Von viralen Hits bei TikTok zum Plattenvertrag: Die Story von Songwriterin & Sängerin Loua

Loua ist Sängerin und Songwriterin, die sowohl mit ihren eigenen Songs, als auch mit Kurzvideos von umgeschriebenen Hits auf Instagram und TikTok aktuell durch die Decke geht. 

Im Interview verrät sie, wie sie sich ihre Musikkarriere über Jahre strategisch aufgebaut hat und wie sie durch Songwriting ihre eigene Künstleridentität geschaffen hat.

Loua gibt Einblicke darin, wie sie die Social Media Kurzvideos strategisch nutzt, um ihre Bekanntheit zu steigern und warum ein kontinuierliches Wachstum mit viel Durchhaltevermögen verbunden ist.

Außerdem spricht sie über ihren Alltag als bekannte Künstlerin und wie sie mit negativen Kommentaren auf Social Media umgeht.

Inhaltsverzeichnis:

    Übrigens: Diesen Artikel und Podcast gibt es auch als Video:

    Oder du hörst dir den Podcast in deiner Lieblings-App an:


    Wie wurde Loua Sängerin und Songrwriterin?

    Loua arbeitet tatsächlich schon seit ihrem 12. Lebensjahr auf ihre große Musikkarriere hin. Während andere Mädchen vielleicht noch mit Puppe in der Hand von ihrem eigenen Pony träumen, war Louas Traum schon wesentlich größer und gefestigter – sie möchte Musikerin werden.

    Sie hat schon als kleines Mädchen auf dem Schaukelpferd sitzend gesungen - und die Freundinnen ihrer Mutter wollten sie aufgrund ihres Talents schon damals am liebsten in eine TV-Show ziehen. Ist aber nicht passiert.

    Sie begann zu Schulzeiten, Gesangsunterricht zu nehmen. Über ihren damaligen Gesangslehrer lernte sie später ihren Produzenten kennen, mit dem sie noch heute zusammenarbeitet. Aber dazu später mehr.

    Wie für viele Gesangstalente üblich, sang sie zu Beginn in kleineren Bands, in ihrem Fall eine Big Band und eine eigene Band. Sie war in einer typischen Top40 Coverband aktiv, drehte parallel Youtube-Videos und schaffte es so, Connections zu einem Studio aufzubauen. Doch war all das nie das Wahre, mit dem sie sich als Künstlerin wohlfühlen und angekommen fühlen konnte.

    Louas Start: So kam sie in die Welt der Musik

    Oft fehlt es angehenden Musikern an den richtig gelenkten Ambitionen. Loua hatte großes Glück mit ihrem Gesangslehrer, dem sie heute noch dankbar ist, dass er ihr die richtigen Fragen gestellt hat. Wo möchte sie hin? Was möchte sie erreichen? Wie kommt sie dort hin? All diese Überlegungen setzten Lous schon früh den richtigen Floh ins Ohr, der sie antrieb, ihre erträumte Karriere auch zu erreichen – und zwar strategisch geplant.

    Denn seien wir ehrlich, wie oft findet das „Entdeckt und zum Star werden“-Märchen wirklich statt? Man muss sein Glück oft selbst in die Hand nehmen!

    Naheliegend, dass sie sich getreu dem Motto „Alles für den Traum!“ für ein Studium im Musikmanagement entschied. Neben dem Studium war sie in einem Verlag tätig und hatte dort ihre ersten Berührungen mit dem Songwriting.

    Wie schon angeteasert lernt sie über ihren damaligen Gesangslehrer ihren Produzenten kennen, der ebenfalls unweit ihres Heimatorts wohnte – eine musikalische Hochburg!

    So kam Loua zum ersten Plattenvertrag

    Loua konnte ihren ersten Verlagsvertrag abschließen (dort ist sie bis heute) und war natürlich weiterhin ambitioniert, daraus einen Plattenvertrag zu machen.

