria (42:21.827)

    Wie ärgerlich eigentlich.

    Victoria (42:33.405)

    An deinem Führungskräftestraining hast du gelernt, mit dieser Einschränkung umzugehen. Ah ja, wie cool. Ist es denn, dadurch, wir können ja noch so ein bisschen hier so, ich sag jetzt mal so after-questionmäßig, ich glaub, ich hab die ganzen harten Fragen jetzt gestellt. Wenn du jetzt so bisschen sagst, Bücher babbel so an sich, siehst du jetzt mal abgesehen von jetzt eurem Verlag und was ihr gerade so habt, siehst du denn auch gerade so insgesamt so Trends? Ihr seid ja sehr viel in diesem Fantasy-Romance-Bereich unterwegs. New Adel war's ja auch einfach Altersgruppen-mäßig so ein...

    Lisa (42:37.848)

    Genau richtig.

    Victoria (43:02.247)

    ein super gehypter Trend, in den vielen Jahren ist. Gibt es so Sachen, du gerade beobachtest, die du so grundsätzlich spannend findest, zum Abgesehen vom Verlagsbusiness, aber gerne auch im Verlagsbusiness, je nachdem, was du so gerade beobachtest?

    Lisa (43:13.517)

    Also was ich super spannend finde ist ganze Event-Thema. Da ist im letzten Jahr schon viel passiert und kommt auch noch viel. Es gibt super viele Buchmessen plötzlich, auch viele so kleine Buchmessen. Es gibt ganz viele Release-Partys, es gibt so Buchbälle, es gibt ein Buchfestival. Also da ist sehr, viel Fokus auf Events gelegt und das finde ich total spannend, weil die meisten Leute, die ich kenne, gerne lesen, die sind so drinnies, die sind so wie ich.

    und sind am liebsten eingekuscht unter der Decke mit einem Buch und einem Tee und wollen eigentlich niemanden sehen. Und das kann ich total gut nachvollziehen. Und trotzdem haben aber ganz, ganz viele das Bedürfnis, für solche Events rauszugehen, Gleichgesinnte zu treffen, Autorinnen zu treffen, was eigentlich außerhalb der Komfortzone ist, aber das unheimlich schön finden. Und ich kann es gut nachvollziehen, weil man einfach oft auch im Freundeskreis keine Leute hat, gern lesen und so einfach dann viele neue Leute kennenlernt, die das gleiche Hobby teilen. Aber...

    Das sehe ich finde ich total schön, machen wir auch. Also auf allen Messen sind wir mit dabei und treffen auch viele. Wir hatten jetzt einen Pop-up-Store in München, haben da ganz ganz viele Kunden getroffen. Also das ist sehr sehr schön. Und dann finde tatsächlich auch so die Genreentwicklung ganz spannend. Also wir sind ja im, mit dem New Adult sind wir groß geworden. Und da ist ja die Protagonisten-Altersspanne so von 19 bis 25, 26, grob. Und jetzt kommen immer mehr Bücher, die quasi da draufsetzen, die nicht direkt sind

    Frauen in der Toskane, weißt du, mit 40 plus, sondern so diese Spanne dazwischen. Und das finde ich ganz spannend, dass es jetzt immer mehr kommt und dass halt vor allem die Literatur ist für Frauen rund Emanzipation und wo möchte ich eigentlich hin, wie finde ich mich selbst, welchen Karriereweg möchte ich wählen, all das. Das finde ich total spannend. Vielleicht auch, weil ich einfach genau in diese Altersgruppe jetzt reinrutsche und das viele Themen sind, mich auch beschäftigen, kann auch gut sein. Aber

    Victoria (45:04.605)

    dass dieser Millennial-wit-erwachsen-Trend, ja.

    Lisa (45:06.422)

    Richtig. Genau, aber das greifen über viele Verlage auf und machen auch, wie du schon gesagt hast, einfach da wieder eigene Imprints, das zu unterstützen.

