Imposter-Syndrom im Business: Muss man sich Erfolg erst innerlich erlauben? (mit Anna Pietzka)
Main character doubt?
„Ach, ich hatte einfach Glück.“ Oder: „Das ist mir doch nur zugeflogen.“
Kennst du solche Gedanken? Hellooo Imposter-Syndrom! 😅
Du zögerst bei der nächsten Preiserhöhung, hast plötzlich Angst vor einem Vortrag oder fragst dich, ob du eigentlich wirklich so kompetent bist, wie andere glauben.
Anna Pietzka beschäftigt sich genau mit diesem Thema und erklärt aus psychologischer Sicht, warum selbst objektiv erfolgreiche Menschen ihre eigene Kompetenz immer wieder infrage stellen. Statt Erfolge als eigene Leistung anzuerkennen, werden sie schnell auf Glück oder äußere Umstände geschoben.
Besonders spannend: Mehr Erfolg löst diese Zweifel nicht automatisch. Im Gegenteil – manchmal steigt damit sogar der Druck, das erreichte Level jetzt unbedingt wieder halten zu müssen. Und genau das kann sich dann in Perfektionismus, Prokrastination oder dem Vermeiden neuer Chancen zeigen.
Wie du erkennst, wann Selbstzweifel noch völlig normal sind, wann dein innerer Imposter dich wirklich ausbremst und warum du dir deine eigenen Erfolge vielleicht erst einmal wirklich erlauben musst, hörst du in der neuen Creatorway-Folge! 🎧
Mehr zu Anna findest du hier:
Folge 0204: Meine Beobachtungen zum Sachbuch-Markt und "expertigen" Büchern
Folge 0132: Warum ich jetzt eine "Prokrastinationsliste" führe
Hör dir das Interview mit Anna jetzt in Folge #0307 des Creatorway-Podcasts an:
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Uneditiertes Transkript zur Folge:
Victoria (00:01.737)
Okay, Anna, ich sage, wir fangen jetzt erst mal mit den Basics an, dass wir alle hier mitnehmen. Also erstmal glaube ich, wir brauchen eine Definition, was das Impostor-Syndrom überhaupt ist und warum gibt es das überhaupt? Was ist der Grund, warum das so viele Leute haben?
Anna Pietzka (00:15.086)
Ja, starten wir mit der Definition. Im Grunde, wenn man 100 Leute fragt, kriegt man 200 Definitionen. Aber im Kern vereint sie immer, dass es ein psychologisches Muster ist, bei dem Menschen, die objektiv, fähig sind, kompetent, irgendwo dazugehören, etwas erreicht haben, diese eigene Daseinsberechtigung und Kompetenz in Frage stellen. Also da kommen dann so Sätze wie
Ach, das ist mir nur zugeflogen, das könnte ja jede Person. Und sie befinden sich wieder im Perfektionismus, in Prokrastination. Und durch dieses Gefühl von, ich bin eigentlich gar nicht so gut wie andere Glauben, entsteht eben so eine Sorge davor, zu hoch zu stapeln. Und so ein innerer Anspruch von, nee, ich will jetzt schon auch zeigen, dass ich was kann, Fehler vermeiden, all solche Dinge.
Und, und das ist eben das Spannende auch bei diesen Phänomenen, wenn sie dann erfolgreich sind, fühlt sich es aber auch nicht gut an. Also Menschen, die das Impostor-Phänomen, Impostor-Syndrom erleben wollen unbedingt richtig gut sein, am besten die Besten in ihrer Disziplin oder in dem, was sie tun. Und zeitgleich, wenn sie dann Erfolge haben, fühlt sich es aber so an wie, Gott, jetzt habe ich wieder geschafft, den Leuten vorzumachen, dass ich hier irgendwie was drauf hätte. Das ist so das Phänomen.
Victoria (01:38.367)
Ich finde es besonders spannend, dass du auch unterschieden hast bzw. beides genannt hast. Das eine Kompetenz und das andere Dasein. Also diese Daseinsberechtigung, weil es zwei sehr, sehr verschiedene Sachen sind. Das eine ist, was kann ich und das andere ist, wo gehöre ich dazu? Fühle ich mich auch in bestimmten sozialen Kontexten wohl und so, was ja dann auch wahrscheinlich sehr viel mit so Prägung und und Geld und allem Möglichen zu tun hat. Aber warum kommt das? Und warum haben das, also gefühlt, haben das auch vor allem, je mehr die Leute wissen und können, desto mehr haben sie das gefühlt?
Anna Pietzka (01:46.19)
Mhm, mhm. Ja.
Mhm.
Anna Pietzka (01:58.158)
Ja.
Victoria (02:07.945)
Stimmt das?
Anna Pietzka (02:08.109)
Im Grunde ist das genau die Idee, dass jeder Erfolg eigentlich ein Zeichen sein sollte für, ich kann das, ich kann mich entspannen, ich werde auch künftige Herausforderungen meistern, ich gehöre hier dazu, alles fein. Das ist ja das, was wir erwarten würden, dass so Selbstzweifel sich mit der Zeit einfach abbauen. Und bei dem Impostor-Phänomen ist aber eben genau das Umgekehrte der Fall, dass
zunehmende Erfolge oder neue positive Entwicklungen eben genau das Gegenteil bewirken. Also so ein Gefühl von, shit, jetzt ist ja hier die Messlatte, die ich halten muss, noch höher. Kann ich dem wiedergerecht werden? Kann ich dieses wieder schaffen? Kann ich das wieder überbieten? das eben dadurch, dass diese Erfolge in der Psychologie, sagen wir, externalisiert werden, also auf Ursachen im Außen zurückgeführt werden, sowas wie
Ich hatte Glück, Menschen waren mir wohlgesonnen. Die Planeten standen in der richtigen Reihenfolge. Dadurch ist es ebenso fragil. Und die Frage ist dann im Raum so, werde ich wieder Glück haben? Werden mir wieder Menschen wohlgesonnen sein? Werde ich wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein? All solche Dinge. Genau, genau. Es ist nicht so dieses, ich hab einen Teil dazu beigetragen, sondern eher so, ja, mir sind die Dinge einfach zugeflogen und das...
Victoria (03:25.122)
Weil man sich nicht darauf verlässt, dass man es quasi selber geleistet hat sozusagen.
Anna Pietzka (03:36.839)
Es hat gerade so gepasst, aber wird das wieder so sein?
Victoria (03:40.639)
Und wie unterscheidet man, also was ist denn Impostasyndrom und was ist einfach nur, keine Ahnung, Nervosität, weil das, was du eben gesagt hast, dieses werde ich das wieder schaffen können, das muss ja nicht unbedingt nur Impostasyndrom sein, sondern auch wenn man was, quasi Schwieriges gemacht hat, denkt man sich auch so, boah, okay, war voll anstrengend, das nächste Mal schaffe ich das nochmal, das hat ja auch ein bisschen was mit Energie zu tun. Das heißt, wo ist so die, also wo ist der Unterschied zwischen einem Kompetenzgefühl, was vielleicht auch, keine Ahnung, verzerrt ist oder einfach so
Anna Pietzka (03:46.829)
Mhm. Mhm.
Anna Pietzka (03:57.286)
Ja, unbedingt.
Mhm.
Anna Pietzka (04:07.022)
Ich kann es halt wirklich noch nicht oder so. Ja, ich vergleiche dieses Thema oft so mit dem Thema Stress. Weil im Grunde ist es ja bei uns Menschen so, wir brauchen alle so ein gewisses Aktivierungsniveau, wir brauchen so bisschen Herausforderungen und Stress, gute Leistungen abbringen zu können. Also wenn wir überhaupt nicht gefordert sind, dann gibt es ja auch
Victoria (04:07.838)
nach realistischen Einschätzungen, das wird halt einfach schwierig und das kann ich nicht.
Anna Pietzka (04:33.096)
So Effekte von Bore-out und auch das tut unserem Wohlbefinden nicht gut. Und genauso ist es so bei diesem Selbstzweifel-Thema. Also ganz ohne jeglichen Selbstzweifel durch die Welt zu gehen. So etwa. Ich dachte gerade so muss man sich vielleicht ab und an bei LinkedIn mal aufhalten. Dann denkt man so ja hat auch nicht nur Vorteile. Wenn jeder Mensch denkt, ich habe jetzt hier die Weisheit mit Löffel gefressen und muss das jetzt mit der Welt teilen. Also so ein gewisses
Victoria (04:43.81)
Dann ist er Psychopath.
Anna Pietzka (05:01.246)
gewisser Grad an Selbstreflektion und vielleicht auch so eine Kritik von, man kann ich das nicht vielleicht doch noch ein bisschen besser, sollte ich da noch mal jemanden Feedback fragen, sollte ich vielleicht in dem Bereich doch noch mal eine Weiterbildung machen, ist total hilfreich und nützlich und wahrscheinlich auch wichtig. Und dann gibt es, wenn ich wieder so zurück zu dieser Stressmetapher gehe, aber so ein Punkt, an dem es zu viel wird, in dem uns, also ein Punkt, an dem uns dieser Stress nicht mehr hilft, nicht mehr
voranbringt, sondern eher eben in so einen Freeze-Modus oder in einen Kampf-Modus. Und genauso ist es eben bei dem Impostor-Syndrom, dass es einen Punkt gibt, an dem der Selbstzweifel nicht mehr konstruktiv ist. Und an dem dann Menschen, die es erleben, eben zum Beispiel in Vermeidungstendenzen gehen, also sagen, nee, ich bewerbe mich nicht auf die Stelle oder ich bewerbe mich nicht diese Fördermittel, ich gehe nicht zu der Netzwerkveranstaltung.
Ich halte nicht den Vortrag, obwohl ich es total spannend finden würde. das andere Muster sich eben total übernehmen und so overdelivern, perfektionieren. Also so, ja, dann eben auch total drüber sind und merken so, okay, hier hilft und merken oder manchmal auch nicht merken, dass der Selbstzweifel dann gar nicht mehr hilft, sondern eigentlich nur noch dysfunktional ist. Das ist so die Unterscheidung, würde ich jetzt mal so erklären.
Victoria (06:25.25)
Und wo liegt die Ursache? Also woher kommt das?
Anna Pietzka (06:29.897)
Ja, das ist ja so eine Frage, Psychologinnen immer total spannend finden. Wo kommt das her? Auch so mit einer Idee von, wie können wir es vielleicht vermeiden, vorbeugen? Wie können wir es verändern? Es gibt nicht so die eine Antwort, sondern eben viele verschiedene und so klassische Antworten. Natürlich viel hat es damit zu tun, wie wir aufwachsen. Was lernen wir über den Umgang mit Fehlern? Was lernen wir über Erfolg? Was für?
Mindsets kriegen wir mitgegeben. Also ist es eher so ein starres Mindset von entweder ich kann etwas oder ich kann etwas nicht versus wachstumsorientierte Mindsets, die eher so eine Haltung haben von ich kann es noch nicht oder so hat es nicht funktioniert. Dann hat es natürlich auch was mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Bin ich eher unsicherheitsvermeidend? Bin ich eher perfektionistisch veranlagt? Solche Dinge.
Und es hat auch unter anderem damit zu tun, welchen Kontexten halten wir uns auf. Also es ist sehr wettbewerbsorientiert. Ist meine eigene Gruppe dort unterrepräsentiert oder bin ich irgendwie Teil von etwas, wo ich Menschen wie mich ja viel sehe? Habe ich vielleicht Mentoring? Gibt es Vorbilder in meinem Umfeld? All solche Faktoren können es eben begünstigen, dass man es erlebt oder eben nicht erlebt.
Victoria (07:51.839)
Und wie kann das praktisch aussehen, so Imposter erleben jetzt gerade im Business, weil fast alle, hier zuhören, haben natürlich ihr eigenes Business und ich meine, du hast eben schon so paar Sachen genannt, okay, dann mache ich nicht bei dem Vortrag mit und so weiter. Gibt es auch so ein paar andere typische Sachen, wo du sagst, das ist auch so ein Ding. Ich habe zum Beispiel aus meinen Kursen immer so dieses Thema hohe Preise nennen, wo dann alle sagen, das können sie aber nicht machen. Ich so, ja, doch.
Anna Pietzka (07:58.734)
Mhm.
Anna Pietzka (08:03.221)
Mhm.
Anna Pietzka (08:11.629)
Ja, total. Preise benennen, wenn man sich so die Lebenszyklus einer Gründung und Unternehmertum anschaut, dann fängt es vielleicht schon damit an, welches Thema wähle ich mir aus. Also nehme ich eins, bei dem ich sage, das habe ich studiert und da habe ich ein Zertifikat und da kann ich ja irgendwie nachweisen, dass ich das kann.
oder der Gang zur Steuerberatung. Gott, wie gucken die jetzt auf mich? Und da sitze ich vielleicht 100 Stunden noch davor und studiere fast selber Jura, dann so dahin zu gehen und sagen, ich kann jetzt doch eigentlich jede Frage mir selbst beantworten. Und was ich bei so fortgeschrittenen Unternehmerinnen und Unternehmern erlebe, ist, gerade wenn die vielleicht auch so eine Idee haben, ja ein neues Thema zu eröffnen.
Also sozusagen, ja, ich habe jetzt ganz viel Grafikdesign gemacht, ich weiß auch, ich kann das und so, da bin ich fein. Aber ich würde so super gerne jetzt ein Workshop-Business zum Thema, weiß ich nicht, Töpfern oder von mir aus ja, irgendwie Feminismus oder irgendein Thema machen. Aber das habe ich ja nicht studiert. Wer bin ich denn, das zu machen? Obwohl sie ja so einen riesigen Rucksack voll Kompetenzen haben und...
im Grunde ja auch alles dafür sprechen würde, so ja, ich kann das ja lernen, ich kann das entwickeln, ist dann schnell so ein Gefühl von, nee, also wer bin ich das zu tun und dann bleibe ich einfach bei dem, was ich mache.
Victoria (09:53.619)
Ist das dann immer nach außen so sichtbar? Mir sind einige Leute vor Augen, denen man merkt einfach so krass, dass sie das haben. Das ist traurig, aber man merkt das einfach auch in der ganzen Art und wie sie sich sagen, nicht trauen usw. Aber gibt es auch selbstbewusste Menschen, die so quasi huu gar durch die Welt laufen und das so heimlich denken?
Anna Pietzka (09:58.702)
Mhm. Mhm.
Ja.
Anna Pietzka (10:10.413)
Ja, unbedingt. Also dieses Phänomen ist auch so ein Continuum. Also es gibt nicht so das Ding, so erlebt man es und in der Intensität, ja, so wie du es eben beschrieben hast, gibt es so Leute, die müssen es gar nicht aussprechen und man weiß es. Und umgekehrt gibt es so Leute, ich erlebe das manchmal, wenn ich Testimonials teile und dann irgendwen irgendwie, über drei Ecken kennen sich Menschen und die sagen...
von der Person hätte ich das ja nie erwartet, dass die jetzt irgendwie ein Imposter-Thema hat. Und eigentlich ist es sogar eher wahrscheinlich, dass man es nicht ansieht, weil ja der Anspruch ist, ich will den Leuten beweisen, dass ich es kann. Ich will nicht als Hochstaplerin auffliegen, obwohl sich niemand so nennen würde. man will ja den eigenen und auch den erwarteten Erwartungen gerecht werden. Und vielleicht gibt es auch so einen kleinen Anteil, der sagt so,
Ey, wenn ich jetzt ausspreche, ich habe hier Impostagefühle, dann kommt vielleicht einer die Ecke und sagt so, wie Impostagefühle? Nee, du kannst das einfach wirklich nicht. Du brauchst kein Impost haben. So also es ist schon auch etwas. Genau so. Genau und eben deshalb eher so ein Aufrecht erhalten von dem Bild, was man glaubt, was andere von einem haben, was eben nicht so ganz zum eigenen Selbstbild passt.
Victoria (11:18.78)
ist ja dann so die Meta-Meta-Ebene, dass sich das sozusagen selber wieder bestätigt.
Anna Pietzka (11:34.589)
Oder eben auch solche Situationen zu vermeiden, in denen man das Gefühl haben könnte, okay, hier könnte auch fliegen, dass ich gar nicht so, wie hast du es gerade genannt, souverän bin, wie ich wirke.
Victoria (11:53.123)
Ja, sehr, sehr spannend. Ich finde es vor allem auch interessant, weil es gibt ja immer so Statistiken, dann so stets, keine Ahnung, 70 Prozent der Leute sind davon betroffen, 60 Prozent, nein, 80 Prozent und so weiter, was ja auch, weil es ein Continuum ist, schwer ist. Ich habe mich dann auch mal so selber gefragt, ich kenne das ehrlich gesagt gar nicht so richtig, dieses starke Hochstabler-Syndrom, und dann habe ich mich gefragt, ist das vielleicht auch ein Zeichen, von dem ich der Psychopath bin?
Anna Pietzka (12:00.236)
Mhm.
Ja.
Anna Pietzka (12:17.217)
Nein.
Victoria (12:17.538)
Weil ich denke mir halt immer so, entweder ich kann was oder ich kann es halt lernen und ich weiß relativ genau durch diverse Erfahrungen und so, okay, da bin ich wirklich kompetent, da muss ich mir schon Mühe geben und bei den Sachen, da kann ich es einfach nicht. ich habe aber dann glaube ich auch so bisschen so eine, wahrscheinlich hoffentlich noch gesunde, also so ein Grund egal sein gegenüber meiner Inkompetenz, wo ich so sage, ja, ja, das geht schon und das wird schon.
Anna Pietzka (12:20.845)
Mhm. Ja.
Anna Pietzka (12:26.925)
Mhm.
Anna Pietzka (12:38.189)
Mhm.
Anna Pietzka (12:42.029)
Ja.
Victoria (12:43.938)
Aber gleichzeitig weiß ich halt auch, wann ich das habe. Also ich bilde mir ein zu wissen so, okay, bei dem weiß ich es wirklich und bei dem müsste ich dann halt noch dies und das das machen. Das heißt, die Frage ist ein bisschen, wann ist es vielleicht auch, also bei mir ist es ja quasi so, vielleicht habe ich es auch und schiebe es einfach weg, keine Ahnung. Aber ich glaube, bei anderen Leuten ist es vielleicht auch so bisschen dieses Thema, wenn man sagt so, das ist mein, ich habe schon voll oft den Satz gehört, so dieses, ach, das ist mein Imposter. Wann ist es nun eine Ausrede?
Anna Pietzka (12:49.46)
Ja.
Anna Pietzka (13:07.533)
Mhm.
Victoria (13:11.124)
Und wann ist es wirklich was, man damit arbeiten muss? Weil ganz oft kann man das auch so bisschen wegschieben, das eigene Gefühl.
Anna Pietzka (13:16.269)
Ja, Ich habe so verschiedene Gedanken zu deiner Frage. Voranstellen würde ich total gerne, weil du gesagt hast so, du hast das Wort gesund in einem Satz genutzt und das würde ich total gerne aufgreifen, weil es ist super gesund, was du für eine Haltung hast. Und das ist im Grunde auch die Haltung, im Grunde ist es genau die Haltung, auf die Menschen hinarbeiten können.
Victoria (13:34.823)
Danke. Beruhigung. Beruhigung.
Anna Pietzka (13:44.75)
die das Phänomen eben aktuell erleben und dadurch auch irgendwie blockiert sind oder gestresst, nehme ich wirklich so eine Grundentspannung, so ein Selbstmitgefühl oder eine Leichtigkeit auch in diesem natürlich gehören Fehler dazu und natürlich habe ich einen Anteil an meinen Erfolgen. Also da hinzukommen, das ist im Grunde das, was das Ziel sein darf, wenn man das möchte.
Victoria (14:12.502)
Ich bin also kein Psychopath.
Anna Pietzka (14:14.445)
Genau, keine Ferndiagnosen so, aber den Stempel kannst du dir auf jeden Fall... Nein. Ja, weil so dieses, wann ist es nur eine Ausrede? Ich würde sagen, manchmal wird eben das, was ich vorhin so beschrieben habe, so dieses konstruktive Selbstzweifel oder so normale Selbstzweifel und Impostagefühle, die werden manchmal so in einen Topf geworfen.
Victoria (14:20.386)
Nein, nein, ich weiß. Du kannst das nicht ausschließen, dass ich nicht trotzdem noch einer bin. Ich weiß, ich weiß.
Anna Pietzka (14:43.497)
Und dann wird eben eigentlich so ein normaler Selbstzweifel von, ich hab das noch nie gemacht oder das ist mir echt wichtig, ich bin aufgeregt, wird dann plötzlich Imposter genannt. So, ja, hier meldet sich mein Imposter. Und ich denke mir so, nee, es ist einfach ein Selbstzweifel und es ist okay, dass du den hast. Ja, und ich erlebe oder ich kann so von mir das berichten, weil als ich gestartet bin in meine nebenberufliche Selbstständigkeit, da habe ich das extrem gemerkt.
Und das ist vielleicht auch total spannend zu wissen, weil Menschen, dieses Phänomen erleben, die zweifeln nicht per se an sich. Also da gibt es ganz viele Bereiche und Themen, in denen sie sagen, das kann ich super gut, das kann ich auch besser als andere. Und dann gibt es aber Momente und Situationen, in denen eben dann doch der Imposter kickt. Und bei mir war das zum Beispiel so Englisch sprechen. Also als ich meine Anfrage für einen englischsprachigen Workshop bekommen habe, dachte ich so, ja never. Also auf gar keinen Fall.
Obwohl ich ganz viele Beweise dafür hatte, dass ich absolut okay Englisch sprechen kann. Und da dann halt so hinzugehen und zu sagen, ja, hilft mir das jetzt, hilft mir dieser Selbstzweifel, hilft mir dieses Impostagefühl oder nicht? Und dann vielleicht auch mal so da drüber zu gehen oder eben am eigenen Mindset zu arbeiten. Ich kann diesen Begriff nicht mehr hören, aber er wird in der Psychologie auch im Fachsprech genutzt. Deswegen...
hat schon irgendwie eine Daseinsberechtigung. Und auf deine Frage zurückzukommen, wann ist das so eine Ausrede, da eben wirklich in sich reinzuhören, ist das was, ich will, ist das was, was ich eigentlich auch kann und warum tue ich es dann doch nicht oder warum perfektioniere ich hier. Da ehrlich mit sich zu sein und vielleicht auch in den Austausch mit anderen zu gehen, das hilft, ich, Und dann kann sich das auch verändern.
Weil mein Vergangenheits-Ich würde sagen, ich hatte da krasse Impostagefühle und wenn ich heute mit dir spreche, denke ich so, ja, natürlich gehört Scheitern dazu, natürlich gehört es dazu zu sagen, das kann ich noch nicht und das kann ich noch lernen. Also ich habe da auch eine totale Entspanntheit entwickelt mit der Zeit.
Victoria (16:53.922)
Aber wie du auch sagst, hat das natürlich auch viel damit zu tun, was man für Erfahrungen gemacht hat. Weil wenn man zum Beispiel Erfahrungen schon ein paar Mal gemacht hat, so, da ist was richtig schiefgelaufen, ich lebe trotzdem noch, da konnte ich, war es noch nicht so gut, ja, ich habe es trotzdem irgendwie gemacht. Also ich glaube, am Ende des Tages ist es ja, glaube ich, wie bei allen psychologischen Sachen oder auch wahrscheinlich, ich bin ja kein Fachmensch, aber Selbstbewusstsein ist ja, glaube ich, auch, soweit ich das weiß, dass sich Sachen immer wieder bestätigt haben, dass man selber sich so bewiesen hat, so, ja, okay. Also am Ende des Tages, wenn man genug Beweise für sich selbst gesammelt hat,
Anna Pietzka (16:58.285)
Mhm.
Anna Pietzka (17:02.253)
Mhm. Ja.
Mhm.
Anna Pietzka (17:11.949)
Mhm.
Victoria (17:23.86)
Und dass dann quasi, vielleicht muss man sich auch einfach mal diese Beweise für sich selbst näher angucken. Vielleicht brauchen manche Leute auch einfach mehr davon.
Anna Pietzka (17:28.679)
Voll und sie halt auch ernst nehmen. Genau. Also ich würde so widersprechen, bei dem man braucht mehr Beweise, sondern eher man muss diese Beweise auch ernst nehmen. Also es gibt zum Beispiel so diese Anekdote, dass Jodie Foster den Oscar überreicht bekommen hat und ist nach Hause gegangen und hat sich total schlecht gefühlt und meinte so, sie hat sich gefühlt.
wie die größte Hochstaplerin, weil sie der Meinung war, Maris Treep hätte diesen Award viel mehr verdient. Und da frage ich mich so, ja, okay, wie viel mehr Beweis als ein Oscar für die eigene Leistung kann man denn bekommen? Deswegen, wenn manchmal auch so auf Social Media kommen, so Reals reingespielt wurden, heißt ja, wenn die Menschen nur mehr Beweise für ihre Kompetenz hätten, dann hätten sie keinen Impostor mehr. Und das ist eben genau nicht das Ding. Sie nehmen halt diese Beweise nicht für wahr. Also sie...
Victoria (18:23.808)
Ach so, heißt, die Beweise gibt's eigentlich objektiv schon, aber man guckt sie sich nicht an.
Anna Pietzka (18:24.397)
Genau, genau, es kommt dann wieder dieses, ach na ja, da hatte ich nur Glück und hier den Kunden habe ich ja nur bekommen, weil ich den und den kannte oder ich habe ja nur das positive Feedback von denen bekommen, weil die so freundlich waren. Eigentlich waren die vielleicht gar nicht so zufrieden, wie es hier in dem Testimonial steht und so alles, was da objektiv ist an Beweis, wird eben nicht für wahrgenommen und dadurch zählen all diese Beweise nichts.
Deswegen bringt es auch nichts mehr Beweise zu sammeln, wenn ich dann sage, na gut, das stimmt ja alles, Sondern eher hinzugehen und zu sagen, ich erlaube mir, das wirklich zu glauben, so was da Menschen mir zurückmelden. Das ist so einer der Schritte, würde ich sagen, der da hilfreich und wichtig ist.
Victoria (19:12.002)
voll gut, dass du das gesagt hast und mir widersprochen hast, weil ich habe nämlich auch eher gedacht, so ja, da muss ich halt mehr sammeln. Also jetzt nicht für mich, sondern einfach so generell. Aber es gibt ja auch, wie gesagt, du gesagt hast, Leute, bei denen es auch wirklich läuft und so, und die haben objektive Erfolge nach außen. Aber warum hat das Selbstbild dann so ein Problem, damit dem nachzulaufen? Weil klar, jeder fängt ja irgendwie klein an und so, aber es gibt ja Leute, die, wie dieses Jodie Foster Beispiel eben gesagt hat,
Anna Pietzka (19:16.797)
Mhm, ja, Genau.
Anna Pietzka (19:25.677)
Mhm.
Ja.
Anna Pietzka (19:35.085)
Mhm.
Anna Pietzka (19:38.733)
Mhm.
Victoria (19:39.006)
Warum ist dieses Selbstbild und warum hinkt das so hinterher? Auf dem Papier hat man ja quasi das bekommen.
Anna Pietzka (19:42.509)
Ja.
Anna Pietzka (19:46.318)
Voll. Also ich glaube, manche Menschen, die es erleben, die denken, auch so, why? So warum? Mein Versteint weiß doch eigentlich auch, dass es irgendwie Quatsch ist, was ich hier denke und dass ich das nicht annehmen kann. ja, im Grunde ist es ja auch wie eine Art Schutzmechanismus. Also so dieses, ich mache mich selber kleiner, bevor es jemand anders tut. Wir haben als Menschen so vier
Grundbedürfnisse, vier psychologische Grundbedürfnisse. Eins davon ist Bindung. Also wenn wir auf die Welt kommen, brauchen wir erst mal Menschen, die sich uns kümmern. Und das bleibt natürlich bestehen über das ganze Leben. Und bei so einem Imposter-Erleben ist häufig eben auch dieses Bedürfnis angesprochen, so nach dem Motto, was macht es denn im Zweifel mit meinen Beziehungen, wenn ich jetzt scheitere? Wie blicken denn meine Freunde auf mich? Was sagen meine Eltern? Und umgekehrt aber auch
Was passiert denn mit meinen Beziehungen, wenn ich Erfolg habe? Ja, was macht es mit meiner Geschwisterbeziehung, wenn das hier richtig durch die Decke geht und ich in allen Zeitungen bin? Das muss uns manchmal gar nicht bewusst sein, aber so innerlich spielt das irgendwie mit. Das zweite Bedürfnis, das Bedürfnis nach Kontrolle, ist auch so ein Gefühl von, wenn ich das noch nicht ganz genau kann oder wenn ich jetzt den wahren Preis nenne, kriege ich dann den Auftrag, kriege ich den nicht, so ein Gefühl von
wenn ich jetzt hier so nochmal den hundertsten Beta-Preis vom Beta-Preis mache, dann liegt es vielleicht eher in meinen Möglichkeiten, wirklich die Zusage zu bekommen. Oder wenn dann eben der Erfolg kommt, auch so ein, was ich schon meinte, kann ich das wiederholen? Also ist das immer so eine Ambivalenz zwischen, ich will das unbedingt machen, ich will richtig gut sein und kann ich das wiederholen? Kann ich diese Erwartungen wieder erreichen?
Und dann haben wir noch zwei Bedürfnisse, einmal Selbstwertschutz und Selbstwerterhöhung, das natürlich auch total verknüpft mit dem Imposter erleben, weil wir nicht unseren Selbstwert kränken wollen, so durch das, was wir tun. Und die Menschen, es erleben, verbinden halt extrem stark den Ausgang einer Sache mit ihrem Selbstwert. Also Erfolg und Misserfolg wird sehr stark mit dem Selbstwert verknüpft und dadurch dann eben auch.
Anna Pietzka (22:07.754)
versucht, möglichst nicht zu scheitern, möglichst sich Ziele zu setzen, die man auch erreichen kann. Und das vierte der Bedürfnisse ist Lustgewinn und Unlustvermeidung. wenn wir ehrlich auch miteinander sind, nicht alles in so einem Business ist irgendwie immer mit Lustgewinn verbunden, sondern manchmal machen wir auch Dinge so einfach, Unlust zu vermeiden. Nach dem Motto, okay, ich muss mich jetzt darum kümmern. Genau, ich muss mich jetzt darum kümmern, weil sonst wird's in
Victoria (22:29.826)
Wahrscheinlich öfter, als man zugibt, ja.
Anna Pietzka (22:35.47)
paar Wochen oder Monaten nervig. Und das ist aber eben auch so ein Ding. Ich will das schon irgendwie machen, vielleicht mache ich doch erst noch mal die Weiterbildung oder vielleicht mache ich doch erst mal noch dieses, weil ich mich dann eben entspannter fühle. Es macht mehr Spaß. ja, so diese innere Ambivalenz von euch, ich es unbedingt. Und dann spricht aber auch einiges dagegen.
Victoria (23:00.546)
den letzten Punkt, den du gerade gesagt hast, das habe ich schon echt oft gehört, mit diesen Weiterbildungen. Ich so, ja, was wollen die dir da noch alles erzählen? Das ist echt so ein typisches, da weiß ich aber gar nicht, ob das so ein deutsches Phänomen ist und noch ein Siegel, noch ein Stempel, noch eine Ausbildung. Also ist ja cool, dass es Ausbildungen und alles gibt. Ich sage ja nicht, dass man keine Substanz haben soll, aber ich habe das wirklich auch schon sehr oft erlebt, wo Leute sagen so, ja, und dann mache ich jetzt noch ein, ja, das, weil dann darf ich ja und ist so, okay, seltsam.
Anna Pietzka (23:05.262)
Ja, ich sag auch ganz oft so oder?
Ja.
Anna Pietzka (23:15.852)
Mhm.
Anna Pietzka (23:22.286)
Genau, Voll. Ich habe jetzt auch schon zwei, drei Mal ausgesprochen, wie viele schlechte Produkte willst du noch kaufen, bevor du dein eigenes Gutes machst? Das ist häufig ja dann auch so was, dass die Menschen sagen, ich habe jetzt hier noch mal so einen Online-Kurs oder irgendwie noch mal so eine Weiterbildung. Aber eigentlich so viel Neues ist gar nicht dabei. Ja, okay. Genau.
Victoria (23:44.861)
Dann bist du wohl so weit, dass du selber was starten kannst. Wer sich hier wieder erkennt. Okay, voll cool. Aber ich meine, du hast auch eben so bisschen gesagt aus deiner eigenen Erfahrung. Ich finde es ja auch ganz spannend, was jetzt abgesehen mal zu deinem quasi inhaltlichen Thema ist. Du bist ja auch nicht jetzt neu, neu, aber relativ neu ins Business gestartet und machst das nebenberuflich. Wie fühlt sich das an? Wir haben relativ selten hier Leute, nebenberuflich
Anna Pietzka (23:54.702)
Mhm.
Anna Pietzka (24:04.718)
Mhm.
Victoria (24:11.496)
selbstständig sind. Vielleicht können wir einfach auch noch so einen kleinen Exkurs machen in die Richtung, was du da so überlegt hast und vor allem auch, wie du das so alles machst, weil Zeit ist ja immer ein Faktor. Plus du hast jetzt noch ein Buch, was heute rauskommt, wenn dieser Podcast erscheint. Herzlichen Glückwunsch dazu. Wo holst du die ganzen Stunden her und wie hast du das auch so bisschen aufgebaut, dass du jetzt sagst, okay, du schaffst beide Sachen.
Anna Pietzka (24:11.566)
Mhm. Ja, voll gerne.
Anna Pietzka (24:21.326)
Mhm.
Anna Pietzka (24:25.902)
Vielen Dank.
Anna Pietzka (24:36.974)
Also im Grunde ist das Ganze so gestartet vor etwa drei Jahren, dass ich so in meiner Anstellung gemerkt habe, okay, Berufseinstieg, die ersten Jahre sind geschafft, ich weiß jetzt, wie der Hase läuft. Ich bin angekommen in einer Tätigkeit, die ich gerne mache, das Team ist cool und irgendwie ist da aber auch so eine Stimme, sagt, so bisschen langweilig ist es auch. Also die sich gewünscht hat, wieder was Neues zu lernen, was Neues zu machen.
Ich habe dann aber relativ schnell gemerkt, mich interessieren keine neuen Stellen. Zu dem Zeitpunkt hatten mich auch keine Führungsstelle irgendwie angesprochen, was so dann der klassische Karriereweg eben in dem Unternehmen gewesen wäre. Und dann war so die Option, die eben am besten für mich klang, nebenberuflich was zu machen. Und
Hab dann mit dem Nahliegendsten gestartet, was ich eben so als Psychologin irgendwie schnell auch unter die Leute bringen kann, so Vorträge und Workshops. Und am Anfang hatte ich einen totalen Bauchladen. so nach dem Motto fragt mich an, ich mache es, Kommunikation, Konflikte, alles, was ihr irgendwie mit Psychologie assoziiert, Teamentwicklung, Selbstbesorger. Also ich hatte wirklich, wenn man damals auf meine Webseite geschaut hätte, es war wirklich wie von so einem Junggesellenabschied so.
Victoria (25:42.275)
Ich rede über alles.
Anna Pietzka (25:56.873)
was manche so vor sich tragen, so eine Box. Genau, Hauptsache erstmal rein. Und es war für die Zeit aber auch total fein, weil es mir so gezeigt hat, wo möchte ich auch gerne unterwegs sein, was sind so Gruppen, mit denen ich gerne arbeite. Und es hat mir vor allem auch irgendwie so gezeigt, dass dieses Impostat-Thema viel mehr Anklang findet, als ich das je erwartet hatte.
Victoria (25:58.088)
Hier kaufen sie Hauptsache, wir kriegen das Geld.
Anna Pietzka (26:21.09)
Ich hatte das eher so bisschen so wie, ach komm, das könnte ein spannendes Thema sein, mit dem will ich mich selber beschäftigen und dann schreibe ich es halt auch auf meine Webseite. Und dann kamen dazu Anfragen. Ich hatte das einmal mich selber gepitcht bei einer Universität und ich so dachte, ja, die können das hier ihren Studierenden anbieten. Da habe ich erst mal schon eine Referenzstimme. Ich kann testen, ob das gut funktioniert. Hab sie die ersten Kröten irgendwie da mit verdient. So Hochschulen, Universitäten sind ja jetzt nicht die lukrativsten.
Auftraggebenden in der Regel, aber es war erst einmal total cool. Und dann kamen aber so aus dem Nichts gefühlt Anfragen auch für dieses Thema und immer wieder und so mit jedem Vortrag und jedem Workshop eben etwas Neues. Und dann habe ich irgendwann so ein bisschen diesen Bauchladen zurückgebaut und das Impostatthema in den Vordergrund gestellt. So lief das.
Victoria (27:14.61)
was ein sehr smarter Move war, weil unter anderem hat es dafür, dass ich dich in diesem Podcast eingeladen habe, weil ich auch dachte, zack, dieses Thema, super, das läuft, das funktioniert auf jeden Fall, ich kenne genug Leute, die brauchen genau das. Plus, habe ich auch im Vorgespräch gesagt, ich habe sofort gedacht, dieses Thema ist PR-Gold, weil jeder sucht immer einen Experten, weil dieses Thema kommt ja auch bei, egal ob man jetzt in einer, keine Ahnung, was Frauenzeitschrift ist oder in einem Businessblatt oder so, Impostor geht immer, brillant. Und ich hätte persönlich auch keinen anderen gewusst, alle anderen Impostor,
Anna Pietzka (27:21.23)
Mhm.
Na?
Anna Pietzka (27:29.71)
Mhm.
Anna Pietzka (27:36.078)
Ja.
Anna Pietzka (27:42.222)
Mhm.
Victoria (27:44.011)
Leute da draußen, die sich beschäftigen, tue mir leid, aber ich kannte auch keinen, der sich so positioniert hat, zumindest in meiner eigenen kleinen Bubble. Deswegen, brillant. Ich bin sofort überzeugt gewesen. Und dein Businessmodell ist also jetzt bis heute, dass du quasi Vorträge und was machst oder machst du noch andere Sachen.
Anna Pietzka (27:48.142)
Mhm.
Anna Pietzka (27:57.55)
Ja.
Anna Pietzka (28:04.974)
Genau, Vorträge und Workshops und Coaching auch zu dem Thema. Vor allem, ist so der Haupt, ja, obwohl, ja doch der Hauptteil mit dem Menschen bei mir einsteigen, ist so eine SOS-Session. Also es steht irgendwie ein wichtiger Termin an und sie wollen das an sich auch total gerne machen, einen Pitch, einen Vortrag, was auch immer das ist. Und sie merken aber so, irgendwie, ich kann nicht mehr ruhig schlafen oder ich will das mal durchsprechen, will Notfallstrategien.
Und ab und an mache ich auch längerfristige Coaching-Bekleidung, vor allem mit Führungskräften, die in Management-Positionen wechseln und da ebenso das Gefühl haben von, eigentlich spricht hier richtig viel dafür, dass ich das kann. Ich vertraue aber meinen eigenen Beweisen noch nicht. Und wie komme ich dahin, jetzt das, was ich wirklich gerne machen möchte, auch mit einem guten Gefühl zu machen und mit Freude auch zu machen und dann
im besten Fall eben auch erfolgreicher, als ich es jetzt gerade in diesem mein Gott, alles ist zu viel Modus könnte.
Victoria (29:06.466)
voll spannend. Tatsächlich auch dieses Angebot, was du gesagt hast mit diesem SOS-Call, finde ich ein super spannendes Format, weil man dann auch nicht so die Angst hat, dass man in so einem Dauerverlauf ist oder so, sondern man kann sich das einmal buchen und dann im Zweifel testen, wie man es findet. Wie kann man sich das vorstellen? Also was macht man da, wenn ich jetzt sage, okay, habe hier, keine Ahnung, ich habe einen großen Speaking-Gig und komme zu dir in die Session. Wie kann ich mir das vorstellen? Wie läuft das? Ich weiß schon, dass es sehr unterschiedlich natürlich ist, aber was kann ich mir darunter versprechen oder was hast du vielleicht auch für Methoden, die du da anwendest?
Anna Pietzka (29:10.254)
Mhm.
Anna Pietzka (29:23.438)
Mhm.
Anna Pietzka (29:28.622)
Mhm.
Anna Pietzka (29:32.879)
Also es kommt natürlich immer drauf an, so der klassische Spruch. Aber im Kern geht es eigentlich darum, mal so Gedanken zu Ende zu denken. Weil häufig, wenn wir so mit uns selber im Kopf unterwegs sind, dann ist es wie so Mikrowellenpopcorn. So ein Gedanke ploppt auf und dann der nächste und wir können die Einzelnen gar nicht greifen und alles ist irgendwie plötzlich zu viel. Und da
Es ist in der Regel so, dass wir erst mal reinstarten und schauen, okay, was spricht denn dafür, diese Sache zu machen? Also was treibt dich da an? Und was ist zeitgleich trotzdem da? Was blockiert und was bremst, was stresst? Und in der Regel kristallisieren, also kommen dann erst mal eben ganz viele Sachen so wie, ja, das und was ist wenn das und was ist wenn dieses? Und dann schauen wir da nochmal genauer drauf und gucken, okay, gibt es da einen Gedanken, der immer wieder kommt? Gibt es Einzelne auf...
auf die man vorbereitet sein könnte, können wir unterstützende Gedanken daneben stellen. Und der Part ist dann recht individuell. Also ich arbeite systemisch, das heißt, ich bin der Auffassung, dass die Lösung für das Thema in den Menschen selber liegt. Also ich komme jetzt nicht mit meinem Fünf-Schritte-Plan und genau das machst du und dann ist der Imposter weggezaubert, sondern ebenso gemeinsam zu entwickeln.
Was kann dir jetzt konkret auch helfen? Und das Feedback ist ja immer, dass sie irgendwie entspannt rausgehen und häufig auch so dieses, ach ja, doch, ich kann das, ja, na klar. Und das Coolste ist dann, ich nach diesem Termin oder nach den Veranstaltungen oder nach einer Entscheidung, manchmal sind es auch Menschen, sagen, ich möchte eine Entscheidung treffen, wenn ich dann irgendwie die Nachricht bekomme, hier Termin war und zwar so und so oder ich habe die Entscheidung getroffen und es fühlt sich so und so an, das ist irgendwie immer das Coolste.
Victoria (31:24.834)
Mhm, voll gut. Und hast du dann noch den Imposter, dass du dazu nicht beigetragen hast? Oder... du persönlich?
Anna Pietzka (31:24.91)
für mich.
Anna Pietzka (31:28.878)
Ne, tatsächlich, also es kommt manchmal so eine Stimme, sagt, ach ja, das sind auch so coole Kunden und die machen das eigentlich alles selbst, die bräuchten mich gar nicht, die hätten das auch alleine geschafft. Aber ich, das ist dann, ich beschreibe es manchmal wie so eine Spam-Mail. die kommt dann rein und dann lese ich den betreffend, dann denke ich mir so, ja komm, also da muss ich jetzt gar nicht erst draufklicken, die kann ich einfach löschen und gut und dann, ja.
Victoria (31:51.125)
Delete!
Victoria (31:55.925)
Boah, das finde ich gerade ein richtig cooles Bild. Wenn du hier zuhörst und denkst, boah, ich finde, das kann man sich voll gut merken. Weil man hat ganz viele Spam-Mails. Also jetzt nicht nur zu dem Thema, man hat grundsätzlich echt viele Spam-Mails von seinem eigenen Gehirn, wo man sich denkt, ja, dazu habe ich jetzt eigentlich gerade gar keinen.
Anna Pietzka (31:58.254)
Mhm.
Anna Pietzka (32:06.223)
Ja. Mhm.
Bye.
Ja, ich finde das auch so eine coole Metapher, weil häufig ist ja dann so diese Idee von nie wieder einen Selbstzweifel haben oder nie wieder einen Impostor Gedanken und dann denkst du so, nee, das wird nicht funktionieren, das kann nicht funktionieren. Und dann eher so zu sagen, okay, manchmal kommen die und wenn ich das direkt erkenne, ist das doch schon super cool und dann eben auflöschen, Spamfilter verbessern, genau, manchmal passiert es uns auch, wir klicken da drauf, wir beschäftigen uns damit.
Victoria (32:36.027)
BEM-Filter verbessern.
Anna Pietzka (32:42.543)
Und merken dann im Nachgang, ja, es war ja total sinnlos. Aber auch das ist dann... Und das ist wirklich auch das Spannende, weil Impostergedanken und so Spam-Mails haben auch durchaus Gemeinsamkeiten. Also sie haben halt immer so eine hohe Emotionalität und eine starke Dringlichkeit. So, wir haben...
Victoria (32:46.275)
Dann schnell die Kontodaten und das Passwort ändern.
Anna Pietzka (33:06.575)
Ihre Domain wird heute gesperrt, wenn Sie nicht jetzt sofort hier Ihre Kontodaten eingeben. Und mit der Zeit können wir eben auch unsere eigenen Impostamuster so erkennen und merken, okay, hier kommt wieder dieses und dann ist halt so, ja, komm, ciao, weg damit.
Victoria (33:24.418)
Ich finde gerade richtig cool. Vor allem, weil mir gerade aufgefallen ist, dass bei Impost da ja auch Post im Wort drin steckt. Es ist brilliant, dass du das so genannt hast. Und vor allem, man ja auch wirklich, also die Spam, das ist ja heute in der Welt daraus zu, die Spamer werden immer aggressiver und dann muss man immer härtere Filter einbauen. Und wenn die doch durchkommen, dann muss man sich das angucken und sagen, nein, darauf halte ich jetzt nicht rein. Egal wie gut das gemacht ist und egal wie sehr sich das als das Unternehmen exzellent ausgibt. die Metapher ist super.
Anna Pietzka (33:30.223)
Stimmt! Ja! Cool!
Anna Pietzka (33:41.135)
Mhm.
Anna Pietzka (33:45.903)
Yes.
Anna Pietzka (33:51.023)
Mhm.
Victoria (33:54.313)
Ich glaube, da kann der ein oder die andere richtig viel mit anfangen. Sehr nice, vielen Dank dafür.
Anna Pietzka (33:57.68)
Ja, sehr gerne. Ja, und du hattest vorhin auch noch so gefragt, wie ist das mit dem Nebenberuflichen, wie funktioniert das mit der Zeit? Und tatsächlich war das auch was, wo ich am Anfang so dachte, ach, und was ist, wenn ich dann dieses und jenes? Und manchmal ist es auch wie so eine Art perfektionistische Prokrastination. Also so nach dem Motto, ich muss jetzt erst
überlegen, wie viel Kapazität habe ich eigentlich und wie mache ich dann dieses und jenes, bevor man überhaupt den allerersten Auftrag hat, sich solche Gedanken schon zu machen. Und ich kann tatsächlich sagen, dass sich das alles extrem natürlich entwickelt hat. Also zu Beginn wurde ich ja nicht überrannt mit Anfragen, erst mal so Stück für Stück und hatte dann meine Führungskraft informiert, die unterstützt das auch total. Die ist froh, dass ich nicht einfach
komplett gekündigt habe, sondern dass ich eben sage, beides passt und beides profitiert aus meiner Sicht auch total voneinander. Also ich erlebe es auch in meiner Anstellung, dass es ganz oft Momente gibt, wo ich denke, ich könnte das unternehmerisch so nie tragen, dass jetzt hier acht Leute fünf Stunden sitzen, am Ende zu sagen, wir müssen einen neuen Termin machen. Also auch so Kompetenzen, die ich eben in dieser Selbstständigkeit entwickle, die dann sich übertragen auf das Angestellten-Dasein und eben
umgekehrt die Sicherheit zu wissen, ja, ich kann auch was, hier kommt auch regelmäßig unabhängig von meinen Aufträgen Geld rein, weil das passt irgendwie total fein. Und dann gibt es eben Möglichkeiten, dass ich sage, ich nehme meinen Urlaubstag, ich nehme Überstunden, ich nehme unbezahlten Urlaub. Und da erlebe ich, dass so die Antworten sich einfach mit der Zeit ergeben, also dass ich vorher noch gar nicht so diesen perfekten Masterplan brauche und das ja auch mein
Mein Businessmodell oder diese Idee von Vorträgen, Workshops, Coaching, das kann ich auch ziemlich gut steuern und dann mal sagen, in dem Monat eben nicht oder in dem Monat nur online oder solche Dinge und das funktioniert echt bisher richtig gut.
Victoria (36:07.171)
Voll cool. Und lass es doch nochmal über dein Buch reden, weil das kommt ja wie gesagt jetzt heute raus, wir werden es die Show und uns auch setzen. Warte, muss sagen, nenn mir doch nochmal kurz den Titel, ich hab das hier gerade, ich hab's eben geöffnet gehabt.
Anna Pietzka (36:19.503)
Ja, der Titel ist Glaub nicht alles, was deine Selbstzweifel dir sagen, wie das Impostor-Syndrom dein Leben sabotiert und wie du es verabschiedest. Und ich bin auch super happy jetzt mit dem Titel, weil auch in dem Titel ja im Grunde drin steht, glaub nicht alles, was deine Selbstzweifel dir sagen bedeutet ja manches schon. Da steht nicht glaub nicht glaub nichts, was deine Selbstzweifel dir sagen, sondern glaub halt nicht alles. So und da.
Victoria (36:23.267)
Mhm, fand ich mega.
Victoria (36:38.368)
Aber manches schon.
Anna Pietzka (36:46.631)
auch eine Idee zu bekommen, was unterscheidet denn vielleicht konstruktiven Zweifel von Impostor-Gefühlen? Wo kommt das her? So eine klassische Frage, haben Frauen das häufiger? Wird im Buch auch beantwortet? Und natürlich, der Spoiler ist, die Unterüberschrift von dem Kapitel ist Ja und Nein. Also es ist...
Victoria (37:00.295)
Und, und, und was ist der Spoiler? Was ist der Spoiler? Haben Sie es häufiger?
Victoria (37:09.95)
Anna, super. Das ist ja eine Beraterantwort, Anna.
Anna Pietzka (37:12.655)
Ja, es wird dann aufgeschlüsselt, weil es ist nicht so leicht zu beantworten. Also im Grunde, wenn ich es jetzt kurz sagen würde, dann würde ich sagen, Menschen aller Geschlechter können das Phänomen haben. Und es gibt Studien, die zeigen, dass Frauen es in bestimmten Kontexten häufiger haben. Das hat aber jetzt nicht unbedingt mit Frausein zu tun, sondern eben eher mit Repräsentanz in diesen Kontexten. Genau, genau.
Victoria (37:37.779)
Ach so, dass man dann quasi Minderheit irgendwo ist oder so.
Anna Pietzka (37:41.104)
Ganz genau. Und so kann sich es eben auch zeigen bei Menschen, die studieren, aber ein Arbeiterkind sind oder eben jemand, gründet, aber niemanden im Umfeld hat, wo auch irgendwie Selbstständigkeit mal eine Rolle gespielt hat. Das kann es eben durchaus bedingen. Genau. Und dann geht es im Buch natürlich auch darum, wie kann man das meistern? Wie können wir unseren Umgang mit Erfolgen, mit Fehlern verändern? Was können wir tun, wenn diese Gedanken doch irgendwie immer mal wieder aufblitzen?
Wir können eine Vision entwickeln, für die sich lohnt, auch unangenehme Gefühle auszuhalten, bis zu dem Moment, wir sagen, jetzt habe ich einen Erfolg und jetzt kann ich mit denen auch zugestehen. Das ist so die Idee vom Buch.
Victoria (38:20.355)
Voll gut. fand auch tatsächlich, als ich das das erste Mal gesehen habe, ich bin ja so ein Design und Cover, ich nenne das mal Opfer, ich so, das sieht aus wie ein schöner Romant, weil ganz viele so Sachbücher kaufe ich mir in letzter Zeit gar nicht, weil die mir, ich kaufe extrem viele Bücher und ich schmeiße auch viele wieder raus. Erstens, wenn ich sie nicht ein zweites Mal lese und zweitens, wenn mir das Cover nicht schön genug ist. Und bei dem dachte ich mir so, ein Buch mit einem schönen Cover. Das ist total cool. Hast du vielleicht Lust noch zwei oder drei?
Anna Pietzka (38:25.078)
Mhm, mhm.
Anna Pietzka (38:29.423)
Ja.
Anna Pietzka (38:35.119)
Mhm. Mhm.
Ja.
Ja, voll.
Victoria (38:46.739)
weil ich weiß, hier so viele auch mit diesem Buchthema, ich mache sehr viel auch so Buchcontent, finden ja alle immer so voll spannend, wie das für dich auch war. Plus wie hast du das auch, wie lange, wie hat das zeitlich gedauert, was versprichst du dir vielleicht auch davon? Du kannst ja einfach mal so bisschen deine kurze Buchstory teilen oder deine mittellange Buchstory, wenn du möchtest.
Anna Pietzka (38:49.071)
Ja, ja, gell.
Mhm.
Anna Pietzka (38:59.512)
Mhm.
Ja, ja. Spannenderweise hat das Buch auch total mit dem Impostatherma und auch mit meinem eigenen Impostatherma zu tun. Ganz oft werde ich gefragt, ja, wie bist du an den Verlag gekommen? Und gerade von Menschen, die auch gerne ein Buch von sich ausschreiben wollen. Und bei mir war es tatsächlich so, dass ich eine Anfrage für einen englischsprachigen Workshop bekommen habe. Ich glaube, ich habe es so hin schon so kurz angeteasert.
Und normalerweise, wenn ich eine Anfrage bekomme, vor allem wenn ich dafür selber nichts getan habe, gucke ich in meinen Kalender und sage die zu. Und bei der habe ich aber echt nochmal zwei, drei Nächte drüber geschlafen, weil ich so dachte, ein Workshop, da weißt du nicht, was kommt zurück, worauf musst du reagieren, reicht mein Englisch. Und es gibt auch da oder es gab da ganz viele Beweise für, du hast sehr gute Noten im Englisch-Abi gehabt. dachte na gut, das ist ja nur Englisch-Abi. Während des Studiums habe ich in so einer Internas...
International, Hochschulgruppe mitgearbeitet. Na gut, aber ach ja, das war ja so. Und da habe ich echt eine Weile überlegt und dann dachte ich, Anna, du kannst jetzt hier nicht ständig den Leuten irgendwas vom Impostor-Phänomen erzählen und wie man das meistern könnte. Und dann erwischst du dich selber wieder dabei. Und dann habe ich das zugesagt und habe diesen Workshop gemacht und er war super cool. Also es hat richtig viel Spaß gemacht. Und als wäre das nicht schon mega genug, kam dann nach dem Workshop
eine Teilnehmerin zu mir und hat mich nach Buchempfehlungen gefragt. Da habe ich so gesagt, ja, es gibt so zwei, drei Bücher auf dem deutschsprachigen Markt, die haben alle was für sich. Ich bin aber mit keinem so richtig warm geworden, dass ich es so ohne Weiteres empfehlen würde. Und dann stellte sich eben heraus, dass die Frage von einer Lektorin kam, die dann meinte, ja, wir überlegen auch schon eine Zeit lang zu dem Buch, zu dem Thema ein Buch zu machen und uns fehlt nur noch die Autorin. Und das ist
Victoria (40:57.83)
Tadaa, da standest du!
Anna Pietzka (40:59.667)
Ja, das war dann tatsächlich die Geschichte, es der erste Schritt zu dem Buch kam. Ja, ich war wirklich zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.
Victoria (41:04.169)
Aber Anna, war doch nur Glück. Das war doch nur Glück, dass die in dem Vortrag saß.
Der Vortrag war eigentlich gar nicht so cool, du hattest einfach nur Glück.
Anna Pietzka (41:13.583)
Genau, genau. Und das ist tatsächlich auch eine Mini-Übung, die man auch in dem Buch findet, so Glück und. Weil natürlich gehört Glück dazu. Also es wäre Quatsch zu sagen, alles hat immer nur mit mir zu tun, sondern so natürlich... Ja, genau. Ich habe das irgendwie mal auf einem Wunschzettel geschrieben und dann ist es in Erfüllung gegangen, zu sagen, ja natürlich hatte ich Glück, dass...
Victoria (41:29.536)
Du hast es manifestiert.
Anna Pietzka (41:40.112)
da an dem Tag diese Lektorin in dem Workshop saß oder dass ich angefragt wurde oder was auch immer, eine ganze Kette an Glücksmomenten. Und zeitgleich hatte ich eben meinen eigenen Anteil und dass so beides da sein darf. Das ist, ich, auch was, was wir so verinnerlichen können oder vor allem die, die dieses Phänomen erleben, so eine Gleichzeitigkeit von, ich kann gleichzeitig Glück gehabt haben und meinen eigenen Anteil daran sehen. Ich kann mich
unzulänglich fühlen und zeitgleich total konzentriert sein. Also auch das ist, ich, total wertvoll.
Victoria (42:17.415)
Voll gut. Und dass es ja jetzt heute rauskommt, wie lange hast du daran gearbeitet oder wann war dieser mysteriöse englische Workshop?
Anna Pietzka (42:25.257)
Der Workshop war im Herbst 24 und im Frühjahr 25 habe ich den Vertrag unterschrieben. Also zwischen diesen Jahren habe ich ein Exposé geschrieben, musste so die Kliederung abgeben. Drei Probekapitel, meine ich, habe ich eingereicht. Und dann hat der Verlag gesagt, ja, wir machen das mit dir. Wir haben einen Vertrag gemacht und dann ging es los. Und ich habe so gestartet, so richtig zu schreiben im März.
Und ich hatte ein bisschen so eine interne Deadline, weil ich schwanger war auch zu der Zeit. Und ich wusste, im Herbst kommt hier ein neues Familienmitglied und danach werde ich nicht so genau wissen, wie viel Zeit habe ich dafür. Also habe ich im Grunde so ein halbes Jahr gehabt und eben neben meiner Anstellung das auch gemacht. Ich habe 30 Stunden zu der Zeit gearbeitet und versucht, das ging nicht in allen Wochen, aber so versucht, dass ich einen Tag pro Woche
eben fürs Schreiben habe. Und das hat super gut geklappt. Ich habe immer mal so auf den Moment gewartet, an dem mir alles zu viel wird und an dem ich denke, Gott, ich werde es niemals schaffen. Aber es gut geklappt. Nee, er kam nicht. Ja, also das Buch hat wirklich auch ich nochmal total viel so mit mir gemacht und ich freue mich. Ich bin ganz gespannt auf das Feedback, was dann Leute geben werden, was vielleicht für sie auch hilfreich sein kann in diesem Buch.
Victoria (43:35.676)
aber er kam nicht voll gut. Das heißt, es war auch ein Stück weit Selbsttherapie.
Anna Pietzka (43:53.888)
Aber im Grunde, weil auch oft die Frage kommt, was verspreche ich mir von dem Buch? Das war einfach eine Chance zu, der konnte ich nicht nein sagen. Und da habe ich gar nicht drüber nachgedacht, welche Funktion hat das Buch für mich, sondern ich dachte, ja, das werde ich auf jeden Fall machen. Und dann werde ich mal gucken, was daraus noch entstehen kann. Und ja, es ist natürlich ein cooler Marketinghebel. Ich habe jetzt gestern
Victoria (44:07.753)
Das mei
Anna Pietzka (44:18.671)
wurde veröffentlicht ein Artikel in der SZ München, wo ich als Expertin dann interviewt wurde. Und all solche Sachen sind natürlich total coole PR. Und so das Buch dann auch nochmal angesprochen. Ja, genau. Jetzt hätte ich fast, da fehlt den Zuhörenden die Einordnung. Jetzt hätte ich fest gesagt, vielen Dank für die Einladung.
Victoria (44:30.729)
Und natürlich dein weltbekannter Auftritt im Create-Away-Podcast nicht zu vergessen. Danach kennt dich jeder, sag ich dir.
Victoria (44:47.491)
Nee, aber tatsächlich, das wissen die, hier zuhören nicht, aber alle meine Gäste, ihr kennt das schon, die ihr zuhört, wir machen ja immer Intro und dann legen wir direkt los. Meine Gäste dürfen nicht sagen, dass sie sich freuen, dass sie da sind und hallo, danke für die Einladung. sage immer, nix, nix, wird alles rausgeschnitten, wenn ihr euch das rausrutscht. Nee, aber ich glaube, es ist wirklich cool vor allem, weil es ja wirklich so eine super veredelte Visitenkarte ist, egal was da jetzt ist und gerade so als PR, also viele...
Anna Pietzka (44:48.047)
Haha, okay.
Anna Pietzka (44:58.095)
Genau.
Anna Pietzka (45:09.199)
Mhm.
Victoria (45:13.065)
Ich sag jetzt mal, traditionelle Medien oder auch die nicht traditionellen gucken erstmal schon ganz anders hin, wenn man ein echtes Buch bei einem echten Verlag hat und so. ist ja schon so ein... Sie ist nicht mehr nur irgendeine, die davon redet. Nein, sie hat hier auch Verlag XY im Rücken. Das macht schon echt was her, vor allem für so Experten, businessmäßige Sachen. Da kannst du auch deine Preise wahrscheinlich dann nochmal schön hochschrauben. Das ist so typischerweise das, was alle berichten, dass, sobald sie ein Buch haben, können sie die Preise hochsetzen.
Anna Pietzka (45:18.543)
Mhm. Mhm.
Genau.
Anna Pietzka (45:28.631)
Mhm.
Victoria (45:41.208)
Also wenn ihr aner buchen sollt, macht das heute, weil heute kommt das Buch raus und dann werden die Preise demnächst erhoben. Und von daher, wie gesagt, ich finde auch das Cover sehr schön und dann wird es natürlich super spannend, was du dann vorhast. Hast du sonst noch so andere Pläne? Also was ist dein Masterplan für, keine Ahnung, das nächste Jahr? Hast du irgendwas vor oder irgendwas, was du schon teilen kannst?
Anna Pietzka (45:44.751)
Mhm.
Anna Pietzka (45:59.118)
Also, ich bin gespannt, was Menschen auf meiner Webseite entdecken, wenn sie jetzt den Podcast hören. Aber meine Idee ist so ein bisschen vielleicht das ein oder andere digitale Produkt auch zu ergänzen. Ich erlebe das immer mal in Vorträgen oder Workshops und stelle es mir auch vor, wenn Menschen das Buch lesen, dann so eine Idee zu haben von, ich will irgendwie bisschen weitermachen, ich will so dranbleiben, das ist nichts, was
durch einen Workshop irgendwie einen Schalter umgelegt hat oder durch ein Buch lesen. Und da bin ich gerade so bisschen am Gedankenordnen, am ersten Experimentieren. Was könnten so Ideen sein, die auch so bisschen unabhängig von meinem eigenen Terminkalender funktionieren könnten, aber eben trotzdem Mehrwert auch für die Menschen bieten. Und vielleicht gibt es schon dann irgendwie so ein informiere mich Wartelisten-Ding, wenn die erzählen.
Victoria (46:53.291)
Weißt was ich an deiner Stelle machen würde? Unsolicited advice hier. Ich würde, hast du schon eine E-Mail-Liste? Ich würde so was machen wie so einen fünfteiligen E-Mail-Kurs oder irgendwie so, wo die Leute dann immer, entweder einmal die Woche oder alle drei Tage oder so was, so eine Serie kriegen, wo du sagst, du hier, keine Ahnung, entweder du hast das Buch gelesen oder das ist nicht gelesen. Heute überleg dir doch das oder journal mal zu dem und dem Thema.
Anna Pietzka (46:59.983)
Ja.
Anna Pietzka (47:06.368)
Mhm, mhm.
Anna Pietzka (47:13.912)
Und dann
Anna Pietzka (47:17.56)
Ja voll, wie so eine Anti-Imposter-Challenge hatte ich auch mal so überlegt. Geht das so in die Richtung?
Victoria (47:21.759)
Genau, und dann kannst du ja gucken, auf was die am meisten klicken, auf was sie auch antworten und so, kannst du Sachen einbauen und dann machst du das bezahlte Produkt auf das Thema, wo du die meiste Resonanz bekommst. Weil da musst du nicht irgendwas in die Welt werfen, weil viele, die, so wie du zum ersten Mal so digital Produkte machen, denken, sie wissen was oder wollen vorschlagen, was man machen könnte und bauen dann erst das ganze Produkt und so. Aber eigentlich muss man den Leuten nur so kleine Schnipsen hinwerfen und gucken, was die machen und wo sie draufklicken und wo du...
Anna Pietzka (47:25.839)
Ja, mhm.
Anna Pietzka (47:32.207)
Ja, voll gut.
Anna Pietzka (47:38.927)
Mhm.
Ja.
Victoria (47:48.724)
hast du ja im Prinzip bis jetzt auch so gemacht, hast du einfach geguckt, was ist das Thema, was ankommt, kannst du genau eins zu eins auch mit solchen E-Mail-Sachen machen und dann musst du nicht so viel Zeit und so investieren. Und E-Mail-Lister haben es immer super. Kann man für alles gebrauchen, egal was man verkaufen will, ob du hinterher Gruppen, Sessions oder was auch immer verkaufst, dann das wird super. Anna, du hast eine glorreiche Zukunft vor dir.
Anna Pietzka (47:50.415)
Ja,
War gut.
Anna Pietzka (47:59.569)
Hmhmhmhmhm
Nein.
Anna Pietzka (48:11.06)
Ja, ich freue mich. Ja, voll. ich, das Ding ist auch, ich versuche ja immer, mich so zurück zu erinnern, so an 2023 Anna, die ja einfach nur so Bock auf was Neues hatte und zu dem Zeitpunkt ja auch so dachte, ja, und mal gucken und so. Da hatte ich überhaupt gar nicht die Fantasie, was in diesen drei Jahren alles Cooles passieren kann.
Und so mit der Haltung versuche ich im Grunde auch so weiterzugehen. Wer weiß, was in drei Jahren irgendwie ist, was ich mir heute noch gar nicht vorstellen kann.
Victoria (48:45.571)
Das ist ein cooles Ding. Das ist ganz lustig, weil tatsächlich einige Leute, mit denen ich arbeite, das ist, was mir oft gespiegelt wird. Ich hab so eine total crazy, ich sehe immer schon von meinen Augen, was alles Krasses bei den Leuten passiert. Und wir haben es jetzt ein paar Mal gehabt, dass es dann passiert. Und das war sehr spooky. Wo man dann so zurückgeht, so, boah, von einem Jahr hätte ich mir das überhaupt nicht vorstellen können. Und ich so, ich schon. Weil, aber, aber, und das meine ich auch mit diesem, dass man, also viele Leute ...
Anna Pietzka (48:57.904)
Wow!
Anna Pietzka (49:03.768)
Mhm.
Anna Pietzka (49:09.741)
Wow, ja.
Victoria (49:15.991)
Also vielen Leuten wurde es auch von außen natürlich antrainiert, dass man immer so denkt, uuh, realistisch bleiben und Kleindenken und so weiter. Und ich glaube, dass es wirklich mega unterschätzt, wenn man so bisschen so ein Desinteresse für seine eigenen Grenzen entwickelt. Weil einen das ja dann wirklich so in Richtung führt. Und wie gesagt, dieses Thema, glaube ich, ist mega. Dann mit einem Buch auch noch super. Und der Rest wird folgen.
Anna Pietzka (49:19.952)
Mhm, mhm.
Anna Pietzka (49:29.68)
Ja.
Anna Pietzka (49:42.704)
voll
Victoria (49:43.405)
Ich bin gespannt. Ich bin ziemlich sicher, dass du noch ein zweites Mal in den Podcast kommen wirst und von deinem, keine Ahnung, was Imperium berichten wirst. Ich hoffe, dass ich da noch einen Slot bei dir bekomme.
Anna Pietzka (49:48.593)
Yes, voll gerne. Doch, auf jeden Fall. Und ich muss, das will ich unbedingt loswerden, auch sagen, ich bin so happy mit dem Cover. Das war wirklich was, was mir immer mal, nicht Bauchschmerzen gemacht hat, aber wo ich eben vorher nicht wusste, wie wird das, was wird der Verlag da vorschlagen, was ist, wenn ich das total ätzend finde, weil auch meine Gänge durch die Buchhandlungen und Büchereien
nicht viel Inspiration hergegeben haben. Also ich habe da eher viele Negativbeispiele entdeckt und es gab dann so ein Cover Briefing, da konnte ich so bisschen reingeben, was mir wichtig ist, was ich mir vorstelle und ich finde, Sie haben es echt ganz cool umgesetzt.
Victoria (50:31.491)
voll gut. Das heißt hier Shoutout an die Bells Verlagsgruppe. Danke, dass sie cooles Cover gemacht hat, weil jetzt kann sogar ich kaufen und in mein Regal stellen. Ich bin inzwischen echt so, ich warte im Notfall auch drei Jahre auf die Keine-Aug-Taschen-Buch-Variante, wenn mir das Hardcover nicht gefällt und so. Und dieses Buch wurde von mir persönlich auch approved. daher danke an die Bells Verlagsgruppe für diese wunderschöne Cover. Wir werden natürlich für alle, jetzt denken, so ja, okay, was ist denn das jetzt für ein Buch? Ich habe den Titel schon vergessen. Wir setzen es in die Show Notes. Ihr könnt euch das bestellen.
Anna Pietzka (50:36.045)
Genau.
Anna Pietzka (50:39.632)
Ja!
Anna Pietzka (50:45.24)
Mhm.
Anna Pietzka (50:51.216)
Yay!
Victoria (51:01.187)
Und wir werden natürlich auch deine Website verlinken. Da gibt es dann alle Infos zu den Vorträgen, Coaching, Projekten, was ihr auch gucken wollt. Aber wie gesagt, finde so ein Buch ist immer ein supercooler Start. Und es gibt es, wie gesagt, ab heute ganz, ganz große Weltpremiere hier zum heutigen Tag. Und ansonsten meine letzte Frage ist, habe ich noch irgendwas zu Fragen vergessen oder willst du noch irgendwas teilen, was ich irgendwie vergessen habe übersehen oder was vielleicht wichtig wäre? Weil manchmal bin ich im...
Enthusiasmus versucht Fragen oder wichtige Punkte zu überspringen, aber englich, wo du sagst, das möchte ich noch mit der Welt teilen.
Anna Pietzka (51:36.145)
Also ich könnte noch tausend Sachen sagen, aber vielleicht greife ich eine auf in unserem E-Mail-Austausch. Da hattest du so eine Frage eingetragen in die E-Mail. Und zwar hast du geschrieben, wie treffen wir bessere Entscheidungen, obwohl unser inneres Sicherheitsgefühl der Realität hinterherhinkt? Und da habe ich so eine Weile drüber nachgedacht, weil ich bin so an diesem Obwohl hängen geblieben. So wie schaffen wir es, bessere Entscheidungen zu treffen, obwohl? Und dann dachte ich so, vielleicht
Vielleicht geht es gar nicht Obwohl, sondern vielleicht geht es darum, Entscheidungen zu treffen, vor allem die Entscheidung zu treffen, diese Lücke zu schließen zwischen wie sehen mich andere und wie sehe ich mich. Also so zu entscheiden von ich denke gut über mich, ich denke gut über meine Kompetenzen, meine Fähigkeiten. Ich entscheide mich aktiv dafür, Fehler machen zu dürfen und vielleicht sogar mir mal ein Ziel zu setzen, von dem ich nicht weiß, ob ich das erreiche.
Also nicht immer nur zu gucken so, ja, was kann ich anbieten, was auf jeden Fall gekauft wird oder so, oder wen kann ich anfragen, der auf jeden Fall mit mir kooperiert, sondern vielleicht auch wirklich mal was sagen, wo man selber denkt, das wird nicht klappen. Und sich erlauben und vielleicht auch so zu entscheiden, dann wohlwollend mit einem Fehlschlag umzugehen und aber auch zu entscheiden, Erfolge zu feiern und auch als solche anzusehen. Weil ich glaube oder ich bin fest davon überzeugt,
dass eben diese Realität sich dann auch neu formt, wenn wir eben uns selber dieses Sicherheitsgefühl geben und dass dann auch unsere Entscheidungen mit der Zeit auch besser werden und mehr zu uns passen und eben nicht mehr zu so einer Idee von uns, wie müsste ich sein als Unternehmerin oder wie müsste ich sein an diesem Zeitpunkt meiner Business-Karriere.
Victoria (53:28.926)
Wow, sehr weise Worte. Dem habe ich nichts hinzuzufügen, Außer, dass ihr euch jetzt bitte alle Anna's Buch kauft und wie gesagt, alle Infos setzt ihr in die Notizen. Und ich bin gespannt, wo du das nächste Mal stehst, wenn wir irgendwann sprechen. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Erfolg und werde das natürlich beobachten, was so bei dir alles passiert. Danke, Anna. Bis demnächst. Ciao, ciao.
Anna Pietzka (53:43.056)
Ja.
Anna Pietzka (53:48.201)
Dann, ciao!
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