    Sie lernte viele relevante Persönlichkeiten aus der Industrie kennen, war aber nach wie vor vorerst als Songwriterin tätig – bis alle Wegbegleiter der Meinung waren, es sei für sie nun an der Zeit, auch eigene gesangliche Wege zu gehen.

    Keine Frage, Loua war sich schon lange sicher, dass sie bereit war. Mittlerweile in der richtigen Gruppe und im passenden Management angekommen, war es jedoch nun der richtige Zeitpunkt, den Versuch zu wagen, eigenständig durchzustarten.

    Aber – ist das der herkömmliche Weg? 

    Erst Songwriting und dann selbst vor das Mikro treten? Klares Nein! Aber Loua ist happy, diesen Weg gegangen zu sein. Durch die Arbeit als Songwriterin konnte sie nach und nach ihre eigene Künstleridentität finden und aufbauen

    Sie dachte beispielsweise zu Beginn, sie würde gerne englisch singen und sich ihre Songs schreiben lassen. Durch ihren Werdegang wurde ihr allerdings schnell klar, dass sie keinesfalls den reinen Interpretenweg gehen möchte. 

    Loua konnte sich über ihre Stärken bewusst werden und formte ihren Weg immer klarer. Und genau das ist es, was wichtig ist: Stärken finden und herausarbeiten!

    Songwriting als Möglichkeit kreativer Entfaltung

    Es ist mit Sicherheit interessant, einen kurzen Einschub zum Thema Songwriting einzubauen. Wie ist der Ablauf eines Songeinkaufs? Loua kann hierzu aus Songwritersicht Einblicke geben.

    Der Prozess besteht immer aus mehreren Etappen. Eingereichte Songs werden vorselektiert und nur eine kleine Auswahl wird überhaupt an die entsprechenden Künstler gegeben – dann erfährt man als Songwriter auch, dass man es in die engere Auswahl geschafft hat. 

    Ob der Song am Ende matched, hängt von unzähligen Faktoren ab. Gibt es schon einen entsprechenden Song auf dem geplanten Album? Passt das Thema? Wird eine Ballade gesucht oder doch etwas Schnelleres? Evtl. wird sogar kurz vorher noch einmal das gesamte Albumkonzept über den Haufen geworfen – alles schon erlebt!

    Entsprechend braucht es mehr Glück als Verstand, den exakt richtigen Nerv zu treffen. Von 100 geschriebenen Songs werden nur ca. 10 Songs angenommen. Hat man Glück, steigt man in die höhere Riege auf und darf irgendwann mit den Künstlern direkt selbst zusammenarbeiten.

    Loua empfindet die Zeit als Songwriterin dennoch als große Chance, sich selbst zu finden. Auf diese Weise konnte sie all ihre Kreativität nutzen und umsetzen – und kann dies noch heute. Songs, die am Ende nicht zur eigenen musikalischen Identität passen, kann sie so einfach weitergeben.

    TikTok als durchdachter Karrierepush

    190.000 Personen zählt Loua zu ihrer Followerschaft auf TikTok. Auf Instagram erreicht sie knapp 108.000 Menschen. Und das ist kein Wunder, ihre Kurzvideos gehen durch die Decke! 

    Und all das ist genauso durchdacht und strategisch geplant wie ihr früherer Traum, in der Musikwelt Fuß zu fassen.

    Sie hatte die Formatidee, Songs umzuschreiben und ihnen ihren ganz persönlichen Twist zu verpassen. Im Hintergrund schickte sie ihre Songs an verschiedenste Labels und hatte immer die Überlegung im Kopf: Wie bringe ich das alles ins Rollen?

    Denke wie ein Labelboss! Oder eher: Denke wie ein Mitarbeiter eines Labels, der für das Recruiting zuständig ist. ;)

    Da liegt die Vermutung nahe, dass im heutigen Zeitalter sicher zuerst die Social Media-Kanäle des Anwärters gecheckt werden. Louas Idee, Songs umzuschreiben, zahlt deshalb doppelt und dreifach darauf ein, als ernstzunehmend und talentiert wahrgenommen zu werden.