    Victoria (45:16.477)

    Das ist interessant, das haben wir vor kurzem auch hier im Podcast aufgeredet, dass es ja gerade auch so eine totale Nostalgiewelle in bestimmte Richtungen geht. Also auch Diddle, Bibi Blocksberg, so alles, so die Leute, heute zwischen, keine Ahnung, zwischen 30 und 40 sind, grob so ungefähr. Also da kommt jetzt halt so eine ganze Welle, ich finde das auch super spannend, wo dann einfach so irgendwie, man ist halt so nicht mehr so die jüngste Generation, aber irgendwie so alt oder erwachsen fühlt man sich auch nicht. Das ist eine sehr, spannende Zwischenphase,

    Weil ja auch viel im Buchmarkt auch bekannt ist, es eben, was du auch gesagt hast, so Frauen über 45 oder so, das ist auch so eine ganz klassische Zielgruppe, auch sehr bestimmte Cover-Designs und alles. Und die New Adult Bubble, das war ja auch übertrieben lange komplett aus den Augen gelassen von der Buchbranche. Und jetzt haben sie die quasi alle mitgenommen, aber das ist schon recht so dazwischen. Das sind ja auch richtig viele so Verlage jetzt auch, wie du gesagt hast, so Imprints, auch dieses, wie heißen die, Polar und alle möglichen, sind ja quasi genau für diese

    Das ist wahrscheinlich so eine 15 Jahre Alterskohorte oder so, da ist. Ja, das sind alle, dann so tick erwachsen werden, aber eigentlich keinen Bock drauf haben. Das ist die Zielgruppe. Cool. Wie viel schaffst du denn selber überhaupt noch zu lesen, wenn du jetzt so unfassbar einge... Also du bist ja wahrscheinlich eingebaut mit Arbeit, wie sich das anhört. Also hier die ganzen Verlage und hier und da schaffst du selber. Wie viele Bücher schaffst du so?

    Lisa (46:24.95)

    Sieht auch richtig.

    Lisa (46:43.154)

    Nicht so viele, wie ich gerne würde. Ich lese so 30 bis 40 Bücher im Jahr. Manchmal schaffe ich 50, wenn es ein gutes Jahr ist.

    Victoria (46:50.07)

    Ja, okay, aber immerhin, also, das können die meisten, glaube ich, nicht so von sich behaupten.

    Lisa (46:54.422)

    Das stimmt, ist okay, aber nicht da, wo ich hin möchte.

    Victoria (46:58.148)

    Wo möchtest du denn hin, dieser?

    Lisa (47:00.295)

    Tatsächlich würde ich gerne meinen gesamten Stapel ungelesener Bücher lesen. Das wäre so mein Ziel, wenn da nichts ist und ich alles Tolles gelesen habe.

    Victoria (47:06.521)

    Ja, okay, der muss ja wahrscheinlich täglich größer werden, wenn ihr allein aus allen Verlagen dann die ganze Zeit, du hast ja wahrscheinlich Bücher noch und Nöcher. Okay, verrate uns doch die Zahl deines Saps, deines Stapels ungelesener Bücher.

    Lisa (47:12.918)

    Ja, das ist korrekt.

    Lisa (47:21.11)

    2044.

    Victoria (47:23.473)

    Okay, ich glaube in den nächsten... Ich glaube nicht, es realistisch ist, dass du die alle auf Null bekommst. Vor allem mit den Neuerscheinungen. Das ist ja mega. Okay, cool. Ich habe noch ein paar Abschlussfragen, bevor wir uns quasi so bisschen auf dem Ende zuneigen. Ich glaube, was ich noch so bisschen spannend finde, ist, wenn jetzt jemand zuhört und denkt, boah, irgendwie voll cool, was sie so gemacht hat. es ist irgendwie aber trotz allem ein sehr, sehr großer Schritt.

    Lisa (47:27.894)

    Ich auch nicht, leider.

    Victoria (47:53.207)

    Wie würdest du jetzt nicht natürlich, wenn man das gleiche Business startet, was du gestartet hast, aber wenn man sagt, boah, mich juckt es irgendwie auch so in den Fingern, glaubst du, dass es heute immer noch möglich ist, auch als quasi Starter reinzugehen? Weil trotz allem ist der Social Media heute und 2018 noch bisschen eine andere Welt. Auch wenn man gerade aus der Buchbubble guckt oder auch wann anders. Also siehst du da auch Leute, die heutzutage noch cool was starten können? Oder hast du schon das Gefühl, uuh, es wird eigentlich alles schwieriger, so durch die, ich sag jetzt mal, Algorithmen durchzudringen?

    Lisa (48:23.158)

    Ich bin schon der Meinung, dass es geht, wenn man es wirklich möchte. Ich glaube, ist meistens der Knackpunkt. Möchte man das Ergebnis, wo man irgendwo mal hinkommt oder möchte man den Weg? Weil ich glaube, wenn das das Ergebnis ist, ich will ein großes Unternehmen haben, ich will Creator sein, 100.000 Follower, das möchten total viele. Aber der Weg dahin, der ist wirklich, wirklich schwer und erfordert viele Opfer und oft weiß man nicht, was quasi kommen wird.

    und ob man bereit dafür ist, diese auch zu bringen. Aber ich bin der Meinung, wenn man das möchte, wenn man das durchzieht und die Opfer bringt, die nötig sind, dann kann man definitiv erfolgreich sein. Und das glaube ich auch, ganz egal was man macht, ob das Social Media ist, ob das ein Restaurant ist, ganz egal. bin immer der Meinung, wenn man es wirklich will und alles dafür tut, dann kann man damit erfolgreich sein.

