💥 TikTok-Explosion: Die verrückte Geschichte von Freddy Strauss & Amrei Frank von @frechundfruchtig (+ Ist es zu spät, einzusteigen?!)


So ist @frechundfruchtig entstanden.

Creatorway Interview mit Freddy und Amy von @frechundfruchtig

Amy & Freddy wissen, was performed: Sie sind mit ihren Comedy & Infotainment Kurzvideos, im Reisekontext auf 5 Social Media Plattformen unterwegs - auf TikTok haben sie über 440.000 Follower, die sie mit ihren Videos begeistern, von denen sie mittlerweile unglaubliche 700-800 auf ihren Kanälen veröffentlicht haben!

Amy und Freddy erzählen, wie @frechundfruchtig entstanden ist, ob man heute immer noch so groß werden kann auf TikTok und welche Strategie sie dafür empfehlen.

Außerdem verraten sie, wie es bei ihnen weitergeht - denn aktuell haben sie einige suuuper spannende Projekte in der Pipeline, unter anderem sind sie gerade mitten in der Gründung ihrer Futurefaces GmbH.

Im Interview mit Amy & Freddy erfährst du: 

  • so ist @frechundfruchtig entstanden

  • kann man noch immer so krass durchstarten bei TikTok?

  • warum sich Durchhaltevermögen auszahlt

  • TikTok als Suchmaschine?! 

  • 1 Video pro Tag - wie ist das möglich? 

  • warum LinkedIn eine so wichtig Rolle spielt 

  • wie es weiter geht bei @frechundfruchtig

Mehr zu Freddy & Amy findest du hier:

Hör dir das Interview jetzt in Folge #0053 des Creatorway-Podcasts an:

  • Uneditiertes Transkript der Podcast-Folge:

    Victoria Weber:

    Alright, Freddy und Amy von Frech und Fruchtig. Ich hab mir soeben ungefähr gefühlt 40 eurer Videos eingeguckt bei Google Shorts. Wie macht man das, dass man erstens zum TikTok Star wird und zweitens so coolen Content schafft? Wie rutscht man da rein?

    Amy:

    Also wir haben angefangen in der Corona-Zeit. Ich bin ja im echten Leben auch Flugbegleiterin und da war Kurzarbeit, ich hatte viel weniger Flüge, mein Job stand lange auf der Kippe. Und irgendwie aus einer Kombination aus Langeweile und auch irgendwie ein zweites Standbein aufbauen, bin ich dann mit Freddy zusammengekommen und wir haben einfach mal mit TikTok gestartet. Und haben relativ schnell Freude an der Sache gefunden und auch gesehen, was das für Perspektiven hat. Und das wirklich so weit gemacht, dass wir jetzt mittlerweile fast alle Social-Media-Kanäle bespielen, nach wie vor Spaß daran haben und sich da super viel dran entwickelt hat. Und ja, wir sind dabei geblieben, auch obwohl Corona wieder vorbei ist.

    Victoria Weber:

    Und fliegst jetzt wieder mehr.

    Amy:

    Ich flieg nach Corona, hat sich erst mal so ergeben, dass ich wieder mehr geflogen bin. Jetzt flieg ich aber nur noch 50%.

    Victoria Weber:

    Okay krass, ja man hat ja auch keine Zeit mehr, wenn man so Insta und TikTok und YouTube und Famous ist wie ihr jetzt, von daher voll cool.

    Amy:

    Ja.

    Victoria Weber:

    Wir gehen auch noch gleich so ein bisschen auf die Story ein, also später im Interview, was jetzt eure neuen Business-Wege sind, die ihr daraus begonnen habt. Aber Freddy, vielleicht kannst du aus deiner Perspektive nochmal kurz sagen, wieso hast du sofort Ja gesagt? Hattest du einen TikTok-Hintergrund oder warum warst du der perfekte Partner sozusagen in diesem Konstrukt?

    Freddy:

    Also, bei mir war es so, ich war in Marokko, als gerade Corona ausgebrochen ist, weil ich ein bisschen surfen und hatte noch nichts so richtig mit TikTok zu tun. Ich hatte das, weil ich Medienwirtschaft zu dem Zeitpunkt studiert hatte, immer mal wieder auf dem Schirm, da gibt es so eine App, die kommt. Und mir war auch bewusst, weil ich glaube schon so ein Händchen dafür habe, so Trends zu erkennen, mir war schon bewusst, dass TikTok groß werden wird, schon vor über drei Jahren. Dann kam aber Corona. Ich wurde irgendwie von der deutschen Rückholaktion nach Deutschland zurückgebracht aus Marokko. Und man wusste ja damals noch gar nicht, was ist dieses Corona, was hat es damit auf sich? Und dann bin ich freiwillig erstmal in Quarantäne, hatte erstmal gute zwei Wochen Zeit oder Langeweile und dachte mir, okay, jetzt ist der Zeitpunkt. Dann habe ich mich mal mit TikTok zu beschäftigen, weil ich wusste, das wird was und ich studiere irgendwas mit Medien. Ich werde früher oder später was damit zu tun haben. Jetzt setze dich mal damit auseinander, dann habe ich die App geöffnet. Hab gesehen, okay, Videos und verrückter Humor könnte eigentlich meine App werden, weil ich habe eigentlich immer schon Videos geschnitten.

    Victoria Weber:

    Haha!

    Freddy:

    Im Urlaub, auf Reisen hatte ich immer meine GoPro dabei und habe daraus Urlaubsvideos gemacht und hatte schon so eine Leidenschaft dafür und fand es auch als Kind. Ich meine, ich bin mit YouTube groß geworden, diese ganzen... die Außenseite, White Titty und so haben meine Kindheit geprägt. Und... Mich hat damals schon fasziniert, ich hab mir dann auch mal so eine Bibi angeschaut, weil ich's super spannend fand, wie so eine Person es hinbekommt, so viele Leute mit... etwas zu bewegen oder zu unterhalten. Was steckt da dahinter? Das Interesse war, glaub ich, schon immer da. Ich hab diese ersten Schritte mitbekommen als Konsument. Und dann wusste ich, glaub ich, dass man... so richtig, also relativ früh auf einer Plattform sein muss, damit man so richtig durchstarten kann. Und hab das dann alles so gedacht, okay, jetzt testen wir das mal mit TikTok. Und dann ist Amy da gewesen mit der Teilzahl oder mit der, wie sagt man, mit der Kunstarbeit.

    Amy:

    Kostet man.

    Freddy:

    Und es war irgendwie das perfect Match und ist es noch bis heute. Und deswegen haben wir damit losgelegt.

    Victoria Weber:

    Voll gut. Auch cool, dass es immer noch so zusammen funktioniert, weil es gibt ja auch viele Sachen, die in Corona entstanden sind und wo dann der sich ausgestellt hat, so, ah, wenn das wirklich Leben widerruft, dann finden wir uns doch nicht so toll, wie wir dachten. Das heißt, ihr seid da doch super passend zusammen.

    Amy:

    Hehehe

    Victoria Weber:

    Und wie muss man sich das jetzt vorstellen? Also ihr habt ja im Prinzip, ich meine, ihr seid im gleichen Ort, wie ich das verstanden habe. Am gleichen Ort. Das heißt, ihr könnt euch auch zusammen filmen, aber, also ich hab das auch sehr an,

    Freddy:

    Das war aber nicht immer so lustigerweise.

    Victoria Weber:

    oh, okay.

    Freddy:

    Also als wir angefangen haben, haben wir in zwei verschiedenen Städten gewohnt und dann haben wir teilweise wirklich unsere einzelnen Sequenzen jeweils abgedreht, die uns dann zugeschickt und dann zusammengeschnitten. Ich glaube, das wissen ganz viele bis heute noch nicht, dass wir wirklich remote eigentlich gestartet haben.

    Amy:

    Das haben wir monatelang gemacht. Wir haben fast sogar ein Jahr, glaube ich, das so gemacht.

    Victoria Weber:

    Ich habe mir das natürlich auch so ein bisschen aus dieser Interviewperspektive anguckt und ich habe die ganze Zeit bei manchen Videos überlegt, so, müssen die da zusammen in den Raum sein? Weil ihr macht ja auch ganz viel mit so Green Screen und Hintergrund und Flugzeug und so und ich so, wahrscheinlich kann man das auch jeder für sich aufnehmen. Man muss halt das Skript haben, aber also und dann habe ich halt so die ganze Zeit überlegt, so, hm, aber das ist sehr spannend, dass ihr sagt, das muss man quasi gar nicht, weil auch gerade mit so, wenn man zu zweit Content erstellt, haben ja immer viele so den Gedanken, okay, man muss quasi im selben Raum sitzen.