    Durch das Umschreiben der Songs kann sie ihren eigenen Charakter voll entfalten und präsentieren. Durch die bekannten Songs kann der Hörer aber trotzdem die Gesangsqualitäten einschätzen. 

    Und hier sind wir wieder bei Stärken: Die fließen alle mit ein! Auch, wenn man natürlich nicht vernachlässigen darf, dass ein gewisses Basictalent durchaus vorhanden sein muss.

    Virale Bekanntheit braucht aber stetiges Wachstum. Natürlich gibt es auch virale Momente und ein Video mit Millionen Views generiert mehrere tausend Follower, was einen Unterschied in der Masse macht, ein erfolgreiches Profil lebt dennoch von Konstanz und Aktivität.

    Die eigene Musik im Rampenlicht

    Loua ist seit Sommer 2022 aktiv und hat seither fünf Singles released. Ihre eigene Musik ist klar ihr Mittelpunkt geworden. Streams sind dabei okay, aber Konzerte und Shows sind ihr definitiv wichtiger.

    Oft steht die Frage im Raum: Welcher Songs wird’s? Kommen ihre Visionen überhaupt an?!

    Auch das Aussuchen eines Songs ist ein Prozess. Es wird angetestet, beispielsweise als Snippets auf TikTok und es wird geschaut, was passiert. Diese kleinen Ausschnitte des Songs und die Reaktionen im Netz nehmen das spätere Feedback vorweg und es stellt sich direkt heraus, ob es sich überhaupt lohnt, den Song groß zu produzieren.

    Ganz wichtig: Trotzdem nicht verbiegen lassen! Schon gar nicht vom vermeintlichen viralen Potenzial. Songs, die Loua am Herzen liegen und für sie wichtige Themen ansprechen, wird es dennoch geben. Gerade diese Songs sollen auch eine andere Ebene ansprechen. Die der „Hardcore Fans“, die dann auch zu Konzerten kommen. Dinge, die die breite Masse ziehen, sind oft nicht die mit Tiefgang. Eher macht man sich zum Sklaven des Algorithmus, ist dann aber auch kein persönlicher und authentischer Künstler mehr.

    Gleiches gilt für Videos auf Social Media; es ist auf keinen Fall sinnvoll, immer nur virale Videos anzustreben. So fehlt sehr schnell eine Ebene, die tiefer geht. Diesen Tiefgang erreicht man nur in kleineren Formaten und meist funktioniert ein „man macht einfach“ sowieso am besten.

    Wie sieht die Zukunft für Loua aus? Wird sie jetzt überall erkannt?

    Natürlich erscheint ihr Gesicht nun öfter im Internet, sie gibt Konzerte und tritt auf Festivals auf, hier und da wird sie angesprochen. Beim Shoppingtrip in der Kölner Innenstadt hat sie aber nach wie vor ihre Ruhe. :)

    Alltag gibt es für sie dennoch nicht mehr. Kein Tag gleicht dem anderen, aber genau das genießt sie. Auch, wenn man für diese Art zu leben definitiv commitet sein muss. Wenn zum Beispiel ein Song erscheint, ist man viel unterwegs - auch die Wochenenden gelten mittlerweile als Arbeitszeit.

    Auch ihre Community wächst stetig – was (hauptsächlich) positive, aber auch negative Auswirkungen mit sich bringt. Hier kommt es, wir kennen es alle, natürlich stark auf die jeweilige Plattform an. Muss man doch besonders vor der teils fiesen Youtube-Schar gewappnet sein. Aber so ist sie, die Realität des Internets. Negativität bleibt nicht aus.

    Loua nutzt solche negativen Nachrichten, um mehr Bewusstsein dafür zu schaffen. Sie ist von vereinzelten Kommentaren nicht verletzt und sieht das alles eher als Chance für Empowerment!

    Hör dir die komplette Geschichte von Loua jetzt im Podcast an:

    Hast du Lust, dir das Interview mit ihr anzuhören? Dann suche in den gängigen Podcast-Apps nach CREATORWAY, Folge 0085!


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