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35.000 Follower in 3 Monaten: Die smarte organische Wachstums-Taktik von Unicake πŸŽ‚ (mit Luisa Gallardo Leon)

Luisa Gallardo Leon ist Gründerin und CEO des E-Commerce Kuchen Start-ups Unicake und verrät mir in unserem Gespräch, wie sie das Unternehmenswachstum rein organisch und ziemlich erfolgreich über Social Media angekurbelt hat.

Luisa erzählt wie sie es geschafft haben, innerhalb von nur wenigen Monaten eine Community von 35.000 Followern aufzubauen. Sie verrät welche Content-Strategie sie verfolgen und warum Storytelling dabei eine so wichtige Rolle spielt.

Außerdem verrät Luisa welche Pläne sie bei Unicake in diesem Jahr und langfristig verfolgen. πŸ™€πŸ™Œ

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Übrigens: Diesen Artikel und Podcast gibt es auch als Video:

Oder du hörst dir den Podcast in deiner Lieblings-App an:

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Der Weg zum eigenen Start-up

Luisa träumte schon während der Schulzeit davon, ihr eigenes Start-up zu gründen. Trotzdem hängte sie aus Vernunftsgründen nach dem Abi erstmal ein Studium in Ernährungswissenschaften dran - das kommt ihr heute zugute.

Der Startschuss

Gegen Ende des Studiums wurde Luisa schwanger und hatte während der Elternzeit richtig viel Zeit, darüber nachzudenken, was sie eigentlich machen möchte. Auf Instagram fand sie eine Influencerin, die eine Kuchenbox geschickt bekam und war direkt Feuer und Flamme für diese Idee.

So fand Luisa ihre Nische und das war der Startschuss für Unicake.

Gründen mit Kleinkind - ääh, what?!

Dass Luisa mit einem Kleinkind aus der Elternzeit heraus gründete, fanden natürlich nicht alle gut. Eine Selbständigkeit ist ja nicht sicher und so. 

Aaber Luisa stand ja nicht alleine da, sondern hatte ihren Mann an ihrer Seite. Der blieb erstmal in seinem Vollzeitjob, um die Familie zu finanzieren und stieg später voll bei Unicake mit ein.

So konnte Luisa erstmal an der Marketingstrategie feilen und sich voll und ganz auf das Business konzentrieren. Klar ist das mit Kleinkind nicht ganz so einfach, weil man zeitlich nicht so flexibel ist. Aber wenn man sich organisiert, klappt das ziemlich gut. 


Social Media als Marketing-Kanal

Luisa und ihr Mann haben am Anfang überlegt, wie sie ihr Unternehmen am besten vermarkten können. Und was liegt da am nächsten - klar, Social Media! 

Aber ganz so einfach war’s dann doch nicht…

Social Media floppte

β€œDas kriege ich auch hin!”, dachte sich Luisa, als es darum ging, ihr Start-up in den sozialen Medien sichtbar zu machen. Denn als regelmäßiger Konsument von Instagram & Co. kriegt man ja eigentlich mit, worauf es ankommt und hat das Gefühl, dass alles super easy ist.

Und doch scheiterte es irgendwie an der Umsetzung. Wenn man dann abliefern muss, ist Social Media Content nämlich auf einmal gar nicht mehr so einfach.

Also probierte sich Luisa durch, lud Videos hoch und testete verschiedene Strategien aus. Als nichts funktioniert hat und der Frust immer größer wurde, hängte Unicake Social Media erstmal für ein paar Monate an den Nagel.

Die Pause nutzten Luisa und ihr Mann, um sich erstmal zu sortieren und zu finden. Sie haben sich gefragt, was die Leute überhaupt sehen wollen und wie sie es schaffen, ihren Content authentisch zu gestalten. 

Irgendwann fanden die Beiden dann ihren Weg zur erfolgreichen Social Media Strategie.

Storytelling ist der Schlüssel

Was erwarten die Leute, wenn sie Social Media durchscrollen? Richtig - sie wollen unterhalten und mitgenommen werden. Deshalb funktioniert das Storytelling im E-Commerce auch einfach am besten.

Also fingen Luisa und ihr Mann an, authentische und natürliche Videos zu drehen, die sie lieber unperfekt als gar nicht hochgeladen haben. Innerhalb kürzester Zeit bauten sie sich so eine riesige Community auf.

Manchmal vertont Luisa auch ein Video und erzählt dabei etwas, das wenig bis gar nichts mit den Bildern im Video zu tun hat. Sie hat einfach gemerkt, dass die Kunden eine Geschichte hören und nicht unbedingt das Produkt sehen wollen.

Außerdem hat sie sich angewöhnt, auch Versprecher und kleine Fehler in den Videos zu lassen, weil diese einen nahbar machen. Mit dieser Strategie hat Unicake es geschafft, sage und schreibe 35.000 Follower auf den verschiedenen Plattformen für sich zu gewinnen.


Zwischen Business und Bürokratie

Auf ihrem Weg in die Selbständigkeit musste Luisa einige Hürden nehmen, die vor allem der deutschen Bürokratie geschuldet waren. Unter anderem waren die Voraussetzungen für das Lebensmittelgeschäft eine krasse Barriere.

Voraussetzungen erfüllt

Mal eben ein Gewerbe anzumelden, um Kuchen zu verkaufen, stellen sich die meisten wahrscheinlich ziemlich easy vor. Einfach ab zum Gewerbeamt, den Wisch ausfüllen und fertig, oder?

Ääh, nope! I’m sorry to disappoint you, aber in Deutschland darf man tatsächlich nur Kuchen verkaufen, wenn man Bäcker- oder Konditormeister ist. Oder wenn man, wie Luisa, Ernährungswissenschaften studiert hat. Dann bekommt man mit etwas Glück eine Sondergenehmigung.

Bei Luisa hat das glücklicherweise super gut funktioniert, aber der Lebensmittelverkauf ist in Deutschland auch noch an andere echt krasse Bedingungen geknüpft. Die alle im Auge zu behalten, ist oft gar nicht so einfach.

Ausgebucht!

Trotz der vielen Hürden sind Luisa und ihr Mann drangeblieben und haben Unicake immer weiter vorangetrieben. In ihren Videos legen sie viel Wert darauf, das Unternehmen so zu präsentieren, wie es nun mal ist: ein kleines Start-up, das alles noch selbst macht. Sie verzichtet bewusst darauf, Unicake größer zu machen als es ist, um kein falsches Bild zu erschaffen.

Genau durch diese ehrliche und authentische Darstellung haben sie es nach kurzer Zeit geschafft, für mindestens 4 Wochen im Voraus ausgebucht zu sein. Dabei achten sie immer darauf, nicht zu viele Kunden anzunehmen, um ihr Versprechen auch wirklich halten zu können.

Es wird Zeit für neue Räume

Um den vielen Kundenanfragen gerecht zu werden, muss Unicake über kurz oder lang in neue Räume umziehen und mehr Personal einstellen. Allerdings gibt es auch hier wieder extrem viele Auflagen, die erfüllt werden müssen, um in den Hallen Lebensmittel herstellen und verpacken zu dürfen. 

Außerdem werden Luisa und ihr Mann bei der Suche nach einem neuen Firmensitz oft mit den typischen Vorurteilen konfrontiert. Denn viele Vermieter können sich nicht vorstellen, dass ein so junges Start-up mit so jungen Inhabern auch die Miete für die Gewerbefläche zahlen kann.

Aber auch bei diesem Thema denken die Beiden gar nicht ans Aufgeben und suchen fleißig weiter, um ihren Service weiter ausbauen zu können. πŸ’ͺ


Learnings

Auf dem Weg zum erfolgreichen Business gibt es natürlich auch einige Dinge, die man erst mit der Zeit lernt. Luisa hat ihre Learnings aus dem Business-Aufbau mit mir geteilt: 

⭐Selbstsicherheit: Glaub an deine Idee und sei dir bewusst, dass deine Strategien funktionieren. Lass dich nicht von anderen kleinreden und vergleiche dich auch nicht ständig mit anderen Unternehmen. 

⭐Geduld: Erfolg kommt nicht über Nacht, auch wenn das echt cool wäre πŸ˜„. Deshalb muss man auch in Zeiten, in denen es nicht so gut läuft, auf jeden Fall dranbleiben.

⭐ Wachstum beobachten: Am Anfang kann es einem zwar gar nicht schnell genug gehen, aber ein zu krasses Wachstum ist meistens eher kontraproduktiv. Wachse lieber langsam, aber stetig.

Ich bin auf jeden Fall von Unicake überzeugt und gebe bestimmt auch mal eine Bestellung auf. 


Und wenn du jetzt auch richtig Bock auf Kuchen-Content hast, dann hör dir die GANZE Geschichte von Luisa im Podcast an:

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Links & Shownotes auf der Podcast-Folge:


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