    Amy:

    Ja, wir haben das auch so gemacht, dass ich teilweise in meinen Layover, also wenn ich mit einem Flug irgendwo war, habe ich dann da abgedreht oder so. Da haben wir uns das ganz flexibel gehalten. Und jetzt machen wir es halt, weil es viel unkomplizierter ist, wenn man sich einfach gegenseitig filmen kann, wenn man dann das Handy nicht auf dem Stativ aufbauen muss und alles.

    Victoria Weber:

    Ja und

    Freddy:

    Es ist einfach viel schneller, wenn wir uns dann doch treffen und deswegen setzen wir mittlerweile darauf.

    Victoria Weber:

    Ja, macht ihr das dann so, also jetzt steigen wir schon mal direkt in den Alltag der Creator ein bei euch, macht ihr das dann so, dass ihr alles so sehr gebadged macht, also ihr schreibt erstmal, keine Ahnung, 50 Skripte, dreht dann alles direkt ab, oder ist es schon so, dass dann auch neue Ideen während des Prozesses kommen? Nehmt uns doch mal mit durch so ein, sagen wir mal eine typische Woche, gibt's wahrscheinlich nicht, typischer Monat.

    Amy:

    Ja, mittlerweile sind wir echt so drauf, dass wir die Drehbücher aufschreiben und dann wirklich

    Victoria Weber:

    Was macht ihr so? Content-mäßig.

    Amy:

    in einem Stück, circa 7 bis manchmal auch 15, an einem Stück hintereinander drehen. Und die halten dann eben für ein paar Wochen. Und wir haben aufgehört, während des Drehens neue Drehbücher zu erstellen. Das haben wir am Anfang manchmal, aber haben gemerkt, dass das super viel Zeit kostet, wenn wir dann eine Idee hatten, bis man das dann wirklich umgesetzt hat. haben wir gemerkt, dass es einfach ineffizient und man entdeckt dann doch noch irgendwie Fehler oder verspricht sich dann öfter. Deshalb haben wir wirklich gesagt, wir machen die Drehbücher, challengeen die dann gegenseitig, weil manchmal erstellt nur einer Drehbücher und der andere challenge die oder wir erstellen sie direkt zusammen und drehen die dann alles in einem ab.

    Freddy:

    Ja, wir machen das wirklich auch relativ... Also der Prozess ist, klar, die Drehbucherstellung ist dann schon kreativer Prozess, aber das abdrehen an sich gar nicht. Es ist wirklich so, dass wir unsere Skripte haben und die dann wirklich wortwörtwört runterdrehen. Und dann natürlich auch auf ähnliche Locations und so achten, dass wir die dann im richtigen Moment abdrehen und dass es dann relativ schnell auch geht. Wir sind tatsächlich, weil wir so viel drum herum noch machen, einfach echt darauf auch fokussiert. das relativ effizient zu gestalten.

    Victoria Weber:

    Klingt, als seid ihr richtige Content-Maschinen.

    Amy:

    Ja, und sonst? Ja, also manchmal sitzt man dann schon so davor vom Laptop und überlegt sich so, oh mein Gott, jetzt schon wieder irgendwie zehn neue Drehbücher, wo soll ich mir das herholen, diese ganzen Ideen? Also das geht uns schon genauso, weil das ist meistens was, was ich zu hören bekomme, wenn ich jemandem erzähle, was wir machen und dann so, oh mein Gott, ich könnte mir nicht vorstellen, so viel Content halt immer mir zu überlegen. Und das stimmt schon, das ist so mit der größte Painpoint, sag ich jetzt mal, wenn es da um die Drehbücherstellung geht. Aber da hilft es halt, sich irgendwie an den aktuellen Tagesnachrichten oder auch anderen Videos zu orientieren. Was geht gerade so ab? Ja, und sonst machen wir eben mit ganz viel drumrum ein, Freddy, eben, dass wir teilweise auf Veranstaltungen sind. Jetzt fangen wir eben auch an, irgendwie Unternehmen zu beraten, die auf TikTok wollen. Das Drehen an sich, der Schnitt, das Hochladen, dann irgendwie Fragen beantworten, die von der Community kommen, aber auch von Kooperationspartnern. Also es ist so super viel drumrum und der Tag ist auf jeden Fall immer voll.

    Victoria Weber:

    Ja, ich fühle mich auf jeden Fall total geehrt, dass ihr Zeit für dieses Interview habt, weil wir hatten ja auch mehrere Anläufe, die wir hier gebraucht haben. Und ich meine, ich kann mir auch nur vorstellen, ansatzweise, wie beschäftigt ihr sein müsst, weil alleine, also Schnitt und so macht ihr alles noch selber, wie ich das rausgehört habe, oder?

    Freddy:

    Alles.

    Victoria Weber:

    Alles, okay. Das heißt, da gibt es ja wahrscheinlich auch einige Bereiche, die ihr noch aussoßen könntet, wenn ihr demnächst gar keine Zeit mehr habt.

    Freddy:

    Wir sind dran. Aber es ist auch gar nicht so einfach.

    Amy:

    definitiv.

    Victoria Weber:

    Vor allem wenn ihr so einen bestimmten Vibe und eine bestimmte Art von Content habt,

    Freddy:

    Hmm.

    Victoria Weber:

    das muss man ja erst mal so nachvollziehen, wenn man das so seine Dinge hat. Aber das heißt noch mal zurück zu dem quasi Creation-Prozess. Wenn ihr jetzt sagt Drehbücher und du hast eben eine Zahl genannt, wie viel ihr macht, wie oft postet ihr denn dann? Also für wie viele braucht ihr denn immer jeweils?

    Freddy:

    Wir posten täglich ein Video, das ist so unser Ziel.

    Victoria Weber:

    Täglich eins.

    Freddy:

    Genau ein Shortvideo. Klar, Instagram-Stories versuchen wir noch zusätzlich hin und wieder einzubauen, aber diese wirklich TikTok-Videos, die wir natürlich plattformübergreifend veröffentlichen mittlerweile, veröffentlichen wir ein Video pro Tag.

    Victoria Weber:

    Okay, das heißt, ihr braucht 30 ungefähr im Schnitt pro Monat. Das braucht auch 30 Skripte, wie ihr eben gesagt habt.

    Amy:

    Ja, genau.

    Victoria Weber:

    Wer liefert denn die meisten? Macht habt ihr das aufgeteilt oder geht es rein nach, wer gerade Ideen hat?

    Amy:

    Das ist rein nach, wer gerade Ideen hat, würde ich sagen. Ja, also am besten, wenn sie dann immer, wenn wir sie gegenseitig challangen, meistens hab ich irgendwie eine Idee zu was und dann bringen wir die zusammen dann so in die Form, dass es dann auch performt und ein gutes TikTok-Video wird.

    Victoria Weber:

    Mhm. Voll gut.

    Freddy:

    Ja, Amy hat immer so die, sag ich mal, sehr kreativen Ideen und Eindrücke. Und ich bin dann der, sag ich mal, der Böse, der dann sagt, ah, aber hier müsste man vielleicht noch knackiger sein, das Wort muss raus, damit das irgendwie besser performt. Und so sind wir zusammen eigentlich ein sehr, sehr gutes Duo.

    Victoria Weber:

    Klingt gut. Ist es dann auch so, dass man, wenn man jetzt die Sachen anguckt, viel hinterher rausschmeißt? Also seid ihr dann auch so, dass ihr 40 produziert, um 30 zu haben? Oder noch mehr? Damit nehmt ihr jedes wirklich auch?

    Freddy:

    Nee.

    Victoria Weber:

    Okay.

    Freddy:

    Jedes. Und meistens sind's auch...

    Amy:

    Ja, also es kommt.

    Freddy:

    Meistens sind's auch One-Taker, also wir tun jetzt nicht jede Szene 30 mal abdrehen, weil sie wird nicht 30 mal besser dadurch. Klar, vielleicht machen wir es zwei, drei Mal, ähm... Aber das war's auch schon.

    Amy:

    Ja, also bei den Tribüchern schauen wir schon direkt, dass wir nur Videos machen, die dann auch performen. Also wir fangen schon sehr gezielt an uns Ideen zu überlegen, also gehen weniger so ins Blaue rein. Wir wissen ja auch mittlerweile, was bei uns gut performt und was eher nicht. Und dann kommt es vielleicht mal vor, dass ein Tribuch rausfällt oder so, aber alles in allem nehmen wir die dann eigentlich auch.