    Victoria (49:14.493)

    Das ist super spannend, dass du das sagst. hatte gerade, ich glaube, letzte Woche, letzte Woche eine Folge. Ich kann mal ganz kurz hier in den Redaktionsplan gucken, wer da einen Input braucht. Das ist sehr, spannend. Als hätten wir uns ja abgesprochen. Wo es darum ging, ich werde einfach dann die in die Show nur setzen, wo es darum ging, weil ich das auch oft mit Leuten rede, wo man so denkt, ja, okay, ich habe das halt versucht und so. Und dann sage ich auch mal zu den Leuten, okay, auf einer Skala von 0 bis 100, wie sehr hast du es wirklich versucht? Hast du so 10 % gegeben oder 100 % deines maximalen, wie viel kannst du da rein?

    So ungefähr. Und wenn man das mal so richtig, richtig, richtig ehrlich ist bei fast allen Sachen und bei fast allen Leuten ist man halt so... halt so irgendwo in den ersten Dritteln vielleicht oder so. Und ich beobachte immer wieder, dass irgendwie fast alle Leute, dann am Ende so als die Erfolgsstories rauskommen, wo alle denken, wow, die hatten aber Glück und es hat alles geklappt und so. Ja, am Ende hat man natürlich immer auch so Mitwind oder so, wie bei dir zum Beispiel, wenn du sagst, praktischerweise ist zufällig auch gerade Puk-Tok groß geworden in dem Zeitraum und so weiter.

    Das spielt natürlich auch eine große Rolle. Aber am Ende des Tages, je länger man dann auch mit Leuten redet, desto mehr ist es am einfach so sehr viel harte Arbeit hinter verschlossenen Türen, die voll anstrengend war, voll unglamourös. Aber die Leute sind einfach so total motiviert, intrinsisch, weil die einfach sagen, ich mach das jetzt einfach, egal, egal.

    Lisa (50:30.959)

    Ja, richtig. Und das sehen die wenigsten Leute ja. Also, was man sieht, ist den Erfolg von außen oder eben auch, wo man am Ende steht und nicht, was aber bis dahin passiert ist. Und wenn ich mir anschaue, wie viele Nächte und Wochenenden man mal und ich uns die Ohren schlagen seit vielen, Jahren, wie lange wir keinen Urlaub gemacht haben und was für einen Stellenwert, was für eine Priorisierung die Arbeit für uns hat, keiner von uns geht irgendwo hin ohne Laptop. immer

    Victoria (50:37.405)

    Mmh.

    Lisa (50:57.831)

    Erreichbar zu sein, falls irgendwas passiert, das beheben zu können, das ist total selbstverständlich für uns. Und alle Mitarbeiter wissen, sie können uns jederzeit anrufen und wir kümmern uns jederzeit jedes Problem, ganz egal was aufkommt. Aber das ist natürlich eine mentale Belastung, die wir tragen. Das machen wir, weil wir es möchten, weil wir diese Firma groß machen wollen und das genau das ist, was wir toll und was wir spannend finden und wo wir das Gefühl haben, wir können einen Impact generieren.

    Aber das ist natürlich nichts, was man irgendwie in zwei Stunden am Tag macht und dann sitzt man sechs Stunden in der Sonne. Das wäre natürlich schön, aber das ist halt leider selten so.

    Victoria (51:33.693)

    Ja, aber ich finde es gut, dass du das transparent sagst, weil einem ja schon immer online auch so diese Work-Life-Balance verkauft wird und dieses oft, das habe ich auch schon oft in den Worten gesagt, oft von Leuten, die es schon geschafft haben, die dann so ganz zufällig vergessen, wie viele Jahre sie im Keller saßen und kein Sonnenlicht gesehen haben. Dass die allermeisten Leute, was Größeres aufbauen, egal was größer bedeutet, kann man ja selber für sich selber überlegen, wie weit man quasi gehen und wachsen möchte. Ich kenne eigentlich echt keinen, dabei Work-Life-Balance hatte.

    Aber das will immer keiner hören.