    Freddy:

    Meistens sieht man das wirklich schon am Drehbuch, inwiefern das Potential hat. Weil, wie Emma gesagt hat, ich glaube, wir haben mittlerweile schon 7-800 Videos insgesamt produziert.

    Victoria Weber:

    Crazy!

    Freddy:

    Und daraus hat man natürlich auch so ein paar Daten und Erfahrungswerte gesammelt, die man dann natürlich auch für die nächsten Videos so drauf hat.

    Victoria Weber:

    Das ist schon eine ziemlich krasse Zahl. Habt ihr denn, also ich meine, ich habe am Anfang so ein bisschen auch vorgestellt, was ihr gemacht vom Content her und so weiter, aber vielleicht für diejenigen, die euch noch nicht kennen, schande über dich, wenn du zuhörst und frech und fruchtig noch nicht

    Amy:

    Ich habe es nicht verstanden.

    Victoria Weber:

    kennst, dass man sich noch mal so ein bisschen besser vorstellen kann. Also auch was ihr für verschiedene Content, ich sag jetzt mal Kategorien habt, ich weiß, das ist ein bisschen, die wenigsten lassen sich so gerne in Kategorien einteilen, aber dass man sich so ein bisschen vorstellen kann. Weil ihr habt ja trotz allem auch nicht nur Entertainment, sondern auch viel so. was ich Edutainment nenne, also so ein bisschen dieses, dass man auch was lernt, was ich total cool finde. Also ich hab, wie gesagt, ich hab nicht nur geguckt, weil ich das cool fand, sondern ich dachte auch so, ach so, ist das so krass und mhm, okay.

    Amy:

    Ja voll, also das sind eigentlich so unsere Steckenpferde. Wir haben ja das Thema Flugbegleitung, aber mittlerweile ist das halt einfach nur unser optisches Setting, würde ich jetzt mal sagen. Und wir bespielen halt Themen in diesem Setting, weil das halt diesen Wiedererkennungswert hat. Das heißt, es dreht sich schon ganz viel ums Reisen, Reisetipps, aber eben auch ganz viel dieses, was für unterschiedliche Gäste hat man an Bord, was kommt da für lustige Situationen auf, oder auch interessante Situationen. Was kann man... auch vor dem Flug den Leuten der Community mitgeben, auf was kann man achten, um einen entspannteren oder günstigeren Urlaub zu haben und klären auch über Nachrichten auf, die teilweise so passieren auch in dieser Branche. Das umfasst so ein bisschen unsere Formate. Also wir haben ja angefangen nur mit Comedy und irgendwann dann eben gemerkt, hey mit einem Mehrwert ist das einfach noch cooler, also sowohl für die Community als auch für uns als Kanal, dass der einfach ein bisschen... wertiger noch ist als nur diese Comedy und versuchen eben so eine gute Kombination aus beidem zu schaffen und haben da so ein paar von unseren Charakteren ja so ein bisschen etabliert, die Chantal oder die Karen tauchen regelmäßig auf.

    Victoria Weber:

    war nicht so lustig. Für die, die es nicht kennen, musst du das jetzt leider noch mal ganz kurz skizzieren, dass man sich das vorstellen kann, wer Chantal und Karen sind. Wer Karen nicht kennt, ist eh komisch, aber okay.

    Amy:

    Also nachmachen tue ich das jetzt nicht. Da müsst ihr dann auf uns abkennen.

    Victoria Weber:

    Achso, nein, einfach nur eine kurze Beschreibung.

    Amy:

    Okay.

    Victoria Weber:

    Einfach nur eine kurze Beschreibung. Wer das ist, also guck mal, was das für Charaktere sind.

    Amy:

    Genau, also unsere Chantal ist die, sagen wir jetzt mal, die Assi-Tussi, die mit dem übermalten Lippen und dem Zopf auf dem Kopf irgendwie so ein paar Klischees bedient. Und die Karen ist die, die immer den Geschäftsführer sprechen will, die man ja auch ganz viele anderen Videos kennt. und der nichts recht ist. Und die versuchen wir dann immer irgendwie doch zu besänftigen in unseren Videos.

    Freddy:

    Ja, wir versuchen dann immer irgendwie eine Information anhand diesen Charakteren irgendwie snackable aufzubereiten. Das Ziel ist, also ich würde nicht sagen, wir machen High Quality Bildungscontent, definitiv nicht, aber wir versuchen schon irgendwie die eine oder andere Information snackable aufzubereiten, dass man auch was mitnimmt, wenn man das Video gesehen hat.

    Victoria Weber:

    Ich habe es mitgenommen, ich habe laut gelacht, ich habe mich informiert geführt und wie gesagt, das passiert mir sehr selten, dass ich einfach Video nach Video nach Video, ich habe mich sonst sehr sehr im Griff bei solchen Sachen, aber da ich nur so, haha, wie lustig.

    Amy:

    Haha.

    Victoria Weber:

    Von daher habt ihr das voll gut.

    Amy:

    Wohl so, es sei.

    Victoria Weber:

    Ist es denn so, dass relativ schnell dann auch Unternehmen auf euch zugekommen sind? Apropos... Content und so weiter. Also ihr arbeitet ja auch viel mit Anzeigen und Marktkollaborationen und so weiter zusammen. Wie schnell ging das dann? Beziehungsweise wie sah euer Erwachsement insgesamt aus, wenn man jetzt mal so Follower zahlt oder auch Monetarisierungen? Also habt ihr da ein paar Meilensteine vielleicht, wo ihr euch dran erinnert?

    Freddy:

    Ich habe jetzt nicht so konkret so und so viele Monate für die 100.000 gebraucht, aber es ist so, dass es natürlich am Anfang sehr schnell ging. Wir sind das Ganze natürlich auch jetzt, ich würde nicht sagen strategisch angegangen, aber schon so, ah das hat performt, das probieren wir mal nochmal aus. Und gerade am Anfang waren natürlich auch einfach sehr große Reichweiten, die heute immer noch da sind, aber Vor drei Jahren gab es weniger Creator, unter dem man sich auch die Klicks teilen musste. Das heißt, man ist schon sehr schnell viral gegangen. Mittlerweile geht das, wie gesagt, auch noch, wenn man die richtigen Werkzeuge hat, die wir jetzt natürlich auch antrainiert haben in den letzten Jahren. Deswegen ging es am Anfang sehr schnell. bis wir dann von auch irgendwie Kooperationen herausziehen konnten, hat es auf jeden Fall gedauert, weil TikTok war ein komplett neuer Kanal. Nicht nur als Kanal, sondern auch die Art und Weise, wie der Content dort aufbereitet ist. Marken tun sich ja bis heute schwer, da irgendwie zu performen, weil es einfach so ein ganz anderes neues Format ist, diese Kurzvideos, das ist so auf dem Punkt, da kann man nicht mal einen kurzen Bild posten und die Message da irgendwie verpacken. Man muss mit Storytelling etc. spielen. Und bis sich das auf dem Markt etabliert hat, bis Marken das verstanden hat, hat es auf jeden Fall gedauert. Wir haben mindestens ein Jahr da wirklich täglich Content hochgeladen und wirklich viel Zeit reingesteckt, bevor irgendein Euro geflossen ist. Also es war schon auf jeden Fall ein zeitiges Investment, was wir eingehen wollten, weil wir an diesem Kanal so sehr geglaubt haben. Aber es hat auf jeden Fall mindestens ein Jahr gedauert. Dauert und jetzt dass es auch einfach etabliert ist und auch läuft würde ich sagen es seit so einem Ja, seit so einem guten Jahr ist es der Fall oder anderthalb Jahre

    Victoria Weber:

    Voll das gute Learning auch für alle, die zuhören und denken, ich mache schon drei Wochen TikTok und es bringt noch kein Geld. Das ist ja heutzutage immer so ein bisschen so, hä, es funktioniert nicht. Ich bin schon drei Wochen dabei und ich bin noch nicht reich über Nacht oder so. Das ist ja ganz cool, das auch zu wissen. Vor allem, weil ihr auch wirklich, ihr seid ja nicht nur so hobbymäßig drangegangen, sondern ihr habt gesagt, okay, hier ein Jahr lang habt ihr wirklich auch strategisch fokussiert daran gearbeitet und trotzdem, in Anführungszeichen, hat es so lange gedauert. Also lange ist ja immer relativ, aber das ist ja auch ein ganz cooles Ding zu wissen.

    Freddy:

    Ich glaub... Ich glaube heute könnte es schneller gehen, weil die Marken ja bereits das jetzt auf dem Schirm haben die Plattform und da auch Budgets für frei geben, wenn man halt entsprechend schnell wächst, aber ja.