    Lisa (52:05.107)

    Ja, weil es erstmal so toll klingt. ist selbstständig. Man kann selber über seine Zeit bestimmen. Aber da habe ich als letztes ein lustiges Reel gesehen. Klar bin ich selbstständig und bestimmen über meine Zeit und bestimmen, dass ich nachts 3 Uhr weiterarbeiten möchte, weil ich das halt so toll finde. Sicher. kann arbeiten, wenn man möchte und deswegen arbeitet man halt am Ende irgendwie immer.

    Victoria (52:23.229)

    Ich arbeite, ich möchte. möchte eigentlich immer arbeiten. Na ja, aber solange man das auch wirklich möchte, ist das ja eigentlich gar kein Problem. Und ich glaube, es ist eigentlich nur so dieser Clash von dem externen was viele haben und dem... und was du ja auch gesagt hast, dieses, es ist am Ende alles viel romantischer von außen. Auch, was du gesagt hast, Geschäftsführung, das Gleiche. Ich rede ja mit sehr, vielen auch die, wie ich so Creator-Unternehmen aufgebaut haben und so weiter. Nach außen sehen viele, cool aus und man sieht ja auch nur so die Highlights.

    Lisa (52:25.463)

    Genau. Genau, richtig.

    Lisa (52:49.431)

    Mhm, klar.

    Victoria (52:50.829)

    Und unter der Kulisse, wollte ich schon sagen, hinter den Kulissen ist natürlich auch alles mögliche andere. Deswegen finde ich es auch bei dir voll cool, dass du auch Sachen eben auch zum Beispiel LinkedIn teilst. Wenn wir auf jeden Fall in die Show Notes setzen, wen das interessiert, bisschen Backstage-Berichte zu sehen. Gibt es sonst noch was? Ich meine, wir werden natürlich alle Verlags-Links in die Show Notes setzen. Was gibt es denn noch so? Was ist LinkedIn-Account? Die ganzen Socials?

    Lisa (52:55.095)

    Ja.

    Lisa (53:16.412)

    Ja, genau, die Socials, wir jeweils eine eigene Website und das ist eigentlich so das Wichtigste. Da kann man alles sehen, was wir so machen.

    Victoria (53:24.221)

    Okay, jetzt stelle ich dir noch eine schwierige Frage, weil du hast ja so einen riesen Stapel mit Büchern und liest auch so viele. Hast du? Da habe ich dich jetzt nicht drauf vorbeide, aber das ist jetzt schon spontan. Also, die Leute, hier diesen Podcast hören, lieben Business-Bücher, also alles, was so Non-Fiction ist. Aber ich würde dich neben deinen Lieblings-Business-Büchern auch gerne einfach mal zu deinen persönlichen Lieblingen in deiner Bubble fragen, einfach nur, weil du vielleicht ein paar gute Tipps hast. Fangen wir doch mal an. Gibt es denn Business-Bücher, wie liest du überhaupt Business-Bücher, die du empfehlen kannst?

    Lisa (53:51.733)

    Tatsächlich habe ich da so gut wie gar nichts gelesen. Eins, ich gelesen habe und gut fand, ist von Natalie Dawson, ist eine US-Amerikanerin. Die hat ein relativ großes Unternehmen aufgebaut und teilt auch sehr viel dazu aus Social Media. Und die hat ein Buch veröffentlicht, wo es ganz viel Mitarbeiterführung und Unternehmenstruktur geht, wie man Werte und seine eigene Vision und die Mission ins Unternehmen bringt, damit die Mitarbeiter wissen und spüren, wozu machen wird das eigentlich.

    Und das fand ich total wertvoll. Wir haben schon seit ein paar Jahren unsere eigenen Werte, die wir verkörpern, die auch relevant sind für uns in der Mitarbeiterbeurteilung, wir Feedback geben, das einfach die eine wichtige Rolle spielen. Aber da konnte ich aber auch total viel mitnehmen, ja allen im Unternehmen und auch den Kunden am Ende klar zu machen, wo wollen wir eigentlich hin, was ist unsere Vision und warum machen wir das und warum habe ich immer neue Ideen und wo es hieß, alle hin. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber ansonsten

    Hier sind tatsächlich ganz, ganz wenig Business-Bücher, auch einfach keine Zeit.

    Victoria (54:51.255)

    Okay, aber das eine können wir, das eine werden wir auf jeden Fall schon noch setzen. Okay, cool. Das war die schwierige Frage. Die viel leichtere Frage ist natürlich deine, sagen wir mal deine Romantisie-Favoriten.