    Victoria Weber:

    Was für eine Art von Marken habt ihr denn so typischerweise, ich sage es mal, in eurem Zusammenarbeitsportfolio? Gibt es da so Branchen, die, ich meine, Reisebranche ist wahrscheinlich sehr naheliegend, aber ihr habt ja noch, ihr habt ja ein buntes Potpourri, wie ich das gesehen habe.

    Amy:

    Ja, also schon Marken im Reisekontext, also Reiseveranstalter oder auch Zahlungsdienstleister oder Finanzdienstleister, die Zahlungssysteme fürs Ausland zum Beispiel auch anbieten. Und sonst ist es relativ gut durchmischt. Also da kann ich jetzt sonst gar nicht sagen, dass es in eine bestimmte Richtung geht.

    Freddy:

    Ja, also wir haben halt den Vorteil, dass Amy ja wirklich als Flugbegleiterin mit jeder Art der Gesellschaft in Kontakt kommt. Ob Kinder, Erwachsene, alte Menschen, es ist ja wirklich alles dabei. Heißt, wir können am Ende des Tages jedes Konsumerprodukt richtig nahtief in unsere Videos einbauen. Und sei es jetzt ein Air-Up, was auch irgendwie neben mir steht oder aber auch ein Blink ist und ein HelloFresh. haben wir alles gemacht. Wir haben mit der EU-Kommission letztes Jahr richtig viel zusammengearbeitet. Wir waren in Brüssel. Es ist also das ist nicht die Challenge für uns, Produkte einbauen zu können, weil wir das tatsächlich richtig, richtig gut machen können mit unserer Nische.

    Victoria Weber:

    Ja, das stimmt tatsächlich, das Setting. Ich hab da noch gar nicht so aktiv drüber nachgedacht, aber es ist ja schon genial. Alleine auch, wenn man guckt, was allein schon da ist, wo man gar nicht kreativ sein muss. Es gibt ein Board Bistro, wo man theoretisch alle Produkte drin haben kann, auch wenn es sie da nicht wirklich gibt. Dann natürlich das Parfüm, was immer 20 Prozent Rabatt hat oder keine Ahnung. Also da gibt es ja alle möglichen Bereiche und dieses ganze Zeug, was gefühlt nie jemand kauft. Okay, random Nebenfrage. Kauft wirklich jemand, Amy, diese Produkte, diese Parfüms und diese ganzen Sachen außer Zigaretten? Wird das gekauft?

    Amy:

    vereinzelt. Es gab früher mehr Strecken, wo das mehr gekauft wurde.

    Victoria Weber:

    Okay.

    Amy:

    Auf Strecken nach China oder Russland wurde immer viel gekauft. Aber während Corona hatten wir auch lange Zeit gar kein Duty-Free an Bord. Und mittlerweile ist es so, dass mal ein Armband, mal eine Armbanduhr, mal eine Gesichtscreme verkauft wird, aber sonst ganz, ganz wenig. Es gibt ja auch an allen Flughäfen irgendwie auch schon alles. Also das ist ja auch nicht mehr so exklusiv, wie es vielleicht mal war. Von daher weiß ich auch nicht, warum wir den Kasten noch dabei haben.

    Victoria Weber:

    Okay, cool. Also das hat jetzt nichts mit dem ganzen Ding zu tun. Es hat mich einfach schon seit Jahren interessiert, warum die immer noch diesen Wagen durchschieben. Und ich habe noch nie eine einzige Person gesehen, außer mal so Zigaretten, glaube ich, ein oder zwei Mal, die was gekauft haben. Und ich dachte immer so, warum machen die das? Die sind doch sonst effizient mit diesem ganzen Zeug. Und dafür haben sie dann manchmal zu wenig Aufbackpizzen dabei oder so.

    Amy:

    Ja. Ja.

    Victoria Weber:

    Und dann ist so, nein, das ist doch... Na ja, okay, anyway, ich schweife ab. Wir müssen wieder zurück zum Thema TikTok kommen. Vor allem, weil ihr auch gar nicht mehr nur bei TikTok unterwegs seid. Das heißt, ab wann habt ihr denn, also auch muss jetzt nicht ein spezieller Tag... sein, aber wie schnell seid ihr dann auch auf andere Plattformen mit euren Videos rübergegangen?

    Freddy:

    Das hat ein bisschen gedauert. Wir waren dann nicht die allerersten, aber wir waren schon auch relativ rechtzeitig dran, weil wir mit dem ganzen TikTok-Ding relativ früh angefangen haben. Der Vorteil war, dass TikTok so eine, ich sag mal, so eine Plattform war, wo wir uns voll ausprobieren konnten, weil, so doof es klingt, aber es war halt auch niemand von unseren Freunden oder so auf der Plattform. Deswegen konnten wir da einfach mal schamlos ausprobieren, was da funktioniert. Und als wir dann, als dann die Instagram Reels eingeführt wurden, dachten wir uns schon so, okay, das könnten natürlich jetzt auch viele sehen, die wir gut kennen und so. Und da dachte ich am Anfang, das ist so ein bisschen unangenehm vielleicht, aber haben das dann irgendwie einfach gemacht und sind damit dann auch ganz gut gefahren. Irgendwann kam dann noch, was kam denn nach Reels?

    Amy:

    Dann kam dann Snapchat dazu. Also die haben uns tatsächlich angefragt, dass wir da mehr posten sollen auf Spotlight. Das haben wir dann auch gemacht. Dann kam, glaube ich, YouTube Shorts schon dazu. Und dann haben wir irgendwann gesehen, dass Instagram irgendwie auch unsere Reels auf Facebook postet und haben dann unseren eigenen Kanal auch auf Facebook aufgemacht. Und jetzt sind wir auf diesen fünf Plattformen unterwegs.

    Victoria Weber:

    Voll gut und Futs.

    Freddy:

    eigentlich sechs, weil wir haben ja noch mit LinkedIn dann angefangen relativ frühzeitig um.

    Victoria Weber:

    Welches ist die sechste?

    Amy:

    Ja, aber ich meine jetzt für die Videos.

    Victoria Weber:

    Ja, auf LinkedIn müssen wir auf jeden Fall nochmal zurückkommen. Aber ja, das heißt, ihr könnt das gleiche Video auf sechs verschiedenen, fünf verschiedenen Plattformen quasi posten und müsst nichts ändern.

    Amy:

    Genau.

    Victoria Weber:

    Das ist natürlich ziemlich auch royal, wenn man das so eins zu eins übernehmen kann. Weil das ist ja auch eine Sache. Man muss ja ein Format haben, was auch wirklich funktioniert, weil es gibt ja tatsächlich auch manche Leute, die zum Beispiel, wenn man sagt, man nimmt speziell für Instagram auf so Story oder was weiß ich, Artig. Das würde jetzt überhaupt nicht bei TikTok oder so funktionieren. Von daher ist ja ganz cool, dass sich so ein Standard für diese Kurzvideo, die auch schnell geschnitten sind und so entwickelt hat. Und wie sehen jetzt eure Zahlen aus? Was ist euer steckster Kanal?

    Amy:

    Ja.

    Victoria Weber:

    Also habt ihr da so ein bisschen wer liegt vorne, was läuft am besten?

    Amy:

    Also wir haben unterschiedliche, also beste Kanäle, was die unterschiedlichen Kategorien sage ich jetzt mal angeht. Also unser followerstärkster Kanal ist nach wie vor TikTok, da haben wir jetzt über 440.000 Follower. Aktuell geht aber YouTube Shorts als zweitgrößter Kanal mit 125.000 Followern. Reichweitenmäßig gerade sehr gut. Da haben wir über 20 Millionen, 25 Millionen Klicks monatlich. Das ist aktuell da, der Top-Reiter. Und genau auf Instagram. Die Reels funktionieren auch super. Auch oft sechsstellige, manchmal siebenstellige Klicks auf die Reels. Und dann folgen Facebook und Snapchat. Also es kommt aber auch immer ein bisschen auf das Format drauf an. YouTube liebt zum Beispiel unsere Karen. Oder... andere Infotainment Videos funktionieren auf Instagram sehr gut, gerade im Reisekontext. Also es kommt immer ganz unterschiedlich drauf an. Es ist auch super interessant für uns zu sehen, dass die Videos doch so unterschiedlich performen teilweise.

    Freddy:

    Ja voll, aber auf der anderen Seite ist dann wieder der Vorteil, dadurch, dass wir fünf Plattformen bespielen, auf einer wird es immer abgehen sozusagen das Video. Es funktioniert halt auf jeder Plattform, sie haben schon unterschiedliche Dynamiken, aber wenn dann mal was auf TikTok nicht so abgehen sollte, dann geht es halt auf YouTube total ab oder auf Snapchat und das ist irgendwie dann doch der Vorteil an dieser Herausforderung, dass halt Shortvideos anders performen können jeweils.

    Victoria Weber:

    Ja, das ist natürlich auch ein sehr cooles Ding, weil es haben ja immer viele Angst, nicht auf eine einzige Plattform zu fokussieren und ihr macht das ja überhaupt gar nicht. Das heißt, wenn jetzt keine Angst zum Beispiel TikTok euch blockieren würde oder TikTok wird blockiert, gibt es ja auch gerade so die Möglichkeit irgendwann, dann habt ihr ja noch vier andere. Das ist ja auch ein ziemlich cooles Ding. Wir müssen aber jetzt trotzdem nochmal kurz, weil wir kommen nochmal gleich zu den anderen Sachen, aber auf TikTok eingehen, weil ich kriege ganz auf die Frage, ohne dass ich irgendwas mit TikTok, also unser TikTok-Kanal, das dauert noch, zu tun habe. Kann man das noch machen heute? Und du bist schon eben so ein bisschen drauf eingegangen, Freddy, weil du gesagt hast, ja, heute gehen auch noch Reichweiten. Aber wie würdest du antworten, wenn oder wie würdet ihr beide antworten, wenn jemand fragt, kann ich denn heute noch auf TikTok voll durch die Decke gehen?

    Freddy:

    Klar, also auf jeden Fall funktioniert das. Es gibt Creator, die innerhalb der letzten Monate total viral gingen und total gewachsen sind. Wachstum ist auf jeden Fall möglich. Natürlich wurde es herausfordernd, weil, wie ich gesagt hab, es gibt mehr Creator, mit denen muss man sich die Nachfrage teilen. Die Views müssen aufgeteilt werden. Auf der anderen Seite kann man halt mittlerweile den Algorithmus gezielt, sag ich mal... im Storytelling mit einfließen lassen. Heißt, man kann die Videos gezielt so kreieren, dass sie halt viral ausgespielt werden, indem man halt einfach so ein paar Werkzeuge berücksichtigt, wenn man das mal ganz grob bleibt. Es geht natürlich alles noch super nichik, aber das würde jetzt glaube ich den Rahmen sprengen, wenn man einfach im Video wie ein Deutschaufsatz sieht, wie damals in der Schule. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Die Einleitung muss kurz und knackig sein, muss eine richtig coole Hook sein, die am besten irgendwie persönliche, Wörter aufgreift, die super spannend ist, damit die Leute dranbleiben. Im Hauptteil muss man dann interessant bleiben, einen Konflikt vielleicht starten und den dann am Ende des Videos auflösen und dann am Ende natürlich einen gezielten Call to Action auf das jeweilige Ziel der Company oder des Kanals einbauen. Deswegen... Das kann man alles noch detaillierter auseinandernehmen, aber wenn man das beachtet, ist man schon mal gar nicht so schlecht dran. Wenn man die richtigen Werkzeuge an der Hand hat, ist es definitiv noch möglich, auf TikTok zu wachsen und viral ausgespielt zu werden.

    Amy:

    Ja und was halt da auch ein Vorteil ist, wenn man jetzt auf TikTok geht, ganz viele Kanäle machen das so, dass sie TikTok nutzen, um die Reichweite zu bekommen. Das muss jetzt noch nicht mal die Followeranzahl sein, sondern einfach die Reichweite der einzelnen Videos. Und dann Aufrufe zu machen, auf die anderen Plattformen auch zu folgen. Also den 2. Teil seht ihr in der Insta-Story sieht man ja manchmal oder einfach diese Plattformen zu nutzen, um... insgesamt so eine Short-Video-Strategie aufzubauen, weil diese Videos, die auf TikTok performen, die performen auch auf allen anderen Plattformen. Und das ist einfach die beste Kombination da anzufangen. Und die Leute sind auf TikTok auch super interaktiv und wollen auch mit den Kanälen interagieren. Die kommentieren viel und ja, das ist einfach super, um da zu starten.

    Victoria Weber:

    Apropos interaktiv, sind die Leute nett?

    Amy:

    Ja, also man weiß natürlich nie, was die Plattform jetzt schon rausfiltert. Es wird rausgefiltert, wir wissen nicht, wie viel.

    Victoria Weber:

    Stimmt.

    Amy:

    Ich glaube, ich bin manchmal auch ganz froh, dass man nicht weiß, was da rausgefiltert wurde. Aber dementsprechend bekommen wir eigentlich nur unterstützende Kommentare oder neue Videoideen. Und ganz krass ist es auch auf YouTube, da sind die richtig. Die Community ist sehr stark und die sind richtige kleine Fans. Also da sehen wir das jetzt am meisten tatsächlich gerade.

    Freddy:

    Ja, also auf YouTube sind wirklich sehr wertschätzende Kommentare auch.

    Victoria Weber:

    sehr.

    Freddy:

    So auf Instagram, auf TikTok auch, aber da ist auch so Video bezogen. Und auf YouTube merkt man auch so, dass die Leute so richtig oft wieder kommen und sagen so hey, ihr bringt mich jedes Mal zum Lachen und so. Also da merkt man, dass auch viele wiederkehrende Leute einfach dabei sind, die mitfiebern.

    Victoria Weber:

    Sehr, sehr, sehr cool. Ihr macht aber nur kurz und kein langen Formel auf YouTube, oder? Das hab ich gar nicht geguckt. Ich hab nämlich kurzer Einstieg, deswegen frag ich auch so.

    Amy:

    Genau.

    Freddy:

    Also wir haben ein Video gemacht, wir haben Reisetipps für Lissabon gegeben im Longform-Video

    Victoria Weber:

    Ja, sorry.

    Freddy:

    und es ist einfach so, dass wir es gerade kapazitär nicht schaffen, aber es ist schon so ein langfristiges Ziel auch, die Longform-Videos anzugehen.

    Victoria Weber:

    Wir wollen auf jeden Fall auch mit diesen Podcasts, mit Snippets und so jetzt alles mit Kurzvideos auch machen und da haben wir das jetzt auch gerade in Arbeit. Ich frage deswegen, weil ich habe ein Video gehabt, also ich habe im Februar oder so mit YouTube angefangen und habe dann ein Video gehabt, was für einen neuen Kanal, sag ich jetzt mal viral gegangen ist, also so ein Long Video, das hat dann relativ schnell, ich glaube 20.000 Views oder so gehabt, was ich für einen komplett neuen Kanal aus dem Nichts schon gut fand. Und da gab es aber auch richtig viele so, ich sag jetzt mal, hau drauf Kommentare, so ey, red nicht so schnell, du redest wie eine 12-jährige Pubertin, eine dumme Tante, so halt so sehr, sehr viele Kommentare, wo ich mir dachte, so okay, hat vielleicht auch mit der Zielgruppe zu tun, also da ging es um Mid Journey, um dieses RRI Tool und da waren auch, man hat halt schon an manchen Namen gesehen, dass es vielleicht auch eine andere Altersgruppe ist, sag ich jetzt mal so, aber da wurde schon richtig krass draufgehauen und deswegen interessiert mich, dass immer, wie Leute damit umgehen, mit so einer mega Ich sage jetzt mal, auch dann pöbelnde Menschen dazu kommen, die euch sozusagen irgendwie ein bisschen auf den Boden der Tatsachen holen wollen, wenn man von der Flugzeuganalogie

    Amy:

    Ja, also man muss auch dazu sagen, dass wir das ja wissen, dass Hate im Internet ein großes

    Victoria Weber:

    redet. Aber es wäre cool, wenn das alles sehr positiv bleibt bei euch.

    Amy:

    Ding ist und dass es die Psyche sehr belasten kann und deshalb schaue ich da auch gar nicht so drauf. Also ich lese jetzt auch nicht jeden Kommentar durch zum Beispiel und versuche das nicht so an mich heranzulassen. Ich glaube, was wir aber als Vorteil haben, ist, dass wir nicht als Persönlichkeiten berühmt sind, sag ich jetzt mal, oder bekannt sind, weil wir dann doch irgendwo diese Rolle so ein bisschen spielen, als Flugbegleiterin, als Gast. Wir machen sehr viel im schauspielerischen Kontext, klären auf, machen sehr neutrale Inhalte. Wir haben ja keinen Kanal, wo wir uns tagtäglich in Pyjama und was wir sich beim Zähneputzen zeigen und unser persönliches Leben komplett offenlegen. Weil ich glaube, dann würde ein irgendwie negativer Kommentar auch viel mehr treffen, wie wenn jetzt jemand sagt, Das Faktenvideo über Flugzeuge finde ich jetzt richtig blöd. Also das trifft mich jetzt persönlich nicht. Darauf achten wir aber schon auch, dass wir eben nicht superpersönlich oder auch nicht superpolarisierend irgendwie sind, sondern versuchen möglichst neutral, aber lustig. In Comedy kann man ja auch sehr oft ins Fettnäpfchen treten, deshalb versuchen wir da auch, das so neutral zu halten und da gar nicht so eine große Fläche zu bieten für so einen Angriff. Und äh...

    Freddy:

    Dadurch, dass jedes Video auf einem Drehbuch basiert, was vorher existiert und wir das

    Amy:

    Genau.

    Freddy:

    auch gegenseitig challengeen, ist es so, dass es auch nicht unüberlegt im Internet landet. Klar, es haben jetzt keine 10 Leute gechallengt, sondern doch nur ich. Es kann natürlich immer was dann doch da landen, aber in der Regel ist es schon alles relativ gut durchdacht, was wir da veröffentlichen. ist da jetzt die Angriffsfläche nicht ganz so hoch, weil wir jetzt nicht so spontan Inhalte im Internet platzieren.

    Victoria Weber:

    Ja, und ich meine, was er auch gesagt hat, Persönlichkeiten sind natürlich auch immer sehr angriffsmäßig, aber auch wenn man zum Beispiel über politische Sachen und so weiter redet, das habt ihr ja dann nicht so oder zumindest, ich meine, es gibt ja quasi News, die auch in den Bereich reinspielen, aber nicht so komplett. Ja, ja, also ich glaube, das ist immer noch ein Ding, was viele Leute auch zurückhält,

    Amy:

    total.

    Freddy:

    Ja.

    Victoria Weber:

    diese Angst davor, dass man so diesem Internetmob ausgeliefert wird, weil da einfach durch diese Reichweiten kommen ja auch einfach unendlich hohe Besucherzahlen zusammen und da ist ja auf jeden Fall irgendjemand dabei, der das blöd findet. Also das kann man da quasi gar nicht vermeiden.

    Amy:

    Man kann es aber auch ein bisschen beeinflussen, also wir gehen dann auch einfach nicht drauf ein. Das ist ja immer das, wenn irgendwie ein Hate-Commentar kommt und die Creator sich dann auch voll drauf einlassen und voll drauf gehen. Ich will das jetzt niemandem unterstellen, aber ich glaube manche machen das dann auch ein bisschen gezielt. Das machen wir einfach nicht und dann wird das auch im Keim erstickt, sag ich jetzt mal, wenn dann mal was kommen sollte.

    Victoria Weber:

    Ich meine, wenn man eine coole Community hat, dann verteidigen die einen wahrscheinlich auch schon ohne, dass man irgendwas macht, oder?

    Amy:

    Ja, genau, das ist dann das Coole.

    Victoria Weber:

    Ja, super. Jetzt gehen wir mal so ein bisschen zu dem Thema, was Freddy am Anfang schon so ein bisschen angeschnitten hat. Aus eurem Ding ist ja dann noch so quasi eine gesamte Geschäftswelt geworden, wo ihr gemerkt habt, okay, wir sind jetzt nicht nur in diesem Crater, wo man im Prinzip so seine Reichweite an Werbekunden sozusagen grob gesagt verkauft, sondern ihr habt jetzt auch noch sozusagen mehr Anfragen bekommen und seid jetzt in diese Beratungsrichtung auch gegangen, bzw. habt ihr organisch Anfragen bekommen, wie ich das gehört habe. Was ist denn da so der Status? Wie läuft's? Und was macht ihr da so? Und welche Dienstleistung bietet ihr an und überhaupt?

    Freddy:

    Also wir können uns da auch null beklagen, das läuft richtig, richtig gut aktuell. Wir haben irgendwann dann angefangen neben den ganzen Short Videos auch noch LinkedIn-Content zu produzieren. Wir sind da so ein bisschen reingerutscht und das lief super cool, weil wir da natürlich, die Marketing-Bubble ist auf LinkedIn unterwegs, aber viele Firmen haben einfach Probleme auf TikTok oder mit den Short Videos und da haben wir dann auch so ein... versucht so ein bisschen, sage ich mal, Aufklärungsarbeit zu leisten, um den Marketingabteilung zu zeigen, wie funktioniert Short Video, was geht da gerade ab aktuell? Und das hat da auf sehr viel Anklang gestoßen und gleichzeitig eben auch zu einigen Nachfragen, ob wir die Firmen bei deren Short Video Strategien unterstützen können, was wir lange Zeit einfach kapazitären nicht irgendwie umsetzen konnten. Wir hatten ja auch noch beide Jobs währenddessen. Amy hat es ja reduziert, ich habe es komplett niedergelegt. Und jetzt haben wir einfach mehr Zeit, das auch anzugehen. Wir sind jetzt seit über einem Jahr dabei, Firmen zu beraten, mit deren TikTok- bzw. auch plattformübergreifenden Short-Video-Strategien. Wir haben dabei gemerkt, dass ob jetzt ein Tech-Konzern oder eine D2C-Brand eigentlich super ähnliche Herausforderungen haben. und sind gerade dabei, unser Wissen in ein E-Learning zu packen. Das sind jetzt auch auf den finalen Schritten. Es muss auch jetzt kommenden Monat rauskommen

    Victoria Weber:

    Cool!

    Freddy:

    und entwickeln zusätzlich einfach Strategien für Unternehmen, coachen die, begleiten sie über einen langen Zeitraum und feedbacken wirklich, was lief gut, was lief schlecht, warum und gehen wirklich auch... individuell auf die Brands ein und produzieren teilweise auch für Firmen die Videos, dass wir dann irgendwie einmal im Monat vor Ort sind und abdrehen und das dann umsetzen. Das hat sich dann so entwickelt, dass es uns auch super viel Spaß gemacht hat. Also wir mögen es auch vor der Kamera und so, aber dieses hinter der Kamera, so dieses ganze System dahinter zu verstehen, macht uns halt auch enorm viel Spaß und das ist auch etwas, was wir... ausweiten wollen und werden und jetzt auch mitten in der GmbH Gründung sind, weil wir gemerkt haben, okay, so geht es jetzt nicht weiter, wie wir das irgendwie das letzte Jahr gemacht haben. Wir wollen das jetzt so offiziell gründen, groß machen und auch jetzt kommenden Monat müsste das eigentlich über die Bühne gehen mit der GmbH Gründung.

    Victoria Weber:

    Klingt schwer beschäftigt. Du hast doch eben so einen coolen Cliffhanger geliefert, wo ich jetzt noch mal drauf eingehen muss, nämlich dass du gesagt hast, dass die Firmen alle die gleichen Probleme haben, egal ob das jetzt eine D2C-Brand oder irgendjemand anders ist. Jetzt wollen natürlich alle wissen, was haben die denn für Probleme? Erzähl doch mal.

    Freddy:

    Wir haben einfach das Problem, dass sie das Format Short Video nicht, sag ich mal, so richtig durchdringen konnten oder auch das nativ nutzen. TikTok hat angefangen mit einer jungen Zielgruppe. Klar, die Plattform wurde älter von den Nutzern her, aber es ist schwierig für jemand, der jetzt irgendwie, glaube ich, 40, 50 ist, jahrelange Marketing gearbeitet hat und da auch voll die Expertise und Erfahrung gesammelt hat, sich jetzt aber komplett... umzustellen auf wirklich ein neues Format. Weil der Image-Film funktioniert auf TikTok nicht. Das Storytelling ist ganz anders. Früher hat man irgendwie ein Video aufgebaut und kam am Ende zu einem tollen Ergebnis. Auf TikTok muss das Ergebnis am Anfang zeigen, dass die Aufmerksamkeit da ist und dann den Leuten Schritt für Schritt beibringen, wie du zu dem Ergebnis gekommen bist. Also die ganzen Mechanismen haben sich komplett umgedreht, verändert und deswegen hatten da unter den Ewigkeiten, Schwierigkeiten wirklich ein... guten Brand-Account aufzubauen. Mittlerweile gibt es ein paar gute. Da nenne ich zum Beispiel mal Lockhart. Super Start-up, die modulare Geldbeutel nur über TikTok-Content groß gemacht haben. Aber es gibt noch so viele Unternehmen, die wirklich klicklich scheitern. Und dadurch, dass da auch so viele Agenturen teilweise im Spiel sind und da dann auch so viel, sage ich mal, wirklich Geld auch verschwendet werden, dachten wir uns mit unser Mit unserem Know-how für Shut Videos wollen wir da einfach ein bisschen Aufklärung leisten und die auch einfach supporten.

    Amy:

    Viele sind halt noch in den Jahren ein bisschen in der Vergangenheit und denken irgendwie, dass die Videos auf TikTok eben eher ein Marketing-Video gleichen sollten, wo das Produkt im Vordergrund steht und wo alles auf Hochglanz poliert ist und irgendwie perfekt aussieht. Und das ist eben gerade das, was ja TikTok nicht ist. Also es ist ja authentisch, es ist fehlerbehafter, es ist menschlich, es ist nahbar. Und da... diese Ansprüche oder diesen Standard, die sich, glaube ich, viele Marketingagenturen, Firmen über die letzten Jahre ja aufgebaut haben mit tollen, teuren Marketingkampagnen, da jetzt wieder wegzugehen, das wollen halt viele nicht oder sie denken nicht, dass das zum Ziel führt am Ende des Tages. Und das ist wirklich ein richtiges Umdenken, was da teilweise stattfinden muss. Und das erst mal zu erklären und verständlich zu machen, ist halt so ein bisschen unsere Challenge, weil wir halt... sehen, für was die Plattform eigentlich steht und wie man die eigentlich nutzen kann und sollte.

    Victoria Weber:

    Da ist man wahrscheinlich auch teilweise nicht nur Berater, sondern Psychologe für die Identitätskrise der Marketingmenschen, oder?

    Amy:

    Ja, ich denke schon.

    Victoria Weber:

    Also ich glaube tatsächlich, was Jop gesagt hat, dieses ganze Raw-Ding, das macht natürlich auch den Leuten Angst. Ich glaube heutzutage hat man wahrscheinlich noch mehr, auch jetzt nicht nur die einzelnen Personen, sondern auch Firmen haben ja einfach so Shitstorms. Und wenn man lustig ist, hat man ja auch immer das Problem, wenn es in die Hose geht oder so. Von daher kann ich das schon gut nachvollziehen. Aber es ist natürlich klar, dass wenn man dann mit seinem komischen gestageten Ding kommt auf TikTok, dann lachen die Leute ja nur. Also im negativen Sinne, weil das ja nicht so aus sich zieht.

    Freddy:

    Total. Es ist auch voll die Herausforderung für Brands eben nicht, wie die Tinserkzack cringe zu wirken. Viele denken, sie sind lustig, aber es wirkt dann gar nicht so. Deswegen ist es auch gar nicht unbedingt die Empfehlung, da jetzt, wir sagen immer, TikTok ist nicht mehr die Tanzplattform für 14-Jährige. Das hat sich voll entwickelt in den letzten Jahren. Es hat sich etabliert, es haben sich Anwälte, Herr Anwalt, es haben sich Steuerberater, es haben sich Ärztinnen positioniert dort. Und da kann man auch wirklich mit Edutainment, mit Infotainment wirklich die Leute catchen, unterhalten und man muss sich nicht irgendwie eine Perücke aufziehen und auf Knopfdruck was Lustiges veröffentlichen. Man kann einfach snackable Informationen aufbereiten, die dann auch gesehen werden wollen.

    Victoria Weber:

    Ja, obwohl, warum nicht Perücke ist? Macht ihr doch auch.

    Amy:

    Du noot? Also, das kann man auf jeden Fall auch machen.

    Victoria Weber:

    Du wolltest gerade noch was anderes sagen, genau, ich hab den da brauchen.

    Amy:

    Ja, ich glaube viele nutzen tatsächlich auch TikTok und Co als Suchmaschine. Also, wenn irgendwie nach den Tagesnachrichten gesucht wird oder nach irgendeinem bestimmten Thema vielleicht zum Matheunterricht, dann sind die jungen Leute dabei, auf TikTok danach zu suchen. Und deshalb ist es schon auch super wertvoll, einen hochwertigen Kanal als Brand aufzubauen aufzuklären, aber eben wie Fredy schon gesagt hat snackable in kleinen Portionen und verständlich, vielleicht auch mit Bildern und das hat einen super Mehrwert. Also es muss nicht jede Brand jetzt ein Comedy-Kanal aufmachen, gar nicht, aber eben es sollte vielleicht ein Mensch erzählen und nicht irgendwie ein Anzugträger vor einer weißen Wand und das alles super distanziert, sondern eben nah und menschlich, genau. Und dann ist das eine super Gelegenheit, als Brand da irgendwie drauf aufzusteigen.

    Victoria Weber:

    Das ist mega ganz kurz zu dem SEO-Thema, weil ich da gerade darauf einsteigen muss,

    Freddy:

    Gerade auch, was wir...

    Victoria Weber:

    weil mir da spontan der Gedanke kommt, es ist mega interessant, dass du es auch nochmal aufgeriffen hast, weil dieses TikTok-SEO, ich hatte vor kurzem eine Diskussion mit einer Kundin, also ich habe auch Kurse und eine Agentur und da ging es darum, SEO, braucht man das? Und wenn ja, für welche Zielgruppe? Weil sie auch meint, ich finde das voll komisch, weil der Sohn oder wer auch immer sei gar nicht mehr auf Websites, sondern nur noch auf TikTok und suchte halt nach Sachen, wo ich meinte, so ja, man muss sich halt dann sozusagen eine Kombination überlegen, die Leute, die man halt quasi durch, wenn man jetzt einen... lokales Restaurant ist, dann wollen halt die, eine bestimmte Zielgruppe will halt realistische Videos sehen, wie sehen die Essen aus, wer läuft da so rum und andere Leute wollen halt eine Website mit Öffnungszeiten, dem Menü und den Preisen. Also das ist ja dann auch so eine Kombination, was man alles zusammenfügen kann und das widerspricht sich ja auch nicht, das kann ja so ein bisschen ineinander greifen, aber dass man auch gesucht und gefunden wird, das haben ja auch die viele, die damit anfangen, überhaupt gar nicht auf dem Schirm.

    Freddy:

    Das Marketing wird da echt komplexer, sag ich mal, dass man irgendwie auch mehr bespielen muss, mehr Know-how haben muss. Ich war z.B. neulich in Wien. Als ich ein Restaurant gesucht hab, hab ich mir auch TikTok zur Hand gezogen und bin in einem super Restaurant gelandet am Ende. Genauso wie wir waren neulich in Lissabon, haben von dort aus gearbeitet und auch ein Video gedreht und haben auch unsere Tipps dann durch TikTok-Videos teilweise uns inspirieren lassen. Und man hat halt wirklich, soll ich meine, ein Google-Ergebnis, aber in einem kurzen, knackigen Video. Also ist es teilweise noch effizienter als Check GPT oder zu googeln. Deswegen lohnt sich auf jeden Fall. Und die ChenZeph beobachten wir, nutzt das wirklich auch als Zugmaschine.

    Amy:

    Ja, das Ding ist ja auch, dass man nicht nur direkt ein Video dazu kommt zu dem Essen vom Restaurant zum Beispiel, sondern man sieht auch, wann das hochgeladen wurde. Also wenn es jetzt halt von letzter Woche ist, dann weiß man, okay, das Restaurant existiert noch, das Essen sieht immer noch so aus und ich kann jetzt hingehen, weil wenn man sich zum Beispiel einen Reiseführer kauft, dann hatte ich halt immer die Befürchtung, ja, die Information ist halt jetzt schon ein paar Jahre alt, gibt's das überhaupt noch? Und das finde ich, ist auch so ein mega Mehrwert, dass du halt diese Zeitaktualität hast einfach von anderen, die gerade da waren.

    Victoria Weber:

    Stimmend, weil selbst wenn man auf der Webseite ein Menü in Öffnungszeiten sieht, weiß man auch nicht, ob das noch da ist. Und selbst Google My Business oder so, wo dann die Sachen drin stehen, das ist ja bei den meisten Lokalen zum Beispiel sehr veraltet oft. Deswegen guter, guter Gedanke.

    Amy:

    Ja.

    Victoria Weber:

    Ist es denn so, dass ihr eine bestimmte, also habt ihr, wenn ihr jetzt Leute beratet, auch so Sachen wie Frequenzen und so weiter, wo man sich schon drauf einstellen muss? Also wenn ihr jetzt sagt, man will starten, gibt es da bestimmte Mindestfrequenzen? Jetzt zum Beispiel bei TikTok, wo ihr sagt, so drunter braucht man eigentlich gar nicht erst anfangen.

    Freddy:

    Wir sagen schon, dass drei Videos die Woche gut sind. Aber ich würde auch nicht sagen, drei am Tag. Also früher war das so mit... .. Quantität ist man irgendwie hochgelandet. Aber mittlerweile würde ich schon mehr Fokus auf Storytelling, auf die Geschichte innerhalb des Videos setzen. Und wenn man da drei gute die Woche macht, ist man schon echt gut dabei.

    Victoria Weber:

    Ich würde als letztes noch kurz auf die LinkedIn versus TikTok-Sache zu sprechen kommen, weil was total lustig ist, ich habe hier mehrere Bildschirme und hinter dem ist mein Screen mit dem LinkedIn, mit der linken Startseite und natürlich hier direkt wird mir ausgespielt ein LinkedIn-Post von Freddy Strauss. Deswegen dachte ich, ich muss das jetzt nochmal kurz aufnehmen, weil der Content, den ihr jetzt zum Beispiel auf LinkedIn macht, das ist ja wirklich komplett was anderes als der Content, den ihr bei... bei Video macht. Das heißt, das ist ja quasi dann dieses bisschen eure B2B-Schiene, wo ihr dann diese Beratung, also ich sag jetzt mal indirekt natürlich die Beratung dann auch wahrscheinlich als Hintergrund habt. Habt ihr da jetzt auch wirklich Zeit dafür abgesteckt und euch da eine Strategie überlegt oder ist das so jetzt immer noch sehr, sehr, dass ihr einfach guckt, was so gerade so passiert oder habt ihr da auch so ein bisschen einen strategischen Plan?

    Freddy:

    Also ich hatte das Glück, dass ich vorher bei Celine Flores Willers gearbeitet habe, mit ihr sehr intensiv zusammengearbeitet habe, teilweise auch CEO-Kommunikation übernommen habe. Sie hat ja eine Personal Branding und Corporate Influencing Firma aufgebaut. Und da habe ich, sage ich mal, dieses LinkedIn-Handwerk von der Pica auf vom Profi gelernt. Und das dann auch natürlich für meinen Kanal genutzt, jetzt auch mit Amy ihren Kanal aufbaut. Und wir haben unsere festen Slots die Woche geploggt, wo wir natürlich Content erstellen für LinkedIn. Das gehört klar zu unseren Wochen-todos dazu. Wir haben jetzt nicht so eine konkrete Strategie uns aufgebaut, aber wir haben generell eher ein strategisches Denken, haben ja auch wie gesagt CEO's schon strategisch beraten und das Wissen. nutzen wir so im Alltag dann einfach auch dafür.

    Amy:

    Ja, also wir nutzen LinkedIn schon in dem Sinne strategisch, dass wir halt schon diese Marketingleute erreichen wollen, weil wir wollen ja Unternehmen helfen, ihren Kanal aufzubauen. Und dann ist es halt schon sinnvoll, dass wir erstens über unsere Expertise berichten. Also wenn wir was posten, dann schreiben wir darüber, was hat bei uns gut funktioniert? Was haben wir gerade gemacht? Wie sind unsere Reichweiten, dass erst mal die richtigen Leute sehen, was wir machen und was wir können und dass wir aber auch bei denen auf dem Schirm sind, in dem Sinne, dass wir kommentieren oder auch die Beiträge liken oder uns vernetzen und die Anfragen annehmen, dass wir direkt wissen, wer das ist. Also das ist schon ein ganz, ganz, ganz wichtiger Punkt, also LinkedIn, sowohl für die Unternehmensberatung als auch für Kooperation zum Teil. Also, ja, ich glaube ohne LinkedIn wäre das eine ganz andere Nummer.

    Freddy:

    Ja, definitiv.

    Victoria Weber:

    Das ist doch mal ein gutes Zitat, das werden wir uns rausschreiben.

    Amy:

    xD

    Victoria Weber:

    Ohne LinkedIn wäre das ganze Ding eine ganz andere Nummer. Mal schauen, was das... Ich dachte am Anfang, dass wir bei euch eine TikTok-Hatline nehmen müssen, mal schauen, was wir da verwenden werden. Ich habe noch zwei letzte Fragen. Und zwar Nummer eins. Wenn ihr jetzt diese, in Anführungszeichen, Beratung slash Agentur baut, gebt ihr da den gleichen Namen? Und die zweite Frage ist dann natürlich, wenn jetzt jemand zuhört und euch buchen will, wo sollen sie hingehen?

    Freddy:

    Also Frage 1, nein, wir geben ihr nicht den gleichen Namen. Wir heißen da nicht frech und fruchtig GmbH, sondern wir machen tatsächlich die Future Faces GmbH, weil wir natürlich die zukünftigen Gesichter der Brands aufbauen werden auf den Kanälen organisch. Beziehungsweise, wie auch bei unseren Kunden gesehen haben, dass, sobald sie auf TikTok aktiv sind, die Bewerberzahlen in die Höhe geschossen sind, weil man natürlich auch bei einer neuen Zielgruppe auf dem Schirm ist. Und dieses... hr thema dieses social recruiting auf tiktok ein unheimliches potential hat die leute beschweren sich dass sie keine leute mehr bekommen ist ja auch aufgrund des demografischen wandels fakt uns wird immer schlimmer aber umso wichtiger ist natürlich als unternehmen da zu sein wo die jungen leute sind wo die nachwuchstalente aktiv sind und da eignet sich natürlich tiktok enorm für weshalb wir auch so gesehen die future faces Geben wir Herr Gründen, weil natürlich auch die zukünftigen Gesichter da drauf sind. Deswegen nein, wir geben ihr nicht denselben Namen.

    Victoria Weber:

    Sehr, sehr cool. Habt ihr denn auch schon die Domain gesichert?

    Amy:

    Ja.

    Victoria Weber:

    Sehr cool. Das heißt, ihr könnt sie nochmal kurz droppen. Wir werden sie natürlich auch in die Shownotes schreiben, aber es gibt immer denjenigen, der sich das gerne eintippen möchte, wo er jetzt gerade hier am Telefon sitzt und sich das anhört. Das heißt, ihr müsst sie mal kurz sagen.

    Freddy:

    Sie ist noch nicht online. Wir sind gerade auch mitten dabei. Es ist ganz viel gleichzeitig, was wir zu tun haben. Aber www.futurefaces.de wird es bald geben.

    Amy:

    Wow!

    Victoria Weber:

    Sehr gut, sehr gut. Ja, vielen, vielen Dank für die coolen Insights. Ich gehe mal davon aus, wenn man beraten werden möchte, kann man sich dann über diese Website oder auch einfach direkt bei euch melden. Und ja, es bleibt.

    Amy:

    Ja, genau. LinkedIn ist eigentlich so die beste Plattform.

    Freddy:

    LinkedIn, gerne auf LinkedIn.

    Victoria Weber:

    Sorry, ich bin noch so voll oldschool und schick die Leute auf ne Website.

    Amy:

    Nee, wenn die eine hätten, wäre das auch der beste Tipp, aber die kommt erst demnächst, deshalb aktuell LinkedIn.

    Victoria Weber:

    Ja, okay, cool. Sorry. Dann vielen, vielen Dank für eure Zeit. Ich fand's mega spannend und es wird natürlich auch spannend sein,

    Amy:

    Hehehe

    Victoria Weber:

    also ich entfolge, äh, nicht entfolge, sondern ich verfolge das sehr gespannt auf LinkedIn natürlich, wo ich jetzt auch ein bisschen rumhänge. Und da ist natürlich richtig was am Gange. Von daher, das wird was ganz Großes. Ich seh das. Das ist mega cool.

    Amy:

    Die sprechen sie dann in drei Jahren wieder.

    Victoria Weber:

    Cool. Vielen, vielen Dank für... Genau. Ja, ich glaub nicht, dass es so lange dauern wird. Ich glaube, ich lad euch früher schon wieder ein. Und guckt mal, was da so läuft. Vielen, vielen Dank für eure Zeit.

    Amy:

    Noch besser. Danke dir auch!

    Freddy:

    Danke dir.

Willst du Creatorway-VIP werden?

→ Schreib dich auf die 😎 VIP-Liste für Hintergrund-Infos zu diesem Podcast


 👋 Mehr von Victoria & Creatorway:

Zurück
Zurück

Flexen 💪 Warum Vanity Metrics *für manche Sachen* DOCH ganz gut sind

Weiter
Weiter

Newsletter statt Blog: Warum er keine Lust mehr hatte & wie er komplett bei 0 startet (mit Dennis Paulus)