    Lisa (55:01.744)

    Also mein Forever Favorit habe ich eigentlich drei Stück. Zum einen ist das Das Reich der Sieben Höfe von Sarah J. Maas. Ich kenne ihn wahrscheinlich so gut wie jeder. Habe ich total geliebt. Ist eine FaZe-Story und hat im zweiten Band so einen unfassbaren Plot twist. Das habe ich einfach geliebt. Dann Fourth Wing. Kommen wir euch dran vorbei. Die ganz große Drachenreiter-Geschichte, die...

    die für die ganze Welt beschäftigt hat und alle darauf warten, dass eine neue Band kommt. Die ist auch nicht abgeschlossen. Ich warte auch. Und dann das dritte ist Spark of the Everflame. Das haben wir bei unserem eigenen Verlag lief rausgebracht. Genau, richtig, ist auch eine Fej-Geschichte. mit einer ganz, ganz starken Protagonistin, die genau weiß, was sie will und wohin sie will.

    Victoria (55:43.054)

    von Pen Cole oder heißt es, ich, oder? Ja. Auch so ein Hype. Den habt ihr, den habt ihr gekriegt, den Titel.

    Lisa (55:55.697)

    und alles dafür tut, das zu erreichen. Und ich liebe einfach Geschichten, wo weibliche, starke Hauptfiguren eine Rolle spielen. Und das sind so meine Favoriten, die ich im Bereich Ja Momente sie am allerliebsten gelesen habe.

    Victoria (56:09.661)

    auch die werden wir natürlich in die Shows setzen für alle, jetzt denken, so okay, ich habe diesen Podcast gehört, das Businessmodell schön und gut, aber eigentlich will ich jetzt nur wissen, was sie empfiehlt für die Lesetipps. Voll gut. Ja, vielen, Dank Lisa. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was ich euch noch antue mit. Du wurdest ja auch dieses Jahr geehrt, das habe ich gar nicht erwähnt. Du warst unter den OMR Top 50. Hat das einen Unterschied für dich oder euch gemacht? Hast du da noch irgendwie neues Interesse, Aufmerksamkeit bekommen?

    Lisa (56:30.209)

    Ja, da war ich auch sehr überrascht.

    Lisa (56:37.464)

    Ja, tatsächlich ganz, ganz viel politische Feedback aus der Buchbranche selber. Also ganz viele Leute, die wir jetzt mal wieder mal gesehen haben, die mich den Beglück wünscht haben, die das auch ganz toll finden, dass die Buchbranche da einfach ja mit auftaucht, weil wir doch noch eine sehr konservative Branche sind und ja print und er ist ja eigentlich sehr digital versiert, also nicht so unbedingt eine Buch-Connection. Und deswegen kam da dann ganz viel Feedback und einfach auch viel neue Leute über Linkedin und weiter zum Connecten. Also da sind ein paar ganz spannende

    Gespräche raus entstanden. Mehr aber für mich und fürs Networking als fürs Business selber.

    Victoria (57:14.189)

    Ach so, ja, weil das ja quasi dann so bisschen eine andere C-Gruppe ist. ja, mal gucken, was passiert, wenn du im CreatorWay Podcast rauskommst. Dann explodiert's. Es explodiert, Lisa, es wird explodiert. Voll gut. Cool. Vielen, Dank für deine Zeit und auch den Einblick, wie gesagt, an alle, hier zuhören. Guckt euch auch mal LinkedIn an und schaut euch einfach die ganzen verschiedenen Sachen an. Ich glaube, man kann auch im Social Media Rabbit Hole bei den ganzen 1000 Büchern und Content Sachen, die ihr macht, verschwinden.

    Lisa (57:22.808)

    Niemchen Wagen.

    Victoria (57:39.641)

    Von daher, diese Genres noch nicht für sich entdeckt hat, da könnt ihr für nicht werden, schließt ein Abo ab. Also hier der Call to Action nochmal. Und ich wünsche dir weiter natürlich super viel Erfolg und werde natürlich voll gerne auch beobachten, was du so in Zukunft alles für neue spannende Sachen machst und welche Ideen du hast, die von denen dich dein Team dann nicht abhalten kann.

    Lisa (57:58.552)

    Schauen wir was ich durchkriege.

    Victoria (58:00.067)

    Ja, guck mir, ich drück dir die Daumen, dass du dass du alles durchprügelst, was du, was du gerne machen möchtest. Vielen, Dank und ja, viel Erfolg. Ciao, ciao.

    Lisa (58:08.799)

    Danke, tschüss